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Terrorismus / Trettow Jan Felix

Projektbeschreibung: Der Zusatzkurs Sozialwissenschaften in der Jahrgangsstufe 13 setzt sich mit dem Thema "Terrorismus" auseinander.

Kommunitarismus – Eine Perspektive für die Zukunft (?)

„Unter Kommunitarismus versteht man eine kapitalismus- bzw. liberalismuskritische Strömung.“

Kommunitaristen befürchten, dass der im momentanen Liberalismus vorhandene Markt die Überhand ergreift und durch ständige Überbetonung des Individuums das Gemeinwohl vernachlässigt. Ausgehend für diese Entwicklung war nach Meinung der Kommunitaristen der im 20. Jahrhundert verstärkt aufgetretene Industriekapitalismus. Dieser hat zu einer Individualisierung geführt und hat das gesamte gesellschaftliche Balance Richtung ökonomischer Gewinnmaximierung geschoben. Moral, Religion und Familie verloren an Wert und drohen nun völlig zu verschwinden.

Ein vorgeschlagener Weg der Kommunitaristen ist eine „gute Gesellschaft“, in der Werte und Vorstellungen von der Gemeinschaft geteilt werden. Zitat: „Den Kommunitaristen geht es vor allem darum, in der Gesellschaft ein Gleichgewicht herzustellen. Das Ziel ist eine aktive Gesellschaft von freien und gleichen Bürgern. Soziale Gerechtigkeit und gemeinschaftsbezogene Verantwortung spielen hierbei eine wesentliche Rolle.“

Eine erste Frage die sich mir hier stellt ist die genaue Definition dieser ganzen Strömung. In welchem Umfang wird hier von „Gesellschaft“ gesprochen und wie kann man sich die Werte- und Vorstellungenteilung praktisch vorstellen? Und wenn nun wirklich die Gemeinschaft wieder zu so hohem Maße über das Individuum gestellt wird, stellt sich sofort die Frage bis zu welchem Punkt das wirklich laufen soll. Wie eingeschränkt wird das Individuum durch Limitierungen und Verpflichtungen der Gesellschaft? Ab einer bestimmten Menge „Gesellschaft“, liegt nämlich nicht mehr so viel „Individuum“ vor, welches uns und andere moderne Demokratien von eher „älteren“ Systemen unterscheidet.

Es muss also ein Weg gefunden werden, der einerseits die Gesellschaft wieder nach vorne bringt aber gleichzeitig die Rechte des Individuums respektiert und beibehält. Der oben beschriebene Kommunitarismusgedanke ist ein Schritt zu weit und führt zu einer völligen Umpolung der Gegebenheiten, resultiert somit höchstens tempörär in besseren Umständen. Sobald diese Entwicklung jedoch weiter verfolgt wird, sprießen uns die ersten Strömungen entgegen, die darauf abzielen das Individuum wieder zu stärken und die „gute Gemeinschaft“ als „böse Gesellschaft“ abstempeln.