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Terrorismus / Fabian

Projektbeschreibung: Der Zusatzkurs Sozialwissenschaften in der Jahrgangsstufe 13 setzt sich mit dem Thema "Terrorismus" auseinander.

Suchtpotential von Online Rollenspielen:

1. Gründe für das Spielen:

Hier lässt sich zwischen 2 verschiedenen Theorien unterscheiden.

Die strukturelle Kopplung: Bei der strukturellen Koppelung assoziieren die Spieler ihre Vorlieben und Interessen, ihre Persönlichkeitsmerkmale und ihre konkrete Lebenssituation in das jeweilige Spiel. Die Lust am spielen wird also durch Interessen und Reale Bezüge des eigenen Lebens beeinflusst.

Wenn sich nun in einem Spiel reale Lebenskontexte wieder finden lassen, so spricht man von einer parallelen Koppelung, einer untergeordneten Definition der strukturellen Koppelung.

Die kompensatorische Koppelung: Bei der kompensatorischen Koppelung verwendet der User Spiele, in denen er Fähigkeiten besitzt, die für ihn selber real nicht vorhanden sind, jedoch für ihn subjektiv als erstrebenswert angesehen werden. Das Interesse des Spielers ist hierbei, von realweltlichen Defiziten abzulenken und diese mit Hilfe von Onlinefähigkeiten zu kompensieren.

2. Auslöser für Suchtverhalten in Onlinerollenspielen:

Zentrale Aspekte in Spielen sind laut dem heutigen Forschungsstand der Drang zur Ausübung von Macht, Herrschaft und Kontrolle. Diesen Drang wollen Menschen jedoch genau so in der realen Welt ausüben, er ist also nicht allein in der Spielewelt vorhanden.

Diese Kontrollmotive findet nun der Spieler in seinem bevorzugtem Spiel wieder und versucht sie dort so gut wie möglich auszuleben.

Bei der Vermarktung von Online-RPGs werden von den Herstellern gezielt solche Slogans eingesetzt, die dem Macht- und Kontrolldrang der Spieler gerecht werden. Wenn die Spiele dann dem Macht- und Kontrollverhalten entsprechen, werden sie von relativ vielen Menschen angenommen und gespielt.

An dem Beispiel des Onlinerollenspiels World of Warcraft kann man erklären warum einige Menschen ein suchtartiges Verhalten, was sich in wöchentlichen Spielzeiten von mehr als 100 Stunden zeigt, ausbilden.

Am Anfang des maximalen Levelmaximums ist die investierte Zeit pro Level noch relativ gering. Jedoch steigen mit jedem Level die benötigten Erfahrungspunkte, wobei jedoch die Erfahrungspunkte pro getötetem Gegner und Quest langsamer ansteigen. So investiert man um überhaupt auf das Maximale Level 60 zu kommen im Schnitt schon 10 Tage reine Spielzeit, was je nach Spieldauer pro Tag einen bis 3 Monate dauern kann. Um den Spaß am Spiel während dieser Zeit nicht zu verlieren, bekommt man jedes Level einen Talentpunkt, den man beliebig in 3 verschiedene Spezialisierungen investieren kann. Alle 2 Level erhält man weiter hin neue Fähigkeiten und neue Ränge von bereits erlernten Fähigkeiten.

Sobald man die Stufe 60 erreicht hat beginnen eigentlich erst die Möglichkeiten seinen so genannten Charakter durch neue Ausrüstungen weiter zu verbessern und so die Möglichkeit der virtuellen Macht zu steigern.

Dies kann auf 2 verschiedene Arten geschehen. Die erste Möglichkeit ist PvP (Player versus Player) in dem man gegen menschliche Spieler antreten kann. Die zweite Möglichkeit ist PvE (Player versus Environment) wo eine Spielergruppe, die aus 5 - 40 Spielern bestehen kann gegen Computergesteuerte Gegner antritt. Im folgenden werden die beiden Spielarten näher erläutert:

PvP: Beim PvP geschieht die Wertung der eigenen virtuellen Leistung durch so genannte Ehrenpunkte, die man beim töten eines anderen feindlichen Spielercharakters erhält. Mit diesen Ehrenpunkten steigt man durch ein sehr komplex berechneten Verfahrens in einer Rangliste auf. Mit jedem neuen Rang kann man sich bessere Ausrüstung kaufen, die einem hilft noch schneller und effizienter Gegner zu töten. Mit jedem Rang werden die Belohnungen besser und der Spieler versucht, möglichst schnell den Höchsten Rang zu erreichen. Dort erwarten den Spieler dann Rüstungen und Waffen von epischer Qualität, sowie die Anerkennung der anderen Spieler. Die investierte Zeit um den höchsten Rang zu erreichen sind minimal 3 Monate, bei entsprechend hoher Spieldauer jeden Tag.

PvE: Beim PvE geschieht der virtuelle Machtanstieg durch das töten von besonders schweren Bossen mit bis zu 40 Spielern. Nach jedem Bosskill erhalten einige Spieler ein Item, was sie verbessert. Durch entsprechende Wiederholungen der Bosskills erhalten nach und nach alle Spieler verbesserte Ausrüstung. Dadurch ist die gesamte Gruppe in der Lage noch schwerere Gegner zu töten um noch bessere Ausrüstung zu erhalten. Die Zeit, die man täglich investieren muss ist zwar geringer als beim PvP, jedoch besitzt das PvE so gesehen kein Ende, da immer wieder entsprechende neue Bosse vom Spielehersteller hinzugefügt werden.

Die Möglichkeiten der Machtausweiterung werden von jedem Spieler je nach sozialem Umfeld mehr oder weniger stark genutzt. Der Wille, Meisterschaft in einem bestimmten Spiel zu erringen, beinhaltet jedoch eine erhebliche Suchtgefahr. Dieses Verlangen wird jedoch nicht vom Spiel selber hervorgerufen, sondern ist ein Teil des menschlichen Verhaltens.

Quelle: http://www.mmorpg-research.de/