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Terrorismus / Christof Schnur

Projektbeschreibung: Der Zusatzkurs Sozialwissenschaften in der Jahrgangsstufe 13 setzt sich mit dem Thema "Terrorismus" auseinander.

Gefahren für die Weltwährung US-Dollar

Gerade in letzter Zeit, nach einem starken Anstieg des Euro gegenüber dem Dollar, hört man wieder vermehrt von den Gefahren, die die bisherige Weltwährung US-Dollar bedrohen. Mein Internetreferat soll daher einen Überblick über die Gefahren, eine Einschätzung der Gefahren sowie eine Bewertung eventueller Folgen liefern.

Beschreibung des „status quo“

Die USA sind das einzige Land auf der Erde, das seine Geschäfte weltweit fast ausschließlich in der eigenen Landeswährung abwickeln kann. Der US-Dollar wurde über die Jahre durch die starke Wirtschaftsleistung der USA zu der einzig echten Weltwährung. Ungefähr jedes zweite Geschäft wird in Dollar gemacht. Hierbei macht ihn die Stellung als Handelswährung für Erdöl besonders wertvoll.

Da jedes Land einen Großteil seiner Geldreserven in Dollar hält (im Jahr 2005 waren dies 60 Prozent aller Devisenreserven), um damit Erdöl zu kaufen, sind gigantische Mengen an Dollars im Umlauf und in den Depots der großen Industriestaaten.

Obwohl weltweit mit dem Dollar gehandelt wird, liegt die gesamte Kontrolle der Währung bei den USA. Diese regelt durch die Federal Reserve Bank (kurz „Fed“) die Ausgabe neuen Geldes und Zinsen für Dollar-Kredite.

Jedoch ergibt sich durch den Umstand, dass die ganze Welt stark vom Dollar abhängig ist, eine souveräne Position für die USA. Da alle Länder, die viel Geld in Dollar angelegt haben, ein großes Interesse an einem stabilen Dollar besitzen, legen sie immer mehr Geld in Dollar an, um einen eventuellen Werteverlust zu verhindern. Jedoch haben die USA selbst dafür gesorgt, dass so viel US-Geld international im Umlauf ist, dass der Dollar auch von außen zum Kollabieren gebracht werden kann.

An diesem Punkt befinden wir uns heute. Die Fragen, die sich aus den bisherigen Informationen hervortun sind folgende:

I Warum könnte der Dollar auf Dauer stark an Wert verlieren?
II Was für Auswirkungen hat dies auf die Weltwirtschaft?

I Warum der Dollar einbrechen wird

"Der Riese wird gedopt"

Ich habe in meiner Einleitung erwähnt, dass sich die gesamte Welt daran beteiligt, den Dollar stabil zu halten. Genau dies geschieht aus der Angst vor einem Einbrechen des Dollars. Die „Sicherheit“ für das Vermögen von Firmen und Staaten, die die USA bieten, soll nicht gefährdet werden. Der Dollar wird dabei je mehr gekauft, je größer die Zweifel vor einem Einbrechen des Dollar sind. Denn:

„Jeder Student der Volkswirtschaft lernt doch, dass die Währung eines Landes nur so stabil ist, wie das, was die Volkswirtschaft dieses Landes zu bieten hat und produziert.“

Vielen fällt dabei vielleicht das Handelsdefizit der USA ein. Das bedeutet, dass die USA viel mehr einkauft, als sie verkauft. Sie macht also minus.

Dazu kommt noch die Verschuldung des amerikanischen Staates und der Privathaushalte, die bei ungefähr 25 Billionen Dollar liegt. 40 Prozent dieser Schulden sind erst seit 2001 gemacht worden.

Dies weist darauf hin: Die starke Wirtschaft in den USA mit Wachstumsraten jenseits der drei Prozent ist hauptsächlich durch höhere Staats- und Privatschulden erkauft worden. Aber gerade diese Wirtschaftsleistung ist es, mit der ein Kauf des Dollars gerechtfertigt wird.

Genau wie schon in den 20er Jahren des 19. und den Zeiten des "New Economy Booms" Ende des letzten Jahrhunderts entsteht auch hier wieder eine so genannte Spekulationsblase. Eines Tages wird sie platzen - unweigerlich. Das hat die Geschichte gezeigt. Wann dieser Zeitpunkt sein wird und wie stark die Auswirkungen auf die weltweite wirtschaft sein werden ist jedoch reine Spekulation.

Ähnlich wie an den Aktienmärkten wird ein Verfall des Dollar jedoch erst dann einsetzen, wenn die Mehrheit derjenigen, die den Dollar besitzen, Angst davor hat, durch einen Kurssturz Verlust zu machen.

Konkurrenz

Auch ohne solch einen Kurssturz hat der Dollar aber auf Grund von einigen Faktoren an Wert verloren.

Statistiken zu Währungen

Dies liegt zum einen an der erfolgreichen Einführung des Euro in zwölf Staaten der Europäischen Union. Der Euro hat seitdem einen beachtlichen Devisenanteil von ungefähr 20 Prozent erobern können. Auch die guten Wirtschaftsdaten aus Europa, sowie Anzeichen für eine schwächelnde US-Wirtschaft könnten dem Euro bald schon auf neue Rekordhöhen treiben und damit den Dollar weiter unattraktiv machen.

Zu der Wirtschaftsleistung eines Landes kommt noch die jeweilige Zinspolitik hinzu. Anleger investieren gerne in Ländern mit hohen Zinsen, da der Ertrag dort höher liegt. Die USA haben zurzeit zwar einen höheren Zinssatz, werden die Zinsen laut Analysten im nächsten Jahr aber weiter senken. Die Situation im Euro-Raum sieht dagegen fast umgekehrt aus.

Kampf ums Öl?

Außer dem Euro wandern seit kurzem weitere Schreckgespenster durch die Landschaft. Die durch das Erdöl wirtschaftlich aufgestiegenen Golfstaaten planen angeblich eine eigene Währung, ähnlich dem Euro. Die Europäische Zentralbank hat wohl schon ihre Unterstützung zugesagt. Die Planungen sehen vor, spätestens bis 2012 eine neue Gemeinschaftswährung in diesem ölreichen Raum zu installieren.

Pläne des Irak, Iran, Norwegens, Russlands und anderen Ölexporteuren, ihre Ölgeschäfte in Euro abzuwickeln könnten durch so eine Währung wieder aufgenommen werden. Statt des Euro könnte dies aber in einigen Jahrzehnten schon eine arabische Währung sein. Wie schon gesagt ist dies jedoch alles Spekulation. Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen drohenden Alptraum für den Dollar, der seinen Wert vor allen Dingen durch den Handel mit Öl in Dollar ("Petrodollar") hält.

II Folgen für die Weltwirtschaft

Steigende Zinsen

Falls es zu einem Kurssturz des Dollar kommen sollte, wird die Amerikanische Notenbank versuchen, durch die drastische Anhebung der Zinsen die Abwertung des Dollar zu verlangsamen. Diese Maßnahme ginge aber auf die Konsumbereitschaft der Privatleute und Firmen in den USA. Durch steigende Zinsen erschwert sich zum Beispiel das Begleichen von Krediten.

So eine Situation würde zu einem Spareffekt führen, der sich wiederum in einem gehemmten Import widerspiegeln würde. Dies würde für Deutschland als „Exportweltmeister“ bedeuten, dass es einen Großteil seines Gewinns, den es mit den USA macht, verliert. Eine Rezession des Dollar hätte also katastrophale Auswirkungen weltweit.

Quellen:

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