Kommentare zur Globalisierung
Fragen:
- Handelt es sich bei der als notwendig angesehenen kulturellen Anpassung vielleicht nur um eine besonders geschickte Marketingstrategie, die umso effektiver die fremden Märkte erobern will?
- Kann ein Amerikaner wie Tom Friedman nicht doch ganz optimistisch davon ausgehen, dass sich die übrige Welt schon weiter amerikanisieren wird?
- Wenn ein Unternehmen wie PhoenixContact den Überlegungen Pankaj Ghemawats folgen wollte, müssten entsprechende Grundsatzentscheidungen für globale Aktivitäten getroffen werden. Welche?
Globalisierung durch regionale Anpassung
Heutzutage findet statt durchdachter Globalisierung meist nur blinde Internationalisierung statt. Großkonzerne sind der Ansicht, dass ein Konzept,welches in ihrem Heimatland funktioniert auch auf andere Länder übertragbar sei. Dass dies nicht funktioniert, zeigt sich immer wieder.So sind schon Konzerne wie Coca-Cola, Wal-Mart oder Daimler an dieser Strategie gescheitert.
Diese Meinung vertritt auch der ehemalige Harvard-Dozent Ghemawat. Für ihn liegt das Gelingen einer funktionierenden Globalisation darin, die Strategie der Konzerne an die jeweiligen regionalen Umstände anzupassen.
Es ist wichtig, sich auf die Länder und deren Mentalitäten zu konzentrieren und einzustellen, um auf die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Unterschiede eingehen zu können. Die Welt ist eben doch eine Kugel und nicht, wie von dem amerikanischen Publizisten Tom Friedman behauptet, eine Scheibe.
Konzerne müssen ihr aggressives Handeln stoppen und auf die Wünsche der Kunden und die regionalen Gegebenheiten eingehen. Erst dann funktioniert Globalisierung. Trotz moderneren Kommunikationstechnik und Logistik funktionieren die Märkte unterschiedlich und der Großteil aller Aktivitäten geschieht lokal. Dies müssen die Konzerne jedoch erstmal lernen.
Auf der Weltrangliste der wettbewerbsfähigsten Länder liegt Deutschland auf Platz 7. Die Haupthandelspartner sind Frankreich und die USA. Insgesamt wurden im Jahr 2006 Waren im Wert von 149,6 Mrd. Euro zwischen Frankreich und Deutschland ausgetauscht. Die USA sind der zweitgrößte Handelspartner Deutschlands mit ausgetauschten Gütern und Dienstleistungen im Wert von 126,5 Mrd. (2006). Am meisten exportiert Deutschland Automobile, Maschinen, schweres elektrisches Gerät und Chemieerzeugnisse.
Dies zeigt die Abhängigkeit Deutschlands von seinen Handelspartner. Um diesen Export weiter zu gewährleisten, muss sich ein Land wie Deutschland an die abnehmenden Länder anpassen. Dies entspricht genau der oben genannten Meinung Ghemawats.
Wal-Mart: Chronologie eines Scheiterns
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,429049,00.html
Jana und Dinah
Leben im globalen Dorf - Wer daran glaubt, wird scheitern!
"Wer die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Differenzen zwischen den Ländern nicht in Rechnung stellt, wird scheitern.", so die Aussage des Professors für "Globale Strategien" an der IESE-Business-School in Barcelona Pankaj Ghemawat in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung vom 21.1.08.
Heißt, die globale Expansion von großen Konzernen und Marken ist nur dann möglich, wenn diese sich den regionalen Märkten anpassen. Es gebe kein weltweites Vorgehen, sondern in jedem Land müsse unter Berücksichtigung der jeweiligen kulturellen und sozialen Eigenschaften agiert werden.
Was heißt das für ein Land wie Deutschland, das als (noch) Exportweltmeister Produkte im Ausland absetzen muss?
Laut Statistik sind es vor allem die Automobilindustrie, Maschinen und chemische Produkte, mit deren Hilfe Deutschland im letzten Jahr Waren im Wert von 969 Milliarden Euro exportiert hat. Weltspitze. Doch die Absatzmärkte liegen hauptsächlich innerhalb der Europäischen Union. 627,2 Milliarden Euro, das sind fast zwei Drittel des Gesamtexportes, wurden innerhalb der EU erwirtschaftet.
Das spricht für die Aussage Ghemawats, ein globales Dorf, Fehlanzeige!!
Das beste Beispiel, von Ghemawat ebenfalls angeführt, ist die Automobilindustrie. Verhältnismäßig wenige deutsche Autos können sich auf dem amerikanischen Markt durchsetzen, in Europa gibt es hingegen wenig Amerikaner, aber Asiaten...
Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich die verfehlte Modellpolitik, die in den letzten Jahren getrieben wurde. Große, spritfressende, geländetaugliche Riesenfahrzeuge, die aber im wesentlichen auf den Highways und Landstraßen gefahren werden, zeigen den Irrsinn, der in der Autoindustrie getrieben wurde. Denn in Zeiten von steigenden Energiekosten und wachsendem Umweltbewusstsein sind effiziente, spritsparende Autos gefragt, sogar in den USA. Toyota ist Weltmarktführer, denn es wurden die passenden Modelle rechtzeitig entwickelt...Während der momentanen Krise leiden sie alle, aber Marken, welche die Entwicklung der Märkte missachtet haben, wird es am Härtesten treffen.
Insgesamt zeigt die Automobilindustrie, dass ein in Europa erfolgreiches Modell in anderen Teilen der Welt unverkäuflich sein kann, weil es die Ansprüche der dortigen Kunden nicht erfüllt. Damit wird die These Ghemawatts bestätigt. Wir leben in einer globalisierten Welt, die sich dennnoch aus individuellen Ländern und Kulturen besteht.
Quellen:
1)http://www.tagesschau.de/wirtschaft/export2.html
2)http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/27/0,3672,7394971,00.html
Johannes Hausmann
Globalisierung - Einstellen auf andere Gegebenheiten!
Professor Ghemawats Aussage, dass immer noch Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten bestehen, ist völlig richtig und plausibel belegt.
Besonders das Beispiel Coca-Cola überzeugt. Eine so große Firma, die zunächst versuchte, mit ein und der selben Marketingstrategie in diversen Ländern erfolgreich zu sein, musste festellen, dass die örtlich/kulturellen Unterschiede nicht zu verachten sind. Coca-Cola stimmt mittlerweile die Werbung auf regionale Unterschiede ab.
Das Resultat ist der jedem bekannte weltweite Erfolg des Unternehmens.
Natürlich muss auch Deutschland sich mit diesen Tatsachen beschäftigen, immerhin gelten die Deutschen als „Exportweltmeister“, der Export stieg von Jahr 2000 bis 2006 um 300 Mrd. Euro. (Gesamter Export Umsatz 2006
1.133 Trillion Dollar²)
Sollte sich Deutschland nicht den Gegebenheiten der Globalisierung anpassen, so werden die Absatzmärkte im Ausland verloren gehen.
²Quelle:
http://www.konsulate.de/zahlen_und_fakten/daten_und_fakten_deutschland.php
Lars van der Heyden
Kommentar,Johannes Hausmann
Richtig! Und es sollte auch nicht vergessen werden, dass nicht nur die Exporte Deutschlands steigen, sondern auch die Importe. Wenn Deutschland also zukünftig weiterhin Überschüsse erwirtschaften will, muss diese Abhängigkeit Deutschlands von den Importen durch angepasste und erfolgreiche Exportpolitik ausgeglichen werden. Eine große Herausforderung!!
Das Erfolgsmodell vom Global Player
Heutzutage muss man die Welt zum Dorf machen. Das meinte auch Herr Schrempp, seines Zeichens Ex-Chef von DaimlerChrysler. Er hatte nämlich diesen schönen Traum von der Welt AG, den er mit Daimler Benz verwirklichen wollte. Er suchte sich ein günstiges, ausländisches Automobilunternehmen, welches sich mit seiner Firma vereint. Dieses Unternehmen fand der werte Herr in dem US-Konzern Chrysler. Weitere Käufe wurden auch in Asien getätigt (Mitsubishi).
Der durchschlagende Erfolg machte sich schnell auch an der Börse bemerkbar:
Die Kurse haben sich quasi halbiert.
Daran sieht man, dass Herr Ghemawat mit seiner These, dass die Welt doch kein globales Dorf ist, recht hatte. Zwar ist Deutschland Export-Weltmeister, aber dies ist zugleich auch die Achillesferse. Denn eine Finanzkrise wirkt sich gerade auf Deutschland dramatisch aus, da der Absatz fehlt. Wer sich dann noch wie Herr Schrempp mit Zukäufen verspekuliert, der hat Pech.
Sebastian
Opel
Im Zusammenhang mit der Autoindustrie,sollte man evtl. auch mal einen Blick auf die Probleme von Opel werfen. Opel ist aufgrund eines systematischen Mittelabzugs seines Mutterkonzerns, der selbst in Schwierigkeiten steckt, in eine Schieflage geraten. Opel hat sich mit der Bitte um Hilfe an Frau Merkel gewannt, denn um aus dieser Lage wieder hinauszukommen, benötigt Opel eine Bürgschaft über ca. eine Milliarde Euro, um auch dann noch kreditwürdig zu sein, wenn GM Insolvenz anmeldet.
Das Problem ist nur, dass Opel eine 100%ige US-Tochter ist, allerdings 100.000 Arbeitsplätze in Deutschland, bei einer Insolvenz von Opel, auf dem Spiel stehen würden.
Opel wurde nun schon von mehreren Seiten Unterstützung zugesagt.
An diesem Beispiel sieht man, wozu Globalisierung führen kann.
In den USA geht GM evtl. Pleite und in Deutschland stehen 100.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Aus Berlin hieß es zu diesem Them : "Der Exportweltmeister Deutschland würde den größten Schaden davontragen, wenn der freie Welthandel in eine neue, protektonische Ordnung überführt werde, in der die Freiheit des Konsumenten an Zollgrenzen endet."
Quelle: Pyrmonter Nachrichten vom 18.11.2008
Mariel
Phönix Contact hat das Prinzip verstanden...
Nach der Theorie, dass die Welt nicht flach und kein globales Dorf ist, von Ghemawat
hat Phönix sich scheinbar auf vernünftige und richtige Art und Weise "globalisiert".
Natürlich versucht das Unternehmen weltweit erfolgreich zu sein, der Absatzmarkt vergrößert sich und damit steigt der Umsatz.
Das "äußere Bild" von Phönix soll natürlich bewahrt werden, es geht hierbei um den Wiedererkennungswert der Firma auch im Ausland, aber im Unterschied zu dem angeführten Beispiel Wal-Mart, hat Phönix in den verschiedensten Ländern Niederlassungen, mit denen es Phönix möglich wird auch auf kulturelle Unterschiede der Länder einzugehen und acht zu geben.
Der eventuelle Mehraufwand rentiert sich jedoch.
Dies ist sowohl daran zu erkennen, dass Phönix immer weiter wächst und seinen Umsatz auf mitlerweile über 1 Mrd Euro gesteigert hat.
Ich denke dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass das Prinzip der Angleichung an die jeweiligen Absatzmärkte Erfolg hat und dass Ghemawat absolut Recht hat mit seiner Einschätzung.
Dominik Witt
Franchiseunternehmen, der Weg zur lokalen Globalisierung?
„Think global, act local“. Um diesem Leitsatz gerecht zu werden, setzen immer mehr Unternehmen auf das Franchise-Konzept.
Beim Franchising stellt ein Franchisegeber einem Franchisenehmer die (regionale) Nutzung eines Geschäftskonzeptes (Markennamen, Lizenzrechte, Produkte, Verkaufsstrategien…) zur Verfügung.
Hierbei ist vertraglich festgelegt, dass der Franchisenehmer einen bestimmten Anteil seiner Einnahmen (bis zu 25%) dem Franchisegeber überlassen muss. Zudem müssen auch die teuren einheitlichen Maschinen, Möbel und Rohstoffe beim Franchisegeber gekauft werden.
Franchiseunternehmen lassen sich in nahezu allen Branchen finden. Bekannte Beispiele sind unter anderem: Die Hotelgruppe Accor, Coca-Cola, Mcdonald’s, Subway, Back-Factory, Freenet, 0², Schülerhilfe, Yves Rocher, usw.
Die Vorteile des Franchisings sind offensichtlich, jede Filiale hat einen lokalen Geschäftsführer, der das Unternehmen global vertritt, sich aber trotzdem den individuellen lokalen Gegebenheiten anpassen kann.
Anders als bei globalen Firmen mit Tochtergesellschaften, wie z.B. Phoenix Contact, die ein aufwändiges Filialsystem haben, trägt der Geschäftsführer einer Franchise-Filiale die alleinige unternehmerische Verantwortung für seine Filiale.
Ist die Standortwahl schlecht, oder die lokale Kundschaft nicht an dem jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung interessiert, muss der Franchisenehmer diese Probleme allein bewältigen.
Franchisegeber und Franchisenehmer gehören zwar vertraglich zusammen, unterstützt werden einzelne Filialen deshalb jedoch nicht. Was zählt ist der Profit!
Wie Ghemawats in seinem Interview berichtet, ist es wichtig auf die Unterschiede vor Ort einzugehen und nicht einfach zu versuchen ein global-einheitliches Konzept überall durchzusetzen, als wäre die Welt ein flaches globales Dorf.
Die Idee, viele lokale Vertreter für ein globales Unternehmen zu haben ist, meiner Meinung nach gut, allerdings sollte dies durch Tochtergesellschaften mit Erfahrungsaustausch, Unterstützung durch das Hauptunternehmen und durch ein geregeltes Filialsystem passieren, nicht durch Franchiseunternehmen, die ihre Arbeitnehmer im Stich lassen und nur auf ihren eigenen Verdienst bedacht sind, ohne sich über langfristige Konsequenzen, wie z.B. den Verlust des guten Rufs oder der Qualität, Gedanken zu machen!
Quelle:
http://www.franchisedirekt.com/
Irina Hagemeier
Unternehmen Erde
Viele Unternehmen agieren heutzutage weltweit. Dies birgt auch einige Herausforderungen, die es zu meister gilt. Zu nennen wäre hier, die Expansion und Anpassung der Global Player an den entsprechenden Weltmarkt. Die Theorie, die ganze Welt sei ein Dorf geworden und eine Umstellung des Product Placements und des Marketings wäre nicht von nöten, widerlegt Ghemawats durch seine Ausführungen deutlichst.
Er verlangt geradezu eine Umstellung und Anpassung an den jeweiligen,zu belieferden Absatzmarkt. Hier führt Ghemawats einige anschauliche Beispiele an. So hat beispielsweise COCA COLA seine Strategie, nach anfänglichen Schwierigkeiten, dem europäischen Markt angepasst.
Andere waren hier weniger erfolgreich. So musste sich WALL MART wegen mangelnder Anpassungsfähigkeit aus dem europäischen Markt zurückziehen.
Dies hätte nach Ghemawats nur durch die Übernahme und Eingliederung der jeweils heimischen Bedürfnisse in die eigene Firmenstrategie vermieden werden können.
Wir können Ghemawats nur zustimmen. Zwar nähern sich Kulturen und Lebenseinstellungen weltweit an, jedoch sind sie nicht kongruent. Daraus folgern auch wir, dass eine Angleichung des jeweiligen Produktes an den lokalen Markt unabdingbar ist.
Joscha Retzlaff, Pascal Neumann
Millionenverluste durch falsches Verhalten aufgrund fehlender Marktforschung
Das Thema Globalisierung findet bei größeren Betrieben, die eine Gewinnmaximierung anstreben, immer häufiger Zuspruch. Als Globalisierung wird eine Vergrößerung des Absatzmarktes gesehen, mit einer guten Chance auf Erhöhung des Kapitals und Verbreitung der eigenen Marke und Produkte.
Viele Firmen waren so fasziniert davon, dass sie mehr oder weniger unüberlegt, sich auf eine Globalisierung einließen. Die Bedingungen waren gut: Einfache weltweite Kommunikation, problemlose Güterverteilung (weltweite Verschiffung) und ein großer Absatzmarkt, der die Produkt noch nicht kannte.
Doch ohne Anpassung an die Kulturen, das Kaufverhalten und das Beachten nationaler Regeln, derjenigen Länder, in die man exportieren will, ist das nicht so einfach möglich.
Viele Millionen (Geld) wurden von den Großunternehmen verschwendet, weil Kunden die Produkte nicht kauften, da eine Marktforschung fehlte.
Die Kunden und ihre Wünsche sind in jedem Land unterschiedlich. Sie akzeptieren neue Produkte auf längere Zeit nicht, die nicht perfekt auf sie zugeschnitten sind. Was nützt einem Engländer ein Auto, wenn das Lenkrad auf der linken Seite ist. Das wäre eher umständlich, also greift er lieber zu Autos, die das Lenkrad auf der rechten Seite haben, weil es besser an das Land angepasst ist.
Bis die Unternehmen, die blind von der Globalisierung geträumt haben und dachten, dass die Welt gleich sein, gemerkt haben, dass sie Schwierigkeiten haben, ihre Produkte in dem Land los zu werden, verloren sie eine Menge an Geld und somit Kapital. So wurde das Unternehmen, was sich vergrößern wollte, Schwächer und ärmer.
Die Welt lässt sich nicht gleichschalten, die Menschen ändern nicht ihr Verhalten und vernachlässigen ihre Kultur und ihre Regeln nicht. Warum soll man was ändern, wenn man mit dem vorhandenen doch im Großen und Ganzen zufrieden ist und was sich bewährt hat.
Anstatt einer möglichst schnellen Teilnahme an der Globalisierung, hätte man sich mehr mit Marktforschung beschäftigen sollen. Wenn die Großunternehmen ihre Produkte exportieren und auf einem für sie noch unbekannten Absatzmarkt verkaufen wollen, müssen sie ihre Produkte für jedes Land individuell anpassen. Darauf müssen sie besonders achten und vorher ausprobieren, ob es den Kunden gefällt und ob es für sie nutzbar ist. Gleichschaltung funktioniert nicht, es ist eine spezielle Anpassung erforderlich um einen erfolgreiche Absatz der Produkte zu erreichen. Viele Global Player haben dies erkannt und haben (nachträglich) sich an die Kunden angepasst. Manche haben das nicht beachtet und sind mehr oder weniger sehr gescheitert.
Deswegen kann es auch nicht zu einer Amerikanisierung kommen, denn einerseits exportieren nicht nur die USA Produkte in die ganzen Welt, sondern auch viele andere Staaten. Die Kunden passen sich nicht an die Konzerne an, sonder sie Konzerne müssen sich an die Kunden anpassen. Demzufolge wird unsere Welt etwas globaler, wie man es an z. B. McDonaldsfilialen sieht, aber die eigentlichen Kulturen bleiben erhalten.
Doch wer ist schuld? Hätte man nicht doch eher nur national handeln sollen?
Der Publizist Tom Friedman hat sicherlich einige der Großunternehmen zu einer Globalisierung ihrer Firma überredet bzw. dazu überzeugt, indem er die Welt als kleines globales Dorf bezeichnet hat. Heutzutage ist es längst nicht mehr so schwierig die Produkte in die ganze Welt zu exportieren wie früher. Auch verspricht ein größerer Absatzmarkt größere Erfolge. Es gibt noch Millionen von neuen Kunden, die man erwerben könnte. So wäre eine Kapitalmaximierung ohne Probleme möglich. Doch das wäre ja auch zu einfach gewesen, oder nicht?
Einen ganz wichtigen Punkt hat Friedman nicht beachtet: Jedes Land und jede Kultur ist anders. Jedes Produkt, welches man weltweit vermarkten und verkaufen will, benötigt für jedes Land eine individuelle Anpassung. Das hat Professor Ghemawat erkannt. Ohne Anpassung- kein Erfolg. Wenn man dieses beachtet, ist ein weltweiter Export seiner Produkte möglich, und man kann seinen nationalen Absatzmarkt vergrößern. Man kann dann auch Erfolg mit der Globalisierung haben.
Philip