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Globalisierung2008 / Finanzmärkte 3

Zusatzkurs SOZIALWISSENSCHAFTEN 13d - 2008


Die verscheidenen Modelle der Finanzkrisen am Beispiel erläutert

Schon seid Beginn des 19. Jahrhunderts fanden vermehrt finanzielle Krisen, wenn auch zunächst auf lokaler Ebene, statt. Mit der Errichtng eines überregionalen modernen Finanzsystemes im 20. Jahrhundert wuchsen auch die Dimensionen der potentiellen Finanzkrisen. Man unterscheidet Finanzkrisen im wesentlichen unter zwei Untergruppen:

1. Zunächst haben wir die Bankenkrise. Diese kann die Schädiging der Volkswirtschaft eines Staates, aber auch negative Auswirkungen auf der interntionalen Ebene, beschreiben, welche auf finanzielle Probleme einzelner Kriditinstitute zurückzuführen sind.

Durch sog. Fehlinvestitionen und Verspekulationen der Institute verliert das Bankensystem an Vertrauen und löst somit eine Kettenreaktion aus, welche andere Banken und deren Gläubiger mit in die finanzielle Krise zieht.

Anhand aktueller Präsens eines solchen Falles kann dieses Modell erklärt werden. Im Fühjahr 2007 begann die Subprimekrise. Sie steht für eine Reihe weltweiter Verluste und Insolvenzen zahlreicher Unternehmen der Finanzbranche.

Begonnen hat alles damit, dass aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sich auch mittelständige US-Bürger sich überlegten ein Haus mit Hilfe eines Kredites zu Kaufen. In Anbetracht der Quantität dieses Vorgehens, welches die Preissteigerung von Immobilien bewirkte, und somit auch die Immobilie als Kreditsicherheit aufwertete, musste es zwangsläufig zu Spekulationsdifferenzen kommen.

Viele der mittelklassigen Schuldner hatte nicht bedacht, dass die Steigerung des Immobilienwertes auch die Steigerung des Zinniveaus bedeutete. Viele der Schuldner konnten dementsprechend den Zahlungen nicht mehr nachkommen.Der Verkauf der Häuser führt zur Senkung der Preise und somit auch den Marktwert der Kreditpakete. Es kommt zum Crash. Diesen Crash bekommt auch die BRD zu spüren. Viele innerländische Banken haben auf die gleiche Art und Weise Investments getätigt und gehen zT. dadurch sogar insolvent. Diese Kettenreaktion schädigt nicht nur die Banken, sondern auch die Bevölkerung. Arbeitsplätze gehen verloren, Betriebe, wie zum Beispiel in der Automobilbranche BMW, mussten die Produktion stoppen und diverse Rettungspakete von staatlicher Seite werden zur Unterstützung für die stabilität der deutschen Banken von Steuergeldern bezahlt, um einen totalen Crash zu vermeiden.

Die Auswirkungen von Fehleinschätzungen in der Finanzbranche sind verheerend und können die Weltwirtschaft langfristig beeinträchtigen.

2. Das zweite Modell der Finanzkrisen ist die Währungskrise. Sie entsteht durch eine plötzlich starke Abwertung einer Wärung oder durch die Instabilität eines festen Wechselkurses zu einer anderen Währung oder zum Gold. Beispiel für diese Art der Krise war die Asienkrise 1997.

Aufgrund der liberalisierung der Finanzsektoren asiatischer Staaten entstand in den neunziger Jahren ein Kreditboom in Asien. Von dem auf Kredite basierenden Geld wurden vermehrt Aktien und Immobilien gekauft. Somit stiegen die Aktien und Immobilienpreise zum Teil auf das Vierfache an. Mit der Annahme gute Sicherheiten zu besitzen nahmen die asiatischen Banken neue Kredite auf, um erneut in Aktien und Immobilien zu investieren. Es entstand eine Investitionsblase, auch " spekulative Blase" genannt. Ende 1997 lag der Anteil, der besicherten Kredite in einigen Staaten zwischen 25 und 40 %. Zu hoch, um bei einem eventuellen Börsentief beim Aktien und Immobilienmarkt stand halten zu können, denn es wurde nicht an eine Absicherung durch eine starke Fremdwährung gedacht.

Die Vergabe der Kredite wurde meistens in Yen oder in US-Dollar mit kurzen Laufzeiten und bei innländischen Kreditnehmern meistens mit innländischer Währung duchgeführt. Von 1985 bis 1995 stand der Dollar/Yen-Kurs zu gunsten der Asiaten. Der Yen war gegenüber dem US-Dollar die stärkere Währung. 1995 kehrte dieser Trend um und der Yen verlor an Wert.

Viele asiatische Staaten waren nicht mehr in der Lage wettbewerbsfähig zu sein und mussten einbußen von gravierenden Handelsbilanzdefiziten in Kauf nehmen. An der Asienkriese sieht man nun ganz deutlich, dass akkumulierte Investitionen, die nicht in vielfältiger Weise durch mehrer Währungen abgesichert sind, für eine ganze Wirtschaftsregion den totalen Zusammenbruch bedeuten kann.

Für interessierte: http://www.diplom.de/db_jungekarriere_2008/diplomarbeiten9922.html

Jonas W.