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Globalisierung2008 / Fastfood

Zusatzkurs SOZIALWISSENSCHAFTEN 13d - 2008


Fast Food – im Allgemeinen

Gründe für den häufigen Fast Food Konsum:

  • 1. Singles, die nicht für sich alleine kochen möchten.
  • 2. Berufstätige, die wenig Zeit haben
  • 3. unkomplizierte Essweise, wie z.B. mit den Fingern oder im Stehen
  • 4. kurze Zubereitungszeit
  • 5. schnelle Sättigung

Wir alle kennen dieses Phänomen, denken wir nur an die schnelle 5-Minuten Terrine in der siebten Stunde…

Gehen wir nun davon aus, dass die Nachfrage an Fast Food steigt, dann werden wir wohl ein immer wachsendes Sortiment bekommen und keiner wird mehr Zeit dafür verschwenden am Herd zu stehen und einen Braten und Gemüse zu kochen, dann werden wir uns alle ungesund ernähren und unsere Leistungsfähigkeit sinkt.

Die Politik und auch die Medien sehen dieses Problem und nehmen es als Anlass neue TV - Sendungen zu starten, wie zum Beispiel der Sender RTL2- mit der Serie „Liebling, wir bringen die Kinder um!“ oder „Besser Essen“ auf Pro7, um die Menschheit vor „Verfettung“ zu bewahren und sie auf gesunde Ernährung hinzuweisen. Ein anderes Mittel sind die Kochsendungen im Fernsehen, die zeigen, dass man auch in kurzer Zeit eine gesunde Mahlzeit zubereiten kann.

Madeleine

Viele große Konzerne haben ihren Ursprung in den USA und sind im Verlauf der Globalisierung in nahezu alle Teile der Welt expandiert. Beispielhaft dafür sind der Sportartikelhersteller „Nike“, die Getränkemarke „Coca Cola“ und die wohl wichtigste Fastfood-Kette überhaupt – „McDonalds“. Der Konsum dieser Markengüter hat einen hohen Stellenwert im Leben vieler Menschen und ist kultureller Ausdruck, sodass beispielweise „Essengehen bei McDonalds“ den „ American Way Of Life“ repräsentiert. Beispielsweise kursiert der „McDonalds-Rap“ im Internet.

McDonalds

Die erste McDonalds -Filiale entstand 1940 in Kalifornien. In den 70er Jahren expandierte der Konzern nach Westeuropa, z.B. nach Deutschland, Frankreich, oder in die Schweiz, in englischsprachige Gebiete, wie Australien, Neuseeland, oder Großbritannien, aber auch in wirtschaftsstarke Länder, wie Japan und Singapur. Bis zum Jahr 1990 entstanden in nahezu allen westeuropäischen und lateinamerikanischen Ländern McDonalds-Filialen. Schließlich eroberte das Unternehmen auch den Markt in Asien, Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika.

Karte von den Eröffnungen der Filialen:

Da der Konzern in enormer Weise expandierte und sich in Folge dessen das Konsumverhalten der Bevölkerung änderte, einheitlich wurde und lokale Traditionen nach und nach verdrängt wurden, steht „McDonalds“ oft in der Kritik des Globalisierungsdiskurses. Es wird bemängelt, dass so die Gewohnheiten westlicher Kulturen regionale Traditionen und Bräuche und so die Vielfalt überlagern. Durch die „McDonaldisierung“ (George Ritzer) entsteht eine Einheitskultur, sodass der Konzern stellvertretend für diese negativen Resultate wirtschaftsorientierter Prozesse der Globalisierung steht.

Weitere Kritik am Unternehmen kommt von Seiten der Umwelt – und Verbraucherschützer, die ihm Ausbeutung, Kinderarbeit und Boykottierung von Gewerkschaftsbildung vorwerfen.

Auf der anderen Seite wird das Phänomen der „McDonaldisierung“ und der mit ihr verbundenen Vereinheitlichung unterschiedlicher Kulturen, auch positiv gesehen. Standardisierungs – und Vereinheitlichungsprozesse führen zu einer Verschmelzung der Kulturen und so auch einer kulturellen Konvergenz (das Auftreten gleicher Kulturerscheinungen bei unabhängig voneinander lebenden Völkern). Das Unternehmen „McDonalds“ passt seine Produkte sogar an die individuellen Besonderheiten der Kulturen an, sodass beispielweise in Israel nur koscheres Essen angeboten wird und die Filialen am Sabbat geschlossen werden.

Die weltweit etwa 32.000 Niederlassungen in über 100 Staaten, verzeichneten im Jahr 2005 einen Umsatz von über 20 Milliarden Euro (Gewinn ca. 2,6 Milliarden Euro).

Annika Andresen


Die Coca-Cola Company, ein internationaler Konzern

Die Coca-Cola Company hat ihren Ursprung im Jahr 1886 in Atlanta. John Pemberton kreierte ein Getränk was er als medizinisch und erfrischen befand. Dieses Getränk nannte er Coca-Cola.

Pemberton und sein Mitarbeiter, Frank Robinson, erstellten das erste Coca-Cola Logo und arbeiteten außerdem an dem ersten Werbeslogan für den Drink. Im ersten Jahr in dem das Produkt verkauft wurde erzielten die beiden keinen großen Gewinn. Pemberton war schwer krank und es war ihm vorbestimmt, dass er den Erfolg des Getränks nicht mehr erleben würde.

Im Jahr 1888 starb John Pemberton und die Firma bzw. das Produkt samt Slogan und Logo wurden an Asa Candler verkauft. Candler, sein Bruder John und Frank Robinson gründeten dann die Coca-Cola Company.

1893 ließ Candler das Getränk als Patent anmelden, welches nur für das Getränk und nicht für den Syrup, aus dem es hergestellt wurde,galt. Die Firma Pepsi stellte damals ein nahezu identisches Getränk her, welches auch zum größten Konkurrenten von "Cola" wurde.

Im Jahr 1882 startete Candler dann eine erste, riesige Werbekampagne. 1894 wurde die erste Firma außerhalb von Atlanta gegründet. Außerdem wurde Cola erstmals in Flaschen abgefüllt.

Das Recht hierfür wurde kurze Zeit später an Benjamin Thomas und Joseph Whitehead of Chattanooga verkauft, da Candler darin keinen großen Erfolg sah. Es entstand ein Franchise System für das Abfüllen des Getränks, da Thomas und Whitehead sich geschäftlich voneinander trennten und jeder für einen anderen Teil des Landes verantwortlich war.

1919 wurde die Firma an Ernest Woodruff verkauft. Mit ihm bzw. seinem Sohn, Robert Woodruff, kam der Erfolg in Übersee. Zum ersten Mal wurde Geld in die Marktforschung investiert und nicht nur in die Abfüllung des Getränks. Demzufolge entstanden neue Werbeslogans.

Während des 2.Weltkriegs stellte Woodruff Cola für jeden U.S Soldaten zur Verfügung, was das Image der Firma hob.Zwischen 1930 und 1936 entstand außerdem eine erste kleine Firma in Deutschland.

Die deutschen durften nahezu alle Zutaten selbst herstellen, nur zwei der Original Zutaten wurden geheim gehalten.Aus den selbst herrgestellten Zutaten erfanden sie Fanta.

Die U.S. Amerikanische Regierung unterstützte die Coca-Cola Company währen des Krieges und so entstanden 64 Firmen außerhalb der USA.

1984 hatte Pepsi die Coca-Cola Company in ihrem Umsatz fast eingeholt und deswegen wurde das Cola Rezept erstmals verändert. Dies endete jedoch nicht im erhofften Erfolg, sondern im Verlust von Kunden. Daraufhin wurde das Rezept schnell wieder auf das ursprüngliche abgeändert und unter einem anderen Namen, Coca-Cola Classic, verkauft.

Heute ist die Firma Marktführer im Bereich Softdrinks. Die unterschiedlichen Getränke werden in den USA und international hergestellt. 80% des Gewinns liefern die internationalen Standorte. Der Umsatz im Jahr 2007 betrug 28,857 Milliarden US-Dollar, der durch die Arbeit von 90.500 Angestellten erwirtschaftet wurde. Die Firma wirbt durch Sponsoring von größeren Events, zum Beispiel der olympischen Sommerspiele in Atlanta, auch bekannt als Coca-Cola Sommerspiele. Anna-Lea