Ausarbeitungen und Informationen im Themenfeld "Globalisierung"
Eike
Niedriglohnländer gegen "Made in Germany"
Im Zuge der Globalisierung versuchen immer mehr Unternehmen kostengünstiger zu produzieren um konkurrenzfähig zu bleiben, wodurch es vielfach zur wirtschaftlichen Expansionen kommt. Werden Produkte eines Unternehmens dann im Ausland hergestellt und wird ein großer Teil des Bruttosozialprodukts mithilfe von niedrig entlohnten Arbeitskräften erbracht, so nennt man dieses für das Unternehmen produzierende Land ein Niedriglohnland beziehungsweise ein Billiglohnland. Dabei ist zu beachten, dass in einem Niedriglohnland auch hoch bezahlte Fachkräfte arbeiten, sowie in einem hoch entwickelten Industriestaat, wie Deutschland, genauso Niedriglöhne ausbezahlt werden.
Die Konsequenzen aus der zunehmenden Produktion in Niedriglohnländern sind unter anderem eine wachsende Arbeitslosigkeit in dem Land, in dem das Unternehmen seinen Stammsitz hat, sowie eine große Beschäftigungsanzahl im dazugehörigen Niedriglohnland. Stellt ein Unternehmen seine Produkte jedoch im Heimatland her, also in einem hoch entwickelten Industriestaat, so ist dort erstens die Arbeitslosigkeit niedriger und zweitens die Häufigkeit von Nachahmungen gesenkt.
Im Bezug auf Deutschland erkennen wenige Unternehmen diese Vorteile von der Produktion im Heimatland. Da der Markt wegen der Globalisierung in den letzten Jahren immer größer wurde ist auch so manche Existenz eines Unternehmens gefährdet, was zu Produktionen in Niedriglohnländern führt. Doch einige Unternehmen stellen sich den Problemen auf dem Markt und versuchen trotz der Produktion in ihrem Heimatland konkurrenzfähig zu bleiben. Ein solches Unternehmen ist Trigema.
Trigema („Trikotwarenfabrik Gebrüder Mayer“) wurde 1919 von den Brüdern Josef und Eugen Mayer in Burladingen, Baden-Württemberg, gegründet. 1922 trennten sie sich jedoch wieder. Josef Mayer baute sich innerhalb von zwei Jahrzehnten allein mit Eigenkapital sein erfolgreiches Unternehmen in der Textilbranche auf. In der Zeit des Nationalsozialismus gab es auch, wie im restlichen Deutschland, bei Trigema einige Veränderungen. Josef Mayer trat der NSDAP bei. Das Grundstück der jüdischen Familie Levy mit seinem Unternehmen „Mechanische Trikotweberei Hermann Levy“ wurde Mayer zugeschrieben. Jüdische Mitarbeiter gab es aus arischen Gründen keine in seiner Firma, wodurch Mayers Unternehmen viele Aufträge der NSDAP und der Wehrmacht erhielt. In den späten 60-er Jahren, der Zeit der Flower-Power-Bewegung, wurden Textilien von Trigema bei besonders den Jugendlichen immer beliebter. Es entstand eine neue Unternehmensphase, bei der sich der Name „Trigema“ etablierte. Die sonst traditionelle Trikotwarenfabrik wandelte sich in ein Unternehmen für modische Freizeitbekleidung um. Seit 1975 ist Trigema Deutschlands größter T-Shirt-, Sweatshirt- und Tennisbekleidungshersteller.
Aber nicht aus gründen seiner Geschichte ist dieses Unternehmen in den letzten Jahren in den Vordergrund getreten. Seitdem viele Unternehmen in Deutschland wegen der Globalisierung in Niedriglohnländern produzieren um marktfähig zu bleiben, hat sich Wolfgang Grupp, der alleinige persönlich haftende Inhaber und Geschäftsführer, gegen diesen Strom entschieden. Er produziert ausschließlich in Deutschland, in Burladingen sowie in den beiden Zweigswerken in Altshausen und Rangendingen. Sein Unternehmen ist ein „vierstufiges Textilunternehmen“, das sich durch die Stoffherstellung, die Ausrüstung, die Druckerei und Stickerei sowie die Zuschneiderei und Konfektion innerhalb des Unternehmens darstellt. Alle Rohstoffe kommen dabei ausschließlich aus der EU.
Seit 30 Jahren gibt es bei Trigema weder Kurzarbeit noch Entlassungen wegen Arbeitsmangel. Die 1200 Mitarbeiter, die dieses Unternehmen zählt, haben eine laut Grupp selbstverständliche Arbeitsplatzgarantie. Diese besagt, dass jedem Kind der Mitarbeiter von Trigema ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz nach dem Schulabschluss bereit steht. Und diese Arbeitsplatzgarantie wird dem Inhaber und Geschäftsführer Grupp hoch angerechnet, da dies in unserer heutigen Gesellschaft mit den Produktionen in Niedriglohnländern keine Selbstverständlichkeit mehr ist.
Publik wurde das Unternehmen in den letzten Jahren auch durch seine Werbespots vor der Tagesschau. In denen stellt ein sprechender Schimpanse Trigema vor und Grupp verweist die Zuschauer auf seine Arbeitsplatzgarantie. Auch der Profifußball wird von Trigema gesponsert. So zierte die blau-weiß-rote Schwinge unter anderem die Trikots vom Karlsruher SC, vom VfL Bochum, vom 1. FC Nürnberg, von Hertha BSC, von Werder Bremen, von FC Schalke 04, vom 1. FC Kaiserslautern und vom KFC Uerdingen 05.
Trotz der Globalisierung und der Herstellung von Produkten in Niedriglohnländern macht Trigema weiter Gewinne. Im September 2006 ergab sich ein Umsatz von 80 Millionen Euro.
Nicole Engel
Planspiel Börse – Einmal anders betrachtet
In den vergangenen Wochen spielte das Thema „Planspiel Börse“ eine wichtige Rolle an unserer Schule. Es nahmen 23 Gruppen teil und neun davon aus der Jahrgangstufe 13. Das Planspiel ist ein europaweites von der Sparkasse organisiertes Planspiel. Das Ziel besteht darin Schülern die Funktionsweise der Börse näher zu bringen und erste Einblicke in die Aktienwelt zu ermöglichen.
Zu Beginn des Börsenspiels stehen jedem Team 50.000€ fiktives Startkapital zur Verfügung welches in unterschiedliche variierende Wertpapiere angelegt werden kann. Ziel des Spiels ist es, so viel Geld wie möglich mit dem Wertpapierhandel zu verdienen. Dabei gelten die realen Wertpapierkurse der Börse, die zweimal täglich aktualisiert werden. Die Teams dürfen Wertpapiere im Rahmen ihres Kapitals kaufen und beliebig weiterverkaufen.
Jedes Jahr ab Anfang Oktober beginnt das Planspiel und endet Mitte Dezember und so war es auch in diesem Jahr. Als Außenstehender beobachtete ich, wie meine Mitschüler in den Bann der Börse gezogen wurden. Voller Eifer und dem Bestreben nach großen Gewinnen blieb kaum die Zeit für den normalen Unterricht. Jede freie Minute wurde dafür geopfert im Internet nach den aktuellen Börsenständen zu recherchieren und somit gewinn bringende Wertpapiere zu kaufen und verkaufen. Zunächst verzeichneten fast alle Akteure positive Bilanzen und waren erfreut über ihre Gewinne. Doch wie so oft kommt der Hochmut vor dem Fall und so war es auch beim Planspiel. Viele der Wertpapiere verloren über die Zeit ihren Wert und somit mussten die einzelnen Akteure hohe Einbussen verzeichnen. Dies wirkte sich natürlich auch dementsprechend auf die Stimmung der Akteure aus. Einzelne nahmen dies gelassen und versuchten das Beste daraus zu machen, andere wiederum merkten schnell, wie das Angergement nach und nach sank und keine neue Hoffnung schöpfen konnte.
Leider nahm das Desinteresse mit der Zeit zu. Viele der Gruppen aus unserer Stufe waren so deprimiert das sie jegliche Lust am Planspiel verloren und keine Initiative mehr zeigten.
Ein Aspekt der zu dieser negativen Einstellung führte lies sich darauf zurückführen das man nur in 175 Wertpapiere investieren kann. Dies scheint zwar auf den ersten Blick eine große Variabilität zu sein ist aber dennoch zu wenig und entspricht nicht der richtigen Börse.
Des Weiteren gab es große Kritik im Bezug auf die Aktualisierung, die nur zweimal täglich ausgeübt wurde und dementsprechend nicht aktuelle Werte, der richtigen Börse, liefern konnte.
Abschließend kann man sagen, dass diese Aspekte der Auslöser für das Desinteresse waren.
Meine persönliche Einstellung zu dem „Planspiel Börse“ ist sehr positiv, da es Möglichkeiten bietet die Funktionsweise der Börse näher zu bringen, sowohl als auch erste Einblicke in die Aktienwelt zu ermöglichen. Sicherlich wäre das Interesse positiver ausgefallen hätten die einzelnen Akteure einen höheren Umsatz mit ihren Wertpapieren verzeichnet. Doch dies ist nicht immer leicht, wie man auch in der richtigen Börsenwelt erfahren muss.
Stefan Blum
Mehr direkte Demokratie wagen – im Internet
Viel wird diskutiert in der heutigen Zeit. Es sind zum Teil hitzige Debatten, die sich um die verschiedensten Themen drehen. Manchmal geht es „nur“ um die lokale Einrichtung einer neuen Schule, manchmal darum die ganze Welt vor einem drohenden Klimawandel zu retten.
Die Ergebnisse und Verhandlungen der Politik sind oftmals verworren und schwer nachvollziehbar und fast alle politischen Debatten – ob nun lokal oder global – haben eins gemeinsam; der Bürger hat das Gefühl machtlos zusehen zu müssen, wie „die da oben“ „irgendwas“ entscheiden.
Politik allerdings soll, wie der Name („polis“ – Viele, Volk, Stadt) verrät, für das und in der ursprünglichen Idee der Demokratie mit dem Volk gemacht werden. In vielen Situationen ist eine straffe, legitimierte Führung mit umfassenden Rechten sicherlich notwendig, um flexibel und zeitnah reagieren zu können, wie z.B. im aktuellen Beispiel der Finanzkrise und auch die technischen und organisatorischen Möglichkeiten setzen hier Grenzen. Allerdings sind es genau diese technischen bzw. organisatorischen Grenzen eines Mehr an Basisdemokratie, die so nicht (mehr) bestehen und die im letzten Jahrzehnt klar ausgedehnt wurden.
Denn das Internet zog ein in die deutschen Haushalte und mit ihm die theoretische Möglichkeit für jeden einzelnen sich der ganzen Welt mitzuteilen und seine Meinungen global zu vertreten.
Im September 2008 hatten nach einer Studie der Forschungsgruppe „Wahlen online“ 70% aller Menschen ab 18 Jahren in Deutschland einen eignen Internetzugang.
Die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl war mit 77% nur unwesentlich höher.
Natürlich sind diese Zahlen nicht direkt vergleichbar, sie zeigen allerdings, dass, wenn man die immer noch steigende Anzahl der Internetnutzer in Deutschland für Online-Partizipation an politischen Debatten und Entscheidungen mobilisieren kann, Meinungsbilder entstehen können, die Quoten von Landtagswahlen (65% Wahlbeteiligung) oder Europawahlen (nur 43% Wahlbeteiligung) in nichts nachstehen.
Im Folgenden möchte ich kurz die Situation betreffend die politische Partizipation im Internet und das bpb- Projekt „Wahl-o-mat“ vorstellen und mögliche Perspektiven nennen, um dann passend zum Thema „Globalisierung“ eine die ganze Welt betreffende Idee von „mehr Demokratie durch das Internet“ vorzustellen, die zugegebenermaßen äußerst idealistisch ist.
Die Situation in Deutschland
Immer öfter hört man die Forderung nach Volksabstimmungen und abgesehen davon, dass diese vielleicht politisch nicht unbedingt gewollt sind, wird oftmals das Argument eines immensen organisatorischen Aufwands gegen diese Abstimmungen ins Spiel gebracht. Zwar würde die Möglichkeit einer Online-Abstimmung die Einrichtung von „normalen“ Wahlstellen nicht unnötig machen, aber es können Bevölkerungsteile erreicht und für Abstimmungen mobilisiert werden, die normalerweise eher nicht an Wahlen teilnehmen oder keine Zeit haben, also vor allem junge Menschen. In der Schweiz, wo es traditionsgemäß viele Volksabstimmungen gibt, wurde ein I-Voting-System, bei dem per Internet und SMS abgestimmt werden konnte, erfolgreich getestet. Und auch in Estland fand die erste Kommunalwahl in Europa auch im Internet statt (Internetwahlbeteiligung 20%).
Natürlich bringen solche Internet basierten Verfahren auch Probleme und Risiken mit sich. So ist vor allem die Manipulierbarkeit von digitalen Systemen ein nicht auszuschließender Risikofaktor. Allerdings ist dies auch bei „normalen Wahlen und Abstimmungen“ nicht von der Hand zu weisen. Insgesamt kann man das so genannte I-Voting also als Ergänzung zum „normalen Verfahren“ und dementsprechend als gewinnbringend, da Wähler mobilisierend, bezeichnen.
In diesem Zusammenhang sei auch noch auf die Website www.wahl-o-mat.de der Bundeszentrale für politische Bildung hingewiesen, auf der man sich zu jeder anstehenden Wahl die Positionen aller teilnehmenden Parteien anschauen und vergleichen kann. Auch unter bestimmten Begriffen kann man suchen, so z.B. Bildungspolitik und dann die Positionen im direkten Vergleich sehen. An dieser Stelle sollte eine vermehrte Unterstützung der Bundes- und Landesregierungen hinsichtlich Werbung und Bekanntmachung geleistet werden, um solche „Tools“ der Beschäftigung mit politischen Themen breiteren Bevölkerungsanteilen bekannt zu machen.
Die globale Situation
Krisen haben heute, anders als noch vor 100 oder auch 50 Jahren meistens globale Auswirkungen (siehe z.B. Finanzkrise). Globale Auswirkungen erfordern aber auch globales, internationales und gemeinsames Handeln. Für diese Fälle haben Politiker vergangener Zeiten grundsätzlich vorgesorgt und uns die UNO geschaffen. Eine Zusammenkunft (fast) aller Länder dieser Welt zum Zwecke der gemeinsamen Abstimmung über globale Fragen. Die Zahnlosigkeit dieser Organisation hat sich allerdings in den vergangenen Jahrzehnten wiederholt bewiesen (siehe Völkermord in Ruanda, Sudan etc.). Diese Zahnlosigkeit lässt sich vor allem mit den gegensätzlichen Machtinteressen der Mitgliedsländer erklären. Denn die Regierungen schicken (ohne das Volk zu „fragen“) einfach Diplomaten und Vertreter zu den Versammlungen und Verhandlungen, die die oftmals der Bevölkerung entgegen gesetzten Vorstellungen und Ziele der jeweiligen Landesregierungen (auch totalitäre Regime) zu erreichen. Es kann also nur begrenzt von einer UNO für die Weltbevölkerung gesprochen werden.
Auch hier kann man das Internet als große Chance auffassen. Jahrelang wurde an der Struktur der UNO wenig geändert und die UNO wurde bis auf Ausnahmen (z.B. Sonderorganisationen (WHO, WTO)) immer machtloser.
Die einzige wirkliche Reform einer UNO, die langfristig erfolgreich die Welt zu einem besseren Ort machen kann, liegt in einem Wandel zu einer Demokratie die von den Menschen ausgeht. Immer mehr Menschen werden durch das Internet erreicht. Und dieses Potential an Menschen und Meinungen, das in dieser Form und in diesem Umfang niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit an politischen Willensfindungsprozessen teilhaben konnte, kann den Unterschied ausmachen.
Auch wenn es utopisch klingt und die Durchführung unmöglich scheint, so soll doch wenigstens die Idee eine Chance erhalten: „Es muss möglich sein so viele Menschen wie möglich weltweit mit Zugang zum Internet auszustatten, so dass diese die Chance bekommen online wählen zu gehen.“ In dieser Online-Wahl wird dann eine Art Weltparlament bestimmt, welches eine Weltregierung stellt.
Natürlich ist eine solche Online-Wahl höchst problematisch, da sich einige immense Risiken auftun, allerdings wäre sie die einzige Möglichkeit einer für alle Menschen gleichen Wahl, wenn es ein gemeinsames Online-Wahlprogramm geben würde, welches sich der Online-Zensur (problematisch: z.B. China) nicht unterwerfen lässt.
Ein weiteres Problem wäre die immense Manipulationsgefahr, denn es lockt nie gekannte Machtfülle in der „Weltregierung“. Und das allergrößte Problem wäre der gleiche Zugang für alle Menschen zum Internet. Denn im Zweifelsfall wären die reichen Industrienationen bevorzugt, da dort mehr Menschen einen Internetzugang besitzen. Arme dritte Weltländer hingegen haben nur wenige Partizipationsmöglichkeiten. Deswegen sollte ein Fonds unter einer neu zuschaffenden UNO- Sonderbehörde geschaffen werden. Dieser Fonds wird mit umfassenden Geldbeträgen ausgestattet (z.B. aus einer Steuer auf Finanzflüsse) und widmet sich einzig und allein der Förderung von Internetzugängen, einem „perfekten“ Online-Wahlprogramm und der Organisation von weltweiten Wahlen.
Zweifelsohne stellt all dies eine Utopie dar, die unerreichbar scheint. Aber wenn wir uns gemeinsam in diese Richtung bewegen, so befinden wir uns auf dem richtigen Weg zu mehr weltweiter Demokratie, die wirklich von den Weltbürgern kommt.
Christian Kraef
Monopole, Oligopole und Polypole- Die Machtverteilung auf dem Weltmarkt
Hier werden die drei wichtigsten Marktformen auf dem Weltmarkt erläutert.
Das Polypol
Bei den Polypolen wird zwischen homogenen und heterogenen Märkten unterschieden. Das homogene Polypol, auch vollkommener Markt genannt, erscheint hierbei wie der Traum eines jeden Volks- und Betriebswirtes. Es handelt sich um einen theoretischen Markt, der zwar absolute Perfektion vorweist und maximale Gewinne bringt, allerdings auch in der realen Wirtschaft unerreichbare Ausgangsbedingungen erfordert. So bestehen weder persönliche, zeitliche, sachliche noch räumliche Präferenzen. Dies bedeutet, dass keine Firma am Markt aufgrund äußerer Bedingungen, beispielsweise ein ansprechendes Ambiente, flexible Öffnungszeiten, besonderen Service oder eine zentrale Lage in der Innenstadt, im Vor- oder Nachteil sind. Zudem wird eine absolute Markttransparenz garantiert, Angebot und Nachfrage sind perfekt aufeinander Abgestimmt, es sind keine Transaktionskosten oder Steuerpflichten vorhanden und es existieren ausschließlich freiwillige Austauschbeziehungen ohne jeglichen Zwänge.
Es liegt auf der Hand, dass so ein Markt in der Realität unmöglich existieren kann, da zu viele unvorhersehbare Einflüsse auf das Polypol einwirken. Somit sind in der Ökonomie nur sogenannte unvollkommene Märkte vorhanden, die nicht alle Kriterien des homogenen Polypols aufweisen können. Diese werden als heterogene Polypole definiert, die verschiedenen Präferenzen beeinflussen den Markt. Der Aktienhandel und der Devisenmarkt kommen dem vollkommenen Markt am nächsten, da hier die meisten notwendigen Kriterien erfüllt werden. Der Immobilienmarkt hingegen zeigt sich hier als der „unvollkommenste“; dies zeigt sich auch in der momentanen Wirtschaftskrise.
Das Monopol
In Monopolen existiert in einer Marktbranche nur ein einziger Anbieter, der die komplette Zahl der Nachfrager versorgt. Solche Verhältnisse entstehen, sobald nur ein Anbieter über die benötigten Rohstoffe für die angebotenen Güter verfügt, aus rechtlichen Gründen nur ein Anbieter existieren darf (wie z.B. früher das Briefmonopol) oder Anbieter und Nachfrager die Preise für die Güter abstimmen, um so die Konkurrenz auszuschalten. Letzteres wird als Kartellbildung definiert und gilt als illegal.
Viele Menschen denken bei dem Begriff „Monopol“ sofort an den IT-Riesen Microsoft. Im Bereich der Informationstheorie einige konkurrierende Firmen vorhanden (z.B. Linux), allerdings besitzt Microsoft bei der Softwareentwicklung einen enormen technischen Vorsprung, welcher Aufgrund seiner Etablierung auf dem Weltmarkt kaum einholbar ist. Daher wird bei Microsoft von einem Quasi-Monopol gesprochen. Beispiele für Monopole in Deutschland sind die Deutsche Telekom, die Deutsche Lotteriegesellschaft und das Schienennetz der Deutschen Bahn.
Das Oligopol
In der Musikbranche, bei Trinkwasseranbietern und beim Fahrtreppenbau herrschen auf internationaler Ebene Oligopole vor. Es werden also viele Nachfrager nur von einigen wenigen Anbietern bedient. In einer solchen Marktsituation lassen sich diverse typische Verhaltensweisen erkennen, die den Preis der angebotenen Güter bestimm: Entweder wird von den vorherrschenden Marktteilnehmern einer als Preisführer anerkannt, es entsteht zwischen einem der Teilnehmer und den Nachfragern eine illegale Kartellbildung, andere Firmen werden durch aggressives Preisverhalten (z.B. drastische Senkung der Preise) aus dem Markt gedrängt oder der Preis bleibt Konstant, da kein Teilnehmer ein Preissenkung oder –Erhöhung wagt. Für die Nachfrager und den technischen Fortschritt ist es allerdings besonders günstig, sobald ein intensiver Wettbewerb besteht. In diesem Fall sind die Markteilnehmer stets auf neue Innovationen und Entwicklungen angewiesen, um auf dem Markt zu bestehen. In der Projektarbeit „Global Players Musikbranche“ wird das Oligopol an dem Beispiel der Musikbranche noch einmal genau erklärt.
Annika Pellmann
China - Wie die Finanzkrise den Wirtschaftsboom beeinflusst
Durch seinen radikalen Wandel 1978, veränderte Deng Xiaoping zum einen Chinas Wirtschaft, in dem er die Planwirtschaft durch die Marktwirtschaft ablöste und zum anderen durch die Modernisierung der Landwirtschaft und Industrie. So entstanden ab 1980 auch zahlreiche Sonderwirtschaftszonen. Seitdem boomt Chinas Wirtschaft.
Dies sorgt dafür, dass vor allem die Landbevölkerung in Massen in die Städte strömt, um dort in Fabriken, auf Baustellen oder im wachsenden Servicesektor Arbeit zu finden. Die billigen Wanderarbeiter bieten eine gute Grundlage für das rasche Wachstum der VR China. Sie treiben außerdem die Urbanisierung voran.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 11,9% im Jahr 2007 liegt China auf Platz vier der größten Volkswirtschaften und hat somit Großbritannien und Frankreich bereits überholt.
Dieses Wachstum wird durch die derzeitge Finanzkrise stark gedämmt. Viele der Billigfabriken, vor allem im Perlfluss-Delta, mussten schließen oder können ihre Wanderarbeiter seit Monaten nicht mehr bezahlen. Um Unruhen vorzubeugen, zahlt die Regierung in vielen Fällen den ausstehenden Lohn an die Arbeiter, die dann wieder in ihre Dörfer zurückkehren.
Durch die Finanzkrise wurde deutlich, dass China sehr stark von der Weltkonjunktur abhängig ist. Dies liegt daran, dass die Hauptabnehmer der chinesischen Massenproduktion Europa und vor allem die USA sind, die am stärksten von der Finanzkrise betroffen sind. Dadurch, dass sie weniger kaufen, stehen die chinesischen Fabriken still. Die Weltbank vermutet sogar einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 7,5% im Jahr 2009 (für China ist ein Wirtschaftswachstum unter 8% das "magische Minimum" um die soziale Stabilität zu gewährleisten). Dies ist für die VR China ein erheblicher Verlust, da sie seit Jahren ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Zudem werden durch ein schwaches Wachstum Unruhen in der Bevölkerung erwartet.
Um dem entgegen zu wirken, hat der Staat bereits einige Projekte geplant, für die circa 450 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Zum einen soll die Infrastruktur durch den Bau von Brücken und Flughäfen ausgebessert werden. Zum anderen ist der Bau eines neuen Wolkenkratzers geplant, der mit 632 Metern der höchste Turm Chinas werden soll.
Nicole Eickmann
Rekapitulation des Planspiels
Das Planspiel Börse ist ein Angebot der Sparkassen, wo Schüler und Auszubildende erste Erfahrungen mit der Börse und den Geldmärkten sammeln oder erweitern können.
Das Planspiel Börse hat eine Dauer von knapp 10 Wochen, in denen die Wertpapiere gekauft, beobachtet und möglichst gewinnbringend wieder verkauft werden.
An unserer Schule kamen erstaunlich viele Gruppen aus der 13ten Stufe (9 von 23) zusammen und somit entstand auch insgesamt ein reger Informationsaustausch zwischen den Gruppen.
Geheimtipps, Aktien, von denen man die Finger lassen sollte, oder "Spaßkäufe" waren in den Pausen, zumindest in der Anfangszeit, ein sehr beliebtes Thema.
Als das Planspiel dann im Oktober mit 50.000€ Startkapital für jeden begann, konnten viele mit der VW-Aktie große Gewinne erzielen, sofern wieder rechtzeitig verkauft wurde. Andere hingegen konnten mit einem Spaßkauf, wie der "Hypo Estate", kurzzeitig ein durchaus beachtliches Plus verzeichnen. Einen besondere Reiz machte das Planspiel durch die Börsen- und Finanzmarktkrise aus.
Als dann aber die Gewinne ausblieben und der Reiz des Neuen verflogen war, ließ auch die allgemeine Begeisterung nach.
Die Gruppe Rockefeller hat nach ca. 5 Wochen ihren Dienst auf ein Minimum heruntergefahren. Aus dem täglichen Beobachten der Börsenkurse im Internet, in der Zeitung und im TV wurde ein müdes Zappen, während die Börsenkurse im TV erklärt wurden.
Glücksfälle blieben so zwar nicht aus, aber große Sprünge waren nicht mehr drin.
Gründe für dieses aufkommende Desinteresse sind unter anderen die Realitätsferne, die Komplexität, die trotzdem recht hoch war, und der Aufwand, der dafür nötig war. Dies mag jetzt so aussehen, als ob die Gründe im Gegensatz zueinander stehen, doch
die Realitätsferne lässt sich am Beispiel der VW-Aktie deutlich machen. Man kauft bei 320€, zwischenzeitlich steigt die Aktie hoch bis 690€ pro Aktie. Da man erst bei Abrechnung verkaufen kann, besteht das Problem, dass die Gewinne, die eingefahren werden könnten, in Verluste umschwingen, da die Aktie bis zur Abrechnung wieder unter den Kaufpreis fällt. Eine andere Möglichkeit für dieses Problem ist jedoch sicherlich nicht zu finden, ohne eine steigende Komplexität in Kauf zu nehmen. Dieses würde zu einem Zeitaufwand führen, der "nur für das Reinschnuppern" eindeutig zu hoch liegen würde.
Aber nicht nur die Art der Abrechnung ist unrealistisch, auch die Anzahl der Wertpapiere scheint mit 175 recht klein gewählt. Doch hätte man mehr von jenen, würde das den anderen beiden Punkten wieder zur Last fallen.
Katharina Ridder, Tjard Körber und Kevin Kohl
Politisches Globalisierungsprogramm, wie kann dies funktionieren?
Das Thema Globalisierung findet bei größeren Betrieben, die eine Gewinnmaximierung anstreben, immer häufiger Zuspruch. Insbesondere Länder im asiatischen Raum streben dieses Ziel an und befinden sich auf dem aufstrebenden Zweig dieser Branche.
Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer, u.a. „Offshoring“ genannt, ist in letzter Zeit in aller Munde. Nicht nur Deutschland ist von solchen Entwicklungen betroffen sondern auch ganz Europa.
Beschäftigung und Bezahlung ändern sich in einer globalen Welt. Wenn Arbeit fast nach Belieben hin und her verlagert werden kann, entsteht eine weltweite Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Es gibt einen „Wettlauf nach unten“. Regierungen versuchen ihre Länder wirtschaftlich attraktiv zu machen, indem sie soziale Infrastruktur abbauen und die Arbeitsmärkte „flexibilisieren“. Diese Konkurrenz wird durch das weltweite Defizit an Jobs noch geschärft. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind mehr Menschen arbeitslos als je zuvor (188 Millionen weltweit. Dazu kommen die „working poor“, 550 Millionen an der Zahl, die nicht mehr als 1 Dollar pro Tag für ihre Arbeit bekommen).
Die Frage ist, ob ein politisches Globalisierungsprogramm die Lösung für dieses Problem sein kann und wie müsste es aufgebaut sein um zu funktionieren.
Ein Aspekt der sicherlich großen Einfluss hat wäre die Anteilnahme aller Länder an diesem Programm. Würde man nicht auf diesen Aspekt eingehen wäre das Programm zum scheitern verurteilt, da alle Nationen dieser Welt mitagieren müssen.
Eine weitere Voraussetzung müsste eine politische Organisation sein die sich aus Mitgliedern aller Staaten und Nationen zusammensetzt. Zusammenhängend muss man auch berücksichtigen wie viele Vertreter aus einer Nation kommen, da diese unterschiedlich groß sein können.
Des Weiteren müssen alle Nationen dieser Welt einverstanden sein mit den dort festgelegten Vereinbarungen bezüglich Globalisierung, da es sonst zu Disparitäten kommen kann. Dies ist allerdings in der heutigen Zeit ein großes Problem, da die einzelnen Nationen unterschiedlich weit entwickelt sind. Wirtschaftlich schwächere Nationen können somit nicht mit wirtschaftlich starken Nationen mithalten.
Die oben genannten Aspekte sind natürlich nur ein kleiner Ausschnitt von dem was man noch alles berücksichtigen müsste. Man stellt leider fest, dass es sich eher um eine Utopie handelt anstatt eines realisierbaren Vorschlags. Es herrscht ein zu großer Zwiespalt zwischen den einzelnen Nationen um überhaupt annähernd eine Lösung für dieses Problem zu finden.
Stefan Blum
Politisches Globalisierungsprogramm
2008
Bei diesem Globalisierungsprogramm werden die größten Probleme unserer Welt im Jahre 2008 angesprochen und zumindest oberflächliche Lösungen vorgeschlagen.
Die Themen reichen vom Finanzmarkt, sozialen Problemen und Armut bis zur UN.
Beginnen wir mit den Problemen des deutschen Arbeitsmarktes, die sich auch auf viele andere Industrie- und schwellenländer übertragen lassen.
Das zentrale Problem was ich hierzu ansprechen will, ist die Zeit- bzw. Lohnarbeit.
Diese höhlt den Arbeitsmarkt bedeutend stärker aus, als die 1 - € Jobber, die einem guten Grundgedanken folgen.
Diese Form der Arbeit muss nicht abgeschafft aber zumindest reformiert werden. Es kann nicht sein, dass Firmen massenweise Leiharbeiter einstellen um Geld zu sparen und die Arbeiter trotz Arbeit in Armut leben müssen. Um dennoch konkurenzfähig zu bleiben, müssten die Änderungen bestenfalls im Wirtschaftsraum Europa gelten.
Maßnahmen könnten z.B die stark diskutierte Einführung eines Mindestlohns sein. Zudem sollte eine Firma nur einen geringen Anteil ihrer Belegschaft durch Leiharbeiter ersetzten dürfen z.B 80% max. Dies trifft natürlich nur auf Großunternehmen zu, die allerdings auch die Hauptabnehmer von diesen Arbeitskräften darstellen. Für den Mittelstand müsste man sich andere Lösungen überlegen, da es wichtig ist diesen nicht zu schwächen, sondern zu stärken.
Um beim Thema Armut zu bleiben, gilt noch die Urbanisierung zu besprechen.
Die Landflucht wird verstärkt durch die Images, die es über das Land und über Städte gibt, bedingt durch die Medien. Desweiteren sollte man den Föderalismus verstärken und besondern auf die Trennung zwischen Politik und Finanzen achten.
Dies alles is nur ein Tropfen auf den heißen Stein, schaut man sich Megastädte wie Mexico-City an. Dort gibt es bereits Lösungsansätze, die weiter ausgebaut und verstärkt werden sollten. Die Slums befinden sich auf wertvollen Bauflächen. Durch faire Umsiedlung in die Suburbs, könnte man durch den Gewinn lebenswerte Wohnungen errichten. Das nachhaltige Problem der Arbeitslosigkeit stößt bei mir jedoch auf Ratlosikeit.
Ein weiterer großer Themenpunkt bilden die sozialen Probleme. Hierzu möchte ich einen bereits existierenden Lösungsversuch aufgreifen und überarbeiten.
Dies war der Milleniumsgipfel der UN im Jahr 2000, in denen die Milleniumziele formuliert wurden(Infos zu den Zielen: Link am Ende). Diese sollten bis 2015 erreicht werden und wollten unter anderem die Armut auf der Welt halbieren. Nach über der Hälfte der Zeit sind die Ergebnisse jedoch niederschmetternd, da die Armut sogar zugenommen hat. Dies ist auch der erste Kritikpunkt an diesem Gipfel. Die gesteckten Ziele sind ebenso weit weg von der Realität wie viele Teile der UN selbst.
Um deren Ergebnis zu verbessern sollte man feste Entwicklungspartnerschaften zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern schließen. Dadurch wäre es möglich "Kuhhandel" auszuführen.
Man würde so einen modernen Imperialismus im positiven Sinne schaffen. Dieser würde jedoch einer kraftvollen, internationalen Kontrollinstanz unterliegen. Die Helfer würden sich Absatzmärkte und begünstigte Handelsbeziehungen schaffen und auf der anderen Seite nachhaltiges Kapital (keine Direktinvestitionen) in diese Länder fließen lassen. Dies wären ein paar wenige mögliche Maßnahmen.
Dieser Punkt führt uns auch zum Aufbau und zur Handlungsfähigkeit der UN als internationale Organisation.
Um diese zu verbessern schlage ich radikale Maßnahmen vor, da es für mich aus meiner Position leicht möglich ist. Erstens sollten die Sonderrechte von Russland und Amerika und alles betreffenden Ländern abgeschafft werden, d.h. das es kein direktes Vetorecht mehr für ein Land gibt. Zweitens sollte man ein 2/3 Mehrheitswahlrecht einführen und dieses je nach der Thematik weiter nach unten setzen. Drittens sollte man allen Industriestaaten eine doppelt gewichtete Stimme zuteilen. Hierbei wandert man jedoch auf einem schmalen Grad. Durch die Doppelwichtung geht man ein Kompromiss ein, da die "großen Länder" ihrem Einfluss gerecht werden und dennoch die "kleinen Länder" ein starkes Mitspracherecht haben. Die einzelnen Organe sollten ebenfalls Handlungsfähiger gestaltet werden. Da die Global Player heutzutage mehr Macht besitzen, als manche Staaten, ist es wichtig sie mehr einzubinden in die Gestaltung dieser Welt. Dies soll jedoch auf die Weise geschehen, dass die UN nicht vom Lobbyismus untergraben wird, sondern die Unternehmen "an die kurze Leine genommen werden". Um dies umzusetzen benötigte man, wie wiederholt aufgeführt, eine starke Instanz innerhalt der UN.
Kommen wir zuletzt zum wohl akkutesten und aktuellsten Problem, der Finanzmarktkrise.
Auch hier schlage ich eine ungewöhnliche Lösung vor. Um es nicht zu einer Depression und einer Lösung durch eine Währungsreform kommen zu lassen, sollte man das Bretton-Woods-System von 1944 wiederholen(Infos zum Bretton-Woods-System: Link am Ende).
Da die USA nicht noch einmal den Kopf hinhalten würde, um den Leitzins zu stellen, könnte man den starken Wirtschaftsraum des Euros nutzen, um diesen als Leitwährung zu verwenden. Da man aus der Geschichte gelernt hat, müsste man unbedingt für die "Knappheit" des Euros auf dem Devisenmark garantieren, da sonst das System zusammenbrechen würde. Die starren Wechselkurse würden zu der dringenden Deliberalisierung des Finanzmarktes und zur Absicherung des Marktes führen. Es würde wieder Vertrauen herrschen und den Markt beleben.
Die Deliberalisierung sollte außerdem auf den Derivathandel ausgeweitet werden. Man sollte diese Form der Investition auf das absolute Minimum beschränken, indem man alles außer Kontrakten verbietet. Somit würde automatisch der "over-the-counter" - Handel ausgeschaltet werden.
Ich bin mit meinen Vorschlägen am Ende und muss sagen, dass nüchtern betrachtet, nichts davon passieren wird. Vieles ist auch nicht bis zum Ende gedacht, was in diesem Umfang auch nicht nötig ist. Dennoch bin ich der Meinung das vielleicht sehr wenig aber doch manches eine Verbesserung der jetzigen Probleme verursachen würde. Dies wird allerdings niemals jemand herausfinden können.
gez. Dominik Gatz
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Millennium-Gipfel
http://de.wikipedia.org/wiki/Bretton_Woods-System
Planspiel Börse 2008
Pure Performance
Wir, die Gruppe Pure Performance (Jonas Wehnekamp, Dominik Müller, Florian Kurz, Christian Kraef, Dominik Gatz) sind besonders in der Pflicht Kritik am Börsenspiel 2008 zu üben, da wir nach einigen Wochen nicht mehr aktiv am Spiel teilgenommen haben.
Wir sind weiterhin der Ansicht, dass das Prinzip hinter dem Spiel sinnvoll ist und eine gute Möglichkeit bietet, unerfahrenen Schülern den Wertpapierhandel näher zu bringen.
Jedoch gibt es einige wesentliche Punkte zu beleuchten und zu kritisieren.
So sind wir mit dem gewählten Zeitraum von 10 Wochen einverstanden. Jedoch sehen wir in der Anmeldefrist bis zur Hälfte der Spielzeit einen zu großen Zeitraum. Um den Einstieg für sich abzupassen würden 2 Wochen genügen und der Wettbewerb würde weniger verzerrt werden. Zudem sollte der Start des Spiels nicht in den Ferien liegen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die geringe Aktualität zu Lasten der Trader, da man z.B auf den Einfluss des New York Stock Exchange wenig reagieren kann. Ein weiterer sinnvoller Zeitpunkt wäre daher z.B 15.00 Uhr MEZ.
Erfrischend für das Spiel wäre zudem eine Erweiterung der angebotenen Kurse, auf vielleicht 250 bis 300. Wir sehen jedoch ein, dass man dabei nur solide Kurse in die Auswahl nehmen kann.
Dies alles sind kleine Verbesserungsvorschläge von unserer Seite, erklären allerdings nicht unseren Ausstieg.
Durch die Finanzkrise, die ihr volles Ausmaß genau mit dem Beginn des Spiels entfaltete, fehlte die Grundlage, unter normalen Bedingungen den Markt
kennenzulernen. Selbst mit der Erstellung eines Portfolios und einer weiten Streuung konnte man nichts gewinnen. Diese Lotterie, bei der man das Glück haben musste auf der Seite von Wendelin Wiedeking zu sein, ist nichts woraus ein Börsenneuling lernen kann, außer er möchte Topmanager eines Hedge-Fonds werden.Dies liegt natürlich nicht in der Schuld des Spiels.
Wir hoffen, dass sich der Finanzmarkt bis zum nächsten Jahr wieder in geregelten Bahnen befindet, damit ein seriöser und geplanter Börsengang wieder profitabel wird.
Mit freundlichen Grüßen
Pure Performance
i.A. Dominik Gatz