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DieZeit / Leserbriefe

Leserbriefe


In einem Leserbrief muss zunächst die Aussage des Zeitungstextes wiedergegeben werden, auf den mit einer eigenen Stellungnahme reagiert werden soll.

Diese Inhaltswiedergabe muss auch für die verständlich sein, die den Ursprungstext nicht gelesen haben.

Im Hauptteil des Briefes wird die eigene Stellungnahme argumentativ entwickelt.

Die eigene Meinung soll (am Ende) deutlich vorgetragen werden.


Leserbrief Tobias Stodieck

Rentnerfußball

Ich beziehe mich auf den Bericht „Mein lieber Scholli!“ vom 27.4.2006, in dem gefordert wurde, Mehmet Scholl wieder in die Nationalmannschaft zu holen und deswegen sogar Unterschriften gesammelt wurden.

Ich frage mich, ob manche Fußballfans ihren Verstand verloren haben. Wie kommen sie nur auf die Idee, Mehmet Scholl wieder in das Nationalteam zu fordern? Wer kommt denn als Nächster? Jens Nowotny oder gleich Franz Beckenbauer? Soll das denn enden wie bei der EM 2000, wo wir mit Abstand die älteste Mannschaft stellten? Ich erinnere nur daran, dass wir damals schon nach der Vorrunde, mit nur einem Punkt, nach Hause fahren durften.

Man sollte Jürgen Klinsmann einfach seine Arbeit machen lassen und ihm nicht dauernd neue Spieler an den Kopf werfen. Seine Art, mit jungen Spielern und einigen „alten Stützpfeilern“ zu spielen, ist eine sehr gute, da haben die Veteranen von 2000 nichts mehr verloren. Denn den jungen Spielern gehört die Zukunft und es wäre unverantwortbar, wenn junge Talente deswegen zu Hause bleiben müssten, weil der deutsche Fußball wieder zum Rentnerfußball geworden ist.

Tobias Stodieck

-Meiner Meinung nach hat VW einfach einen total schlechten Wirtschaftsplan gehabt, dessen Folgen jetzt kaum noch rückgängig zu machen sind. Nun werden wohl wieder Leute entlassen, nur weil die ach so tollen und teuer bezahlten Mangager eine falsche Wirtschaftspolitik führen. Schon schade, was dort vor sich geht.

Ivo Siemers ficken dehrjTRjnklkj/;j


kmgukdu

Flexibel und trotzdem chancenlos?

bez. auf den Bericht „Suche nach einem Job“ vom 10. Mai 2006

„Suche nach einem Job“ könnte ein Zitat aus unserem alltäglichen Leben sein. Darum startete in Lemgo ein Projekt für Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen. Dazu wurden 140 Jungen und Mädchen in das Rathaus in Lemgo zu Berufsberatungsgesprächen eingeladen. Manche der 140 geladenen Jugendlichen bekamen dort eine bessere Perspektive oder ihnen wurde sogar ein Ausbildungsplatz gestellt, da die Jugendlichen sehr flexibel waren und einen guten Eindruck durch ihre Unterlagen auf die von der Stadt gestellten Berufsberater gemacht haben.

Ich denke, dass so eine Aktion sehr dringend war, denn immer mehr Jugendliche verlieren ihren Job oder bekommen erst gar keinen Ausbildungsplatz. Dass Lemgo da die Initiative ergreift, ist, denke ich, ein großer Schritt, da es in Lippe ca. 3.500 Bewerber, aber nur rund 1.650 Ausbildungsplätze gibt.

Immerhin kamen auch wirklich insgesamt 140 Mädchen und Jungen in das Rathaus in Lemgo. Das zeigt doch wiederum, dass „wir“ wirklich arbeiten wollen und uns dafür auch engagieren und nicht - wie oftmals behauptet wird - die Jugend heutzutage faul und unwillig wäre. Positiv überrascht waren auch die gestellten Berufsberater. Bestätigt werde ich dabei von der Aussage von Heinrich Schürig „Alle Jugendlichen hier sind geeignet und suchen ernsthaft nach einer Ausbildungsstelle. Sie sind außerdem sehr flexibel.“

Wenn man das in allen Städten so handhaben würde, fände ich das sehr gut, denn dann bekäme man eine seltene, aber weitaus erfolgreichere Chance, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Außerdem denke ich, dass sich einfach mehr Jugendliche trauen würden, dort hinzugehen. Denn verglichen mit einem Vorstellungsgespräch erscheint einem eine Beratung durchaus einfacher und aussichtsreicher.

Alles in allem denke ich, dass sich mehr Städte ein Beispiel an Lemgo nehmen sollten und Initiative zeigen sollten, auch wenn sie ein gewisses Risiko eingehen. Meiner Meinung nach bestehen diese Möglichkeiten auch, man müsste sie nur umsetzen.

Jessica Pöhlker


Leserbrief

Solange es nur Geld ist!

In dem Bericht "Solange es nur Geld ist" von Jochen Buttner, am 4ten Mai in "die Zeit" erschienen, geht es um zwei männliche Geiseln aus Leipzig, die sich durch Terroristen gefangen genommen wurden, darüber, wie Deutschland zu den Terroristen steht und dass Deutschland sich nicht durch solche islamistische Terroristen erpressen lässt.

Ich finde Leute, die in solche "Gefahrengebiete" fahren, sind zum Teil auch selber Schuld. Ich weiß nicht, aus welchem Grund diese beiden Leipziger Ingenieure dorthin gefahren sind, aber ich denke mir, sie waren sich des Risikos bewusst. Warum man dann trotzdem ein solches Risiko eingeht, bleibt fraglich.

"Wieviel hat Berlin diesmal bezahlt? Fünf Millionen Euro, zehn, fünfzehn Millionen?" , so schrieb es der Autor.

Das frage ich mich auch. Ich verstehe, dass die Bundesrepublik das Lösegeld bezahlt hat, aber ich verstehe nicht, warum man dann nicht etwas mehr tut als zu debattieren. Ein Ausreiseverbot in solche "Gefahrengebiete" ist vielleicht ein wenig zu streng, aber zum Beispiel dass Ausreisende ein Formular ausfüllen müssen, in dem sie bestätigen, dass sie sich des Risikos bewusst sind, wäre doch angebracht. Dann müsste der Staat nichts bezahlen und ich glaube, dann würde auch keiner mehr in solche Gebiete reisen und ein unnötiges Risiko eingehen.

Marcel Reuber


Leserbrief von Vanessa Reker

Mary Poppins wieder modern

Frau Bartels: Wie im Märchen! , DIE ZEIT NR. 18

Mir hat ihr Bericht „Wie im Märchen“ vom 27. April 2006 in der Rubrik „Chancen“ sehr gut gefallen. Ich finde die Idee der Schwestern Tönnsen eine Personalvermittlungs-Agentur zu gründen, die berufstätigen Müttern neue Möglichkeiten eröffnet, sehr überdacht. In meinem persönlichen Umfeld kenne ich viele Frauen, die ihren Beruf wegen ihrer Kinder aufgegeben haben, aus Angst nicht beides unter einen Hut zu bekommen. Oft würden diese Frauen gerne wieder arbeiten gehen, haben aber Bedenken, wenn es um das Wohl ihrer Kinder geht.

In ihrem Artikel aber werden so viele schlagende Argumente gebracht, die berufstätige Mütter eigentlich fast dazu zwingen, ihren alten Beruf wieder aufzunehmen.

Die vielen positiven Studienergebnisse zur Kleinkindpädagogik geben vielen Frauen mehr Sicherheit und Mut, um bald selbst wieder in ihren Beruf einzusteigen. Vielen Dank für dieses Mutmachen und für die Aufforderung an die berufstätigen Mütter, doch wieder in das Erwerbsleben einzusteigen!

Ein wirklich sehr gelungener Artikel

Vanessa Reker


Leserbrief von Ulla Rifat

Artikel: „Minarett für Wessis“

Zeitung: „DIE ZEIT Nr.18 “

Ich finde es schlimm, dass es immer Vorurteile gegen Moslems gibt. Ein Beispiel dafür ist das Problem in Heimersdorf, wo gegen den Bau einer Moschee gekämpft wird. Die Einwohner von Heimersdorf lästern einfach nur herum und versuchen sich nicht richtig mit ihrem Problem auseinanderzusetzen. Außerdem finde ich es übertrieben, dass die Einwohner sagen, sie würden wie zu DDR Zeiten vernachlässigt werden und dass es angeblich wie im Irak zugehen würde.

Die Entscheidung des Imams der Ahmadiyya-Gemeide finde ich auch nicht richtig. Er sollte eine Moschee an einem Ort bauen, wo es viele Moslems gibt und wo sie erwünscht ist. Meiner Meinung nach hat jede Gemeinde, egal aus welcher Religion, ein Recht darauf ihr Gotteshaus problemlos zu bauen.

Im Großen und Ganzen finde ich es gut, dass die Autorin Claudia Keller so ein Thema anspricht. Sie hat verschiedene Ansichten in ihren Artikel eingebracht und das macht ihn sehr interessant.


Gespür für das Glück

„Die Zeit“ Nr 18 vom 27. April 2006:

In dem Bericht: „Schwester Elviras Gespür für das Glück“ geht es um eine Krankenschwester, die sich sehr für ihre Patienten einsetzt. Dort wird geschrieben, dass sie sehr viel Spaß an ihrer Arbeit hat und gerne mit den Patienten zusammen sitzt. Aber auch, dass es teilweise sehr an ihre Nerven ging.

Ich helfe auch einer alten Dame und halte mich zwei Wochen im Monat, täglich ungefähr eine Stunde, bei ihr auf. Sie ist geistig noch ziemlich fit, kann aber körperlich nicht mehr so, wie sie gerne würde. Also ist sie auf meine Hilfe angewiesen und ich helfe ihr gerne, doch manchmal ist die Arbeit sehr nervenaufreibend und ich würde sie am liebsten alleine stehen lassen, doch sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich kann verstehen, dass Schwester Elvira sich so um ihre Patienten bemüht.

Ich finde es sehr schön, dass auch die Schwestern und Altenpflegerinnen mal in ihrer Zeitung erwähnt werden, da sie sonst eher im Hintergrund arbeiten und ihre Arbeit nicht öffentlich erwähnt wird. Doch ohne diese Einrichtungen ginge es viele alten Menschen sehr schlecht…

Madeleine Becker


Leserbrief Katharina Glock

Ein guter Rat

Die Autoren des Artikels "Studiert, was ihr wollt" vom 27.4.06 zeigen die Vorteile, die es hat, ein Fach zu studieren, das man selber auch mag. Sie erklären auch, wie man seine Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöhen kann.

Ich finde diesen Artikel um ehrlich zu sein richtig f[rn arsch *ich w[rd ihn mir gern damit abwischen* und denke, dass die Auroren unecht haben. Die Chancen auf eine gute Arbeitsstelle sind in den letzten Jahren gesunken und auch ein Uni-Abschluss garantiert einen sehr guten Job. Wenn man ein Fach studiert, nur weil andere es einem raten, verliert man [berhaupt nicht schnell die Lust und engagiert sich genug. Dadurch wird der Abschluss viel besser und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen enorm. Wenn man sein Wunschfach nicht studiert, yB ich sexualwissenschaften im speyialgebiet analverkehr ist man engagierter und hat so bessere Zukunftschancen.

Abgesehen davon ändert sich der Arbeitsmarkt schnell und in Berufen, die heute beliebt sind, gibt es in fünf Jahren vielleicht keine Stellen mehr. Wenn man sich heute auf einen Studiengang festlegt, nur weil der angeblich bei Betrieben sehr gefragt ist, heißt das noch nichts über die Situation, wenn man sein Studium beendet.

Katharina Glock



Leserbrief von Dominik Zech

"Produkt auf der Flucht?"

In dem Artikel wird davon berichtet, wie der 44-Jährige Sänger Manu Chao seiner Plattenfirma kündigt und versucht der Popindustrie zu entkommen.

Kann es sein, dass Künstler der kommerziellen Popindustrie den Rücken zu kehren? Ja, und ich finde es durchaus gut, dass Musiker, anstatt Massen an CDs zu verkaufen, den Menschen die Musik zurückgeben und ihr Geld wieder mit Live-Konzerten verdienen. In dem Artikel war auch die Rede davon, dass die Umsätze mit den klassischen Tonträgern (CDs) sinken, da sich die meisten die Musik kostenlos aus dem Netz holen. Wie schon im Text gesagt, finde ich es auch, dass sich die Musikindustrie nicht über die illegale Verbreitung beschweren sollte, da sie ja eigentlich diejenigen sind, die das Ganze verbreiten und auch noch durch die Verfügbarkeit alles fördern... Ich denke, dass wenn die Musikindustrie bei der guten alten Schaltplatte geblieben wäre, sie dieses Problem gar nicht hätte...Shit happens!


Leserbrief Bastian Roser

Popetown vs. Papst

Zum Artikel: „Popetown nicht verbieten!“

Der Artikel handelt von der MTV-Serie „Popetown“, welche den Papst, die Kardinäle und Nonnen durch den Dreck zieht. Der Papst hüpft auf einer Stange durch die Gegend und schießt im Vatikan mit einem Maschinengewehr umher.

In dieser Serie wird das Oberhaupt der katholischen Kirche derart verspottet, dass es schon nicht mehr lustig ist. Man sieht eigentlich nur noch anhand der Kutte, dass es der Papst ist. Er könnte genauso gut der durchgeknallte Actionheld aus einem x-beliebigen Computerspiel sein. Der „niedliche“ Schein trügt nämlich erheblich. Er blickt über die Missstände der Welt hinweg und missachtet die Taten des richtigen Papstes.

Ich finde, das ist nicht in Ordnung, auch wenn er sehr „altmodische“ Ansichten vertritt leistet er auch etwas Gutes als neutrales Glied in der Welt und da hat meiner Meinung nach etwas wie Popetown nichts zu suchen.

Bastian Roser


Vatikan wird modern

Zum Artikel: "Gummi mit Segen" vom 27.04.2006 aus "Die Zeit"

In diesem Bericht von Jan Ross geht es um das bald kommende Erlaubnis des Vatikans, in Ehen mit einem aidskranken Partner Kondome benutzen zu dürfen. Obwohl der Vatikan dennoch gegen alle Arten von Verhütungsmittel ist, sieht er Aids als besonderen und auch aktuellen Fall an und beschäftigt sich deshalb sehr intensiv mit diesem Thema.

Ich habe diesen Bericht mit sehr großer Freude gelesen, denn ich teile nur in sehr wenigen Fällen die Meinung der katholischen Kirche und was das Thema "Sex" angeht, eigentlich überhaupt nicht. Ich bin der Ansicht, dass sich die Kirche zu sehr an ihren Glauben klammert und somit sehr altmodisch ist. Heutzutage ist das Thema "Sex" für uns alltäglich und somit auch wichtig in der Religion. Dass der Vatikan sich mit dem Thema "Aids" beschäftigt, empfinde ich als großen Fortschritt und auch als einen notwendigen Fortschritt.

Ich bin der Ansicht, dass dieser eher kleinere Artikel sehr viel Wirkung hat, denn der Vatikan ist ein weltweites Thema und dieser Schritt ist wissenswert für alle Menschen. Besonders gut fand ich, dass der Verfasser seine eigene Meinung mit in den Artikel gebracht hat, denn ich bin der gleichen Ansicht wie er.

Julia Klaas


Leserbrief von Nicole Eickmann

Deutscher = Nazi

In dem Artikel "Wir Panzerfahrer" von Harald Mortenstein geht es um die Vorurteile, die Ausländer von uns Deutschen haben.

Ich finde es erschreckend, dass Ausländer denken, alle Deutschen wären Nazis. Was vor über 60 Jahren passiert ist, muss doch nicht heute für alle Menschen gelten. Natürlich gibt es immer noch zu viele Nazis, aber wenn man mit dem Vorurteil "Jeder Deutsche ist ein Nazi" durch das Leben läuft, könnte man keinem Menschen mehr trauen, da es über jede Nation Klischees gibt. Aber man sollte sie nicht glauben, sondern selber herausfinden, was dahinter steckt.

Nicole Eickmann


Leserbrief von Clara Wallbaum

Ängstliche Gewinner

In dem Artikel "Ängstliche Gewinner" von Jan-Martin Wiarda geht es um um die Zukunftsangst von Abiturienten und Studenten. Sie sind unsicher, obwohl ihnen die Berufswelt offen steht und sie diejenigen mit den größten Chance sind.

Für mich ist es keine Überraschung, dass so viele Abiturienten oder Studenten trotz ihrer Qualifikationen um ihre Zukunft bangen. Viel mehr war ich verwundert in diesem Bericht darüber zu lesen, dass es gar nicht schlecht um die heranwachsenden Akademiker steht. Ihre Chancen auf einen Beruf sind erheblich größer als die eines jungen Menschen mit einer normalen Berufsausbildung.

Trotzdem ist die Unsicherheit da! Aber warum? Die jungen Leute scheinen überwältigt von der Vielzahl der Möglichkeiten, wenn es darum geht, was sie studieren wollen. Die Studienberatung ist inhaltlich und personell überfordert. Ich denke, das zu ändern wäre der erste Schritt, der Jugend die Angst um ihre Zukunft zu nehmen und ihnen mehr Sicherheit zu vermitteln.

Clara Wallbaum


Leserbrief von Philipp Opel

Wo bleibt Deutschland

In diesem Artikel von Jan Ross, Michael Thumann und Fritz Vorholz geht es um die aktuelle Rohstoffkrise in Europa.

In Europa hat Russland das Sagen über den Öl- und Gas-Markt. Der russische Präsident kann entscheiden, wer und wieviel Öl er bekommt. Da Deutschland ein rohstoffarmes Land ist und damit diese Stoffe importieren muss, hat es damit keine Macht mehr. Deutschland ist somit abhängig, da nach Statistiken 60% des deutschen Öls aus Russland kommt.

Deshalb bin ich der gleichen Meinung wie Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich finde es richtig, dass sie aus Russland durch eine neue Energieaußenpolitik einen stetigen Zufluss von Öl und Gas nach Deutschland erreichen will. Wenn dies scheitert, finde ich, kann man von einem Zeitalter der Energieversorgungsangst reden. Wenn nämlich Russland den Hahn zudreht, sitzt nicht nur Deutschland, sondern gleich mehrere Staaten auf dem Trockenem und das wäre fatal.

Philipp Opel


Fortschritt im Vatikan

In der Zeitung vom 27. April 2006 war ein Bericht darüber, dass der Vatikan aidskranken Eheleuten Kondome erlauben will. Es ist noch nicht offiziell, aber unser Papst, Benedikt der XVI, denkt darüber nach.

Ich finde, es ist selbstverständlich, dass aidskranke Eheleute Kondome benutzen dürfen. Diese alten Überzeugungen sind doch völlig überholt und unmodern, auch die Kirche muss mit der Zeit gehen.

Auch für die Menschen in den Entwicklungsländern sind Kondome notwendig. Es gibt so viele Organisationen, wo gegen Aids gekämpft wird. In den 10 Geboten steht doch „Du sollst nicht morden“, dabei lässt die Kirche es zu, dass sich viele Menschen mit Aids infizieren.

Während Johannes Paul der II. noch nicht einmal gewagt hat, dass Wort "Kondom" zu benutzen, zeigt sich der neue Papst viel offener gegenüber dem Thema Verhütungsmittel. Lebensschutz ist eben viel wichtiger als alte ethische Überzeugungen.

Es wird höchste Zeit, dass der Papst schnellstmöglich eine Entscheidung trifft.

Kristina Niedertopp


Trotz allem gute Laune

Meiner Meinung nach wird in dem Text ,,Trotz allem gute Laune“, in dem es um die Ölpreise und das Wirtschaftswachstum weltweit und in Deutschland geht, sehr gut gezeigt, wen die ganze Sache betrifft. Die Weltwirtschaft sieht vielleicht ganz gut aus, aber was ist mit Deutschland?

Die Ölpreise steigen und steigen und haben sich seit Anfang 2000 verdreifacht und dabei soll man ein optimistischer Verbraucher sein und die deutsche Konjunktur in Gang bringen.

Wie soll das denn gehen, wenn manche Haushalte noch nicht einmal ihre Heizungsrechnungen bezahlen können und für 2007 auch noch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf dem Plan steht?

Ein anderer Schwachpunkt der deutschen Konjunktur ist die Binnennachfrage. Während die sinkt, erlangt der Export 2006 ein Plus von mindenstens sieben Prozent. Doch trotz dieser schlechten Wirtschaftslage sie das noch kein Grund zur Beunruhigung meint Gustav A. Horn, Chef der IMK ( Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung ) Sein Argument:,, Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die deutsche Wirtschaft anders als noch in den siebziger und achtziger Jahren, in denen eine Rezession aus dem Ölpreisschock entstand, relativ gut mit den Folgen höherer Ölpreise umgehen kann“.

Trotzdem ist es eine Belastung für die Bürger, die sich bis jetzt die gute Stimmung noch nicht haben vermiesen lassen. Doch wann wird die Stimmung umschlagen?


Konsumgeile Welt

Bez. auf Dr. Mabuse und seine Monster

Ich fand Ihre Kolumne über Lebensmittelkonzerne und Verbraucher sehr interessant und finde es gut und wichtig, dass Sie dieses Thema angesprochen haben. Auch der Hinweis auf den Film „We feed the world“ hat mir zugesagt.

Meiner Meinung nach haben Sie unser Konsumverhalten und seine Auswirkungen zwar etwas zu drastisch dargestellt, aber vielleicht ist dies auch nötig um wirklich wachzurütteln und zum Nachdenken anzuregen. Allerdings fiel mir auch auf, dass Sie alle über einen Kamm geschert haben und durch die Bank jeden als Konsummonster bezeichnen – und das sehe ich nicht so!

Sie zählen nur die schrecklichen Folgen von dem auf, was wir angerichtet haben, dabei liegt es einfach in der menschlichen Natur, möglichst einfach – in diesem Fall günstig – an ansprechende Produkte kommen zu wollen. So kann eigentlich niemandem – speziell finanzschwachen Personen – hier ein Vorwurf gemacht werden. Selbstverständlich gilt dies nur, wenn der „Schnäppchen- und Konsumwahn“ nicht übertrieben wird.

Vielleicht könnten Sie ja eine weitere Kolumne über ein gutes Beispiel schreiben und sagen, wie man es besser machen kann, anstatt nur alles zu kritisieren. Denn selbst wenn alle ausschließlich beim Biobauern kaufen würden und ihren Konsum einschränken würden, wären die meisten der von Ihnen angesprochenen Probleme wohl trotzdem vorhanden. Ich fände eine anschließende Kolumne also sehr lesenswert.

Annika Andresen


Mit Herz und Seele dabei

Bez. auf den Bericht „Schwester Elviras Gespür für das Glück“ vom 27.April 06

In dem Bericht von Frank Drieschner geht es um eine 54-jährige Krankenschwester, die mit viel Herz ihre Patienten versorgt und sich für sie einsetzt.

Elvira Pittelkau, so heißt sie, ist seit fünf Jahren stellvertr. Stationsleiterin im Hospital zum Heiligen Geist und hat dort täglich viel zu tun. Aber im Bericht sagt sie, dass ihr die Arbeit sehr viel Spaß macht und sie sich gerne mit ihren Patienten beschäftigt. Doch oftmals geht es auch an ihre Substanz, was meiner Meinung nach verständnisvoll ist.

Ich kann verstehen, dass sich Schwester Elvira so intensiv um ihre Patienten bemüht, da auch ich mehrmals die Woche meine Großmutter pflege. Sie ist nicht mehr die Jüngste und kann deshalb viele, noch so einfache, Sachen nicht mehr alleine erledigen. Daher ist sie auf meine bzw. unsere Hilfe angewiesen und weil ich gerne helfe, habe ich mich dazu bereit erklärt. Doch ich muss gestehen, dass es oftmals sehr anstrengend ist und es an die Nerven geht, trotz alledem macht mir die Arbeit Spaß und ich halte sie für selbstverständlich!

Insgesamt hat mir der Bericht sehr gut gefallen, da man gewöhnlich nicht sehr viel über Hospitale in der Zeitung liest und ich es gut finde, dass Frau Pittelkau so ausführlich über ihre Arbeit dort berichtet hat... Denn was würde mit den vielen pflegebedürftigen Menschen geschehen, wenn es solche Einrichtungen nicht geben würde?!

Annika Färber


Leserbrief von Valerie Windt

Selim blieb ein Einzelkind

In dem Text "Selim blieb ein Einzelkind" von Peter Schneider geht es um die Präsenz von Ausländern im deutschen Film und in der Literatur. Es wird behauptet, Ausländer würden zu selten in deutschen Filmen, Serien und Büchern auftauchen. Diese Aussage kann ich nicht unterstützen.

Meiner Meinung nach befassen sich unsere Medien intensiv mit der Problematik der Integration. In vielen Filmen und Büchern spielen Ausländer eine Haupt- oder Nebenrolle. Und auch wenn es nicht um Probleme mit der Einwanderung oder soziale Konflikte geht, erscheinen Ausländer dennoch oft im Fernsehen, einfach als ganz normale Charaktere.

Ich finde es sehr richtig, sich mit diesem Thema näher zu beschäftigen, aber ich kann die Ansicht des Autors "Deutschland ist in der Literatur kein Einwanderungsland" nicht nachvollziehen.


Leserbrief von Jan Jendrkowiak

Ein Hoch auf unsere Zukunft!

Bezogen auf den Text "Der Kinderpapst" aus der Zeit vom 4.5.06, der sich mit dem Problem des neuen Fehrnseh-Comic "Popetown" befasst. Dieser Comic macht sich über den Papst und andere Religionen lustig und verspottet sie.

Ich frage mich, ob es sich überhaupt lohnt, sich über diesen neuesten Trendartikel der Kommerzdampfwalze aufzuregen. Es ist doch bloß ein weiterer menschenverachtender Comic, der die Verfechter traditioneller Ethik und traditionellen Glaubens auf die Palme bringt. Dass die öffentlichen Aufregungen und Proteste Strategie dieser Comics sind, ist doch offensichtlich.

Ich finde, wir Jugendlichen sollten uns einer ernsthaften Wertediskussion in unserer Gesellschaft stellen. Prost auf unsere Zukunft.

Jan Jendrkowiak


Leserbrief von Daniel Dittrich

Mehmet für Deutschland!

In dem Zeitngsbericht "Mein lieber Scholli!" aus der Zeit vom 27.04.2006 wird diskutiert, ob Mehmet Scholl mit zur WM soll oder nicht. Der Autor fragt sich, ob den Verantwortlichen nichts mehr einfällt oder ob auf einmal eine Retrowelle durch Deutschland geht.

Meiner Meinung nach sollte Mehmet Scholl bei der WM in Deutschland zum Einsatz kommen, da er eine echte Verstärkung für die DFB-Elf wäre. Mit seiner jahrelangen Erfahrung könnte er noch einige Akzente in diesem "Kindergarten" setzen. Natürlich reicht seine Luft nicht mehr für 90 Minuten, aber für eine gute halbe Stunde ist er immer noch gut und gefährlich. Ich finde, es sollte wenigstens ein alter Haudegen außer Jens Lehmann spielen, da die jüngeren Spieler nicht über diese internationale Erfahrung verfügen.

Auf der einen Seite stehe ich hinter Jürgen Klinsmann, aber teilweise bin ich, genauso wie viele andere Fans, über seine Personalpolitik verärgert. In der Nationalmannschaft wurde nach der EM 2000 stark umgekrempelt, von den Alten zu den Jungen, aber ich finde nicht, dass eine Nationalmannschaft so krass verjüngt werden sollte.

Daniel Dittrich


Bürokratie = Folter?!

(Leserbrief zu „Freilassung verhindert“, Die Zeit 27.4.06)

Eine Bremer wird ohne den geringsten Nachweis einer Straftat in Guantánamo, dem berühmt-berüchtigten Straflager in den USA festgehalten? Man könnte meinen, es wird auf Seiten Deutschlands alles dafür getan, dass Murat Kurnaz so schnell wie möglich wieder frei kommt. Doch wie man aus Ihrem Bericht vom 27.4.06 zu entnehmen ist, wird seine Freilassung eher verhindert.

Das BKA schickt den US-Behörden Akten, welche Kurnaz wohl belasten sollen, der BND schickt Leute nach Guantánamo, um den Gefangenen zu befragen. Doch der Gipfel von allem: Die USA war im Jahre 2002 tatsächlich bereit, Kurnaz freizulassen, die Deutschen Behörden wurden gefragt, ob er nach Deutschland oder in die Türkei abgeschoben werden soll.

Man könnte meinen, er würde mit Freuden wieder in Deutschland, seiner Heimat, aufgenommen, zumal der damalige Außenminister Joschka Fischer sich persönlich für Kurnatz‘ Freilassung eingesetzt hat. Aber wie entscheidet sich die damalige Deutsche Regierung? Sie stellt ein Einreiseverbot aus, da Kurnatz sein Visum nicht verlängert hat. Darüber ist nicht nur die USA „verstört“: „Die wollen Ihn ja gar nicht, warum dann das ganze Theater“, so etwas ähnliches mussten sich die US-Behörden gedacht haben und haben deshalb ihr Angebot der Freilassung zurückgezogen. Wegen eines nicht verlängertem Visums ist Murat Kurnatz seit nun vier Jahren ein unschuldiger Gefangener in dem wohl schlimmsten „Straflager“ der USA, erlebt schlimmste Foltermethoden. Es lebe die Bürokratie!

Annika Pellnann