Die Klassen 10a und 10d beschäftigen sich im Schuljahr 2007 /2008 mit dem demokratischen System in der Bundesrepublik Deutschland.
Im Jahre 2010 wird die Thematik wieder aufgenommen im Grundkurs SOZIALWISSENSCHAFTEN 11d
Politik
Postdemokratie
- Was versteht man unter "Postdemokratie"?
- Trifft die so bezeichnete Gesellschaftsanalyse zu?
Der Bundespräsident
Wichtige Reden:
Gesetzgebung
"Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus", so steht es im Artikel 20 des Grundgesetzes. Deshalb muss jeder wissen, wie unsere Demokratie funktioniert.
Partizipation ist einer der wesentlichsten Grundpfeiler der Demokratie. Partizipation meint, dass die Menschen das Gemeinwesen aktiv mitgestalten, dass sie in allen sie betreffenden Belangen mitwirken, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen. Das gilt nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch und in besonderem Maße für Kinder und Jugendliche als gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den sie betreffenden Fragen und Entscheidungen ist gesetzlich vorgesehen und eine wichtige Aufgabe von Politik und Verwaltung sowie von Bildungseinrichtungen.
Grundgesetz: Artikel 17
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.
Aufgaben:
1.Wie können Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland dem Deutschen Bundestag Vorschläge oder Beschwerden einreichen? Beschreibe das Verfahren des Einreichens und der Behandlung von Petitionen. (Beachte dabei die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages.)
2.Sieh dir die aktuell in der Beratung befindlichen Petitionen an, suche zwei heraus, zu denen du Stellung nimmst.
3.Ist das Petitionsverfahren sinnvoll und notwendig? Nimm argumentierend Stellung.
Geschäftsordnung zum Petitionsrecht
Grundsätze des Petitionsausschusses über die Behandlung von Bitten und Beschwerden (Verfahrensgrundsätze)
Aufgaben:
- Präsentiert die Hauptaussagen der Interviews und erläutert sie.
- Nehmt argumentierend dazu Stellung.
1. Bürgerhaushalt
2. Jugendparlament
Aufgabe:
- Stelle die Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten der Stadt Gütersloh zusammen.
- Welche dieser Maßnahmen sind nach deiner Meinung sinnvoll, welche nicht?
- Welche Beteiligungsmöglichkeiten sollten ausgebaut oder ergänzt werden?
- Welche der genannten Maßnahmen sind übertragbar auf andere Städte?
Aufgaben
1. Erläutere die Intentionen des "Reinhard-Mohn-Preises 2011" auf der Grundlage der Informationen der Bertelsmann-Stiftung
2. Stelle weitere Informationen über die Finalteilnehmer zusammen.
3. Welcher Initiative würdest du den Reinhard-Mohn-Preis" zusprechen? Erläutere und begründe deine Entscheidung.
1. Erläutere die Intentionen des "Reinhard-Mohn-Preises 2011" auf der Grundlage der Informationen der Bertelsmann-Stiftung
Die Bertelsmann-Stiftung verleiht dieses Jahr erstmalig den Reinhard-Mohn-Preis, im Gedenken an den Gründer Reinhard Mohn,der in seiner Firma den Mitarbeitern großes Mitspracherecht zusprach, da er davon ausging ,dass die Arbeiter sich dann mit dem Betrieb identifizieren und produktiver arbeiten.
Der Reinhard-Mohn-Preis soll dementsprechend Projekte oder Maßnahmen in besonderer Weise ehren, die auf „vorbildliche Weise die Bürger einbeziehen und neue Formen demokratischer Problemlösung etablieren.“
Darüber hinaus sollen bislang unter repräsentierte Gruppen stärker in politische Prozesse eingebunden werden.
2.Welcher Initiative würdest du den Reinhard-Mohn-Preis" zusprechen? Erläutere und begründe deine Entscheidung.
Deliberative Governance, Hampton: Potenziale statt Probleme in den USA - Jugendliche planen mit
Unter dem Namen "Deliberative Governance" initiierte die 145.000-Einwohner-Stadt Hampton im US-Bundesstaat Virginia bereits 1990 das nominierte Projekt. Anlass waren sich abzeichnende soziale Probleme zahlreicher einkommensschwacher Familien und der hohe Anteil an Schülern aus Minderheitsgruppen. Aus einem von der Stadtverwaltung eingeleiteten Beteiligungsprozess mit 5.000 Einwohnern wurde eine Strategie entwickelt, Schüler und Jugendliche in die Entscheidungsprozesse der Stadtverwaltung einzubeziehen. So wurde eine Jugend-Kommission geschaffen, die die Stadtverwaltung berät. Um die Mitglieder mit den bürokratischen und politischen Abläufen nicht zu überfordern, werden sie von professionellen Trainern unterstützt. Als Effekte des Projektes wurden eine überdurchschnittliche Beteiligung von jungen Menschen an Wahlen und eine deutliche Leistungsverbesserung der Schüler festgestellt.
Wir würden uns für dieses Projekt entscheiden, da wir finden, dass es die identitäre Politik in all seinen Zügen fördert und sogar Jugendlichen ein großes politisches Mitspracherecht einräumt und somit auch bisher eher unterrepräsentierte Gruppen politisch einbindet.
Darüber hinaus wird dementsprechend auch den Kindern das Zusammenleben in einer demokratischen Gesellschaft praxisnah beizubringen und so schon früh politisches Interesse geweckt wird ,um die soziale Demokratie für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Wir gehen davon aus, dass ein ähnliches Projekt in unserem Kreis (Blomberg) das Interesse für Politik bei Jugendlichen aller Schichten steigern könnte. Durch die aktive Partizipation wird den Menschen die Chance gelassen ihr Leben aktiv mitzugestalten und so nach dem besten für die Gesellschaft zu streben und ein Gefühl für die Interessen der Gemeinschaft zu entwickeln.
Laura & Hannah
Materialien der Bundeszentrale für politische Bildung
Längerer anregender wissenschaftlicher Text
Der Deutsche Bundestag
Linktipps
Die Höhe der Diäten
Folgende Texte sind zu lesen:
http://www.bundestag.de/mdb/mdb_diaeten/index.html
Arbeitsalltag eines Bundestagsabgeordneten
http://www.becker-mdb.de/46.html
http://www.daniela-raab.de/pageID_1935205.html
http://www.michaelkretschmer.de/index2.jsp?p_contrib=201
http://www.evers-meyer.de/content/09229.php?a=5&b=2
Parteien sind in Deutschland das Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft. Aus den Erfahrungen der Geschichte schreibt das Grundgesetz den Parteien diese große Rolle zu. Große und kleine Parteien werden hier vorgestellt.
Schule - eine Schule der Demokratie?
- Meiner Meinung nach ist Schule unpolitisch, denn wir wählen unsere Lehrer ja auch nicht selber!
- Ja,denn auch der Schulleiter muss gewählt werden. Er ist sozusagen das Oberhaupt und wird vom Schulparlament (Schulkonferenz) gewählt.
- Auch wir finden diese These zutreffend, auch trotz der letzten SV-Wahlen, die, wie wir hoffen, eine Ausnahme bleiben. In unserem Schulalltag haben wir überall Demokratie, von der Themenwahl für Plakate im Unterricht bis hin zur Abstimmung über das Ziel der Klassenfahrt.
- Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die These zutreffend ist. Zwar können wir bei bestimmten Dingen nicht mitentscheiden, was vielleicht auch besser so ist, aber wir haben eine Schülervertretung und Klassensprecher, an die man sich wenden kann und so indirekt mitwirken kann. Die Möglichkeit besteht also, sie wird nur häufig nich genutzt.
- Ja eigentlich habt ihr recht. Schule ist demokratisch, wenn auch nicht in aller Hinsicht.
- Wir finden, dass die Schule weder demokratisch noch undemokratisch ist. Zum Beispiel die Klassensprecher- oder SV-Wahlen sind demokratisch. Doch wiederum haben Schüler außer dem eben genannten Dingen wenig zu sagen, wie bei der Einführung der Kopfnoten. Man fühlt sich seiner Meinungsfreiheit eingeschränkt, weil man sich nicht mehr traut einem Lehrer gegenüber Kritik zu äußern. Außerdem denkt man, dass man sich besser und anders benehmen sollte als vorher.
- Wir sind der Ansicht, dass Schülern zwar die Rechte der Demokratie eingeräumt werden, allerdings mit teilweise erheblichen Einschränkungen. Zum Einen gibt es in unserem Schulsystem eine klar erkennbare Hierachie: Schulleiter, Lehrerkollegium, und zu guter Letzt die Schüler. Ältere Schüler sind zwar in der Lage mit den Lehrern über Probleme zu diskutieren und auch treffende Argumente vorzubringen, dennoch werden Schüler teilweise einfach nicht ernst genommen. Dies ist jedoch stark von dem jeweiligen Lehrer abhängig.
- Wir meinen, dass unsere Schule demokratisch ist. Leider werden wir erst in der 10. Klasse darüber informiert wieviel jeder einzelne Schüler mitwirken kann.
- Ich denke, dass unsere Schule mehr Demokratie nötig hätte. Denn bei so wichtigen Dingen wie den Samstagunterricht oder die Ganztagsschule können wir Schüler garnicht richtig unsere Meinung dazu geben. Denn es ist hinterher schließlich unser Problem wenn wir länger bleiben müssen, keine richtige Freizeit mehr haben und womöglich unsere Eltern nicht mehr sehr häufig sehen können. Vielleicht sollte die SV mal ein paar Schülerumfrgaen machen und sehen was dabei für Argumente, Anregungen etc. rauskommen.
- Ich finde, dass Demokratie an unserer Schule bereits an vielen Stellen erfolgt. Jedoch die Rechte der Schüler oft eingeschränkt sind und die Stimmen der Lehrer viel mehr ins Gewicht fallen wie z.B. bei der Wahl des Direktors bei der die Lehrer 50% des Ergebnisses ausmachen und die wesentlich größere Anzahl an Schülern sich die übrigen 50% mit den Eltern teilen müssen. Desweiteren ist die zum Teil mangelhafte Aufklärung der Schüler über ihre Rechte und Möglichkeiten stark zu kritisieren. Da diese oftmals erst sehr spät (wie in unserem Fall) oder auch gar nicht erfolgt.
Inken Flörkemeier