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Berufsschnuppertag / 10a

Online-Texte der 10a zum Berufsschnuppertag


(:toc:)


Psychosomatische Fachklinik in Bad Pyrmont

Ein Tag im Leben eines Therapeuten

Am 17.10. konnten die 10. Klassen des Hermann-Vöchting Gymnasiums sich für ein eintägiges Berufspraktikum in einem selbst gewählten Beruf bewerben. Da ich mich sehr für den Beruf des Psychologen und für das Leben anderer Menschen interessiere, wählte ich die psychosomatische Fachklinik in Bad Pyrmont. [http://www.fkbp.de]

Dort traf ich gegen 7 Uhr ein und wurde gleich herzlich durch den Therapeuten Herrn K. aus dem Gebiet der Ergotherapie empfangen. Er erklärte mir die Aufgaben und den Sinn und Zweck dieser Therapie, die viel mit Gestaltung und Kreativität zu tun hat. Sehr viele Infos auf einmal!

Doch es war sehr interessant! Dieses Gespräch hat mir schon viel Vorfreude auf meine kommenden Aufgaben und Tätigkeiten gegeben.

Um halb 9 konnte ich dann endlich an einer Materialgruppe teilnehmen. Dort ging es darum, dass die Patienten mit Ton, Speckstein oder Holz etwas herstellten. Durch dieses produktorientierte Arbeiten kann ein Therapeut schon die Charaktere der Patienten erkennen und mit ihnen über entstehenden Erfolge oder Misserfolge sprechen.

Ich konnte bei diesen Gesprächen zuhören und miterleben, wie Herr K. den Patienten gegenübertritt und mit ihnen umgeht. Schon durch diese 90 Minuten habe ich viele Erfahrungen sammeln können, die ich nach der Sitzung mit Herrn K. besprochen habe.

Von 12 bis 13 Uhr habe ich zusammen mit anderen Therapeuten und einer Praktikanten in der Kantine gegessen und die kommenden Aufgaben des Tages besprochen. Überraschend für mich war, dass mir die Kollegen sehr freundlich und offen gegenübertraten. Ich hatte das Gefühl, als ein neuer Mitarbeiter und nicht als ein „ lästiger Praktikant“ aufgenommen zu werden. Dies war sehr hilfreich für mich, denn so konnte ich beruhigt meine Fragen stellen, die mir dann die Therapeuten auch freundlich und geduldig beantworteten.

Der zweite Teil des Tages konnte ich Frau B. kennenlernen. Sie ist ebenfalls eine Therapeutin im Bereich der Ergotherapie. Sie war sehr freundlich und aufmerksam und erklärte mir, was nun meine nächste Aufgabe war.

Um 15 Uhr stand die Gestaltungstherapie auf dem Plan. Eine große Herausforderung für mich, denn ich sollte selber an dieser Sitzung teilnehmen. Zusammen mit der Praktikantin Frau R. und einer Patienten gestalteten wir zu dem vorgebenden Thema ein Plakat. Ich war sehr nervös, denn ich wusste nicht, wie ich mit den anderen Patienten umgehen sollte. Doch Frau R. unterstützte mich sehr und gab mir viele Tipps.

In dieser Therapiesitzung mussten die Patienten offen und ehrlich ihre Meinung auf Plakaten festhalten. Durch ihr Auftreten kann die Therapeutin Ängste oder andere Probleme feststellen, die sie dann später mit jedem Einzelnen bespricht. Dabei konnte ich die Therapeutin gut beobachten und auch feststellen, wie man z.B. eine Störung therapiert. Ich war sehr überrascht von der Offenheit und Kritikfähigkeit der Patienten.

Frau B. und ich diskutierten später über meine Beobachtungen und Erfahrungen, die für mich mehr als hilfreich waren.

Durch diese zwei Sitzungen, die ich hautnah miterleben konnte, durch die Ruhe und Vertrauenswürdigkeit, die jeder, Herr K. und Frau B. besaßen, wurde mir erst klar, was es heißt, ein guter Therapeut zu sein!

Lea Isenberg


Sternwanderung mit der Grundschule Elbrinxen

Ein Schultag mit viel Bewegung

Am 17.10. hatten wir erst mals die Chance einen Tag in einem , von uns beliebig gewähltem Betrieb, zu verbringen. Ich entschied mich einen Tag an der Grundschule Elbrinxen mitzuerleben.

Ich fuhr mit meiner Cousine um 8:00 Uhr aus Lügde los und als wir an der Schule in Elbrinxen ankamen, warteten schon zahlreiche Kinder auf uns. Doch dies war nicht der Anfang eines normalen Schultages sondern der Tag an dem die sogenannte Sternwanderung stattfinden sollte. Bei der Sternwanderung wandern alle Klassen der Schule zu einem bestimmten Treffpunkt, doch jede Klasse nimmt einen anderen Weg, wodurch sich dann eine Art Stern ergibt.

Um 8:45 wanderten alle Klassen los, wobei die ersten Klassen erst ein Stück mit dem Bus fuhren. Ich persönlich wanderte mit einer vierten Klasse, die sich den längsten Weg ausgesucht hatte. Unser Ziel war ein Gasthaus in Wörderfeld. Wir wollten natürlich als erstes ankommen, also ging es in einem zügigen Tempo voran. Natürlich stellte mich meine Cousine den Kindern anfangs vor, die mich darauf mit einem lautstarken Hallo begrüßten. Danach sangen die Kinder ein Begrüßungslied, dass ich noch aus meiner Grundschulzeit kannte und dann einfach mit einstieg. Nach kurzer Zeit kamen ein paar Kinder zu mir und fragten mich viel zu meiner Person.

Sie fragten mich Sachen wie „ Was willst du nach der Schule machen? In welche Klasse gehst du? Was ist ein Psychologe? Bist du verliebt?” und noch viele weitere Fragen, wobei ich mir wirklich Mühe gab auf alles eine Antwort zu finden. Die Schüler spielten viele Denk- und Rechenspiele auf der Wanderung, sodass ich einen Einblick erhielt, wie die Kinder sich verschiedene Sachen merken und versuchen Rätsel zu lösen.

Ich stellte ebenfalls fest dass manche Kinder schon sehr weit von der Entwicklung war. So sagte ein Mädchen zu mir:„ Meine Freundin hat jede Woche einen Neuen.” , worüber ich wirklich schmunzeln musste. Natürlich interessierte es mich auch wie sie ihren Unterricht gestalten, also erzählten sie mir ein paar Methoden die sie öfters anwenden.

Als wir dann nach drei Stunden endlich unser Ziel erreicht hatten, stärkten sich erst mal alle Kinder mit einem Würstchen und was zu Trinken. Danach verausgabten sie sich noch auf einem Spielplatz und waren später so kaputt, dass die ersten auf der Rückfahrt mit dem Bus, einschliefen.

Zurückgekehrt an der Schule, wurden alle Kinder von ihren Eltern ageholt und ein lustiger, spannender aber auch anstrengender Vormittag ging zu Ende.

Insgesamt war es eine wirklich tolle Erfahrung und es hat mir viel Spaß gemacht mit den Kindern diesen Vormittag verbracht zu haben.

Hier noch ein paar wichtige Informationen zum Beruf Der Grundschullehrerin oder lehrer http://gymnasium-blomberg.de/?p=158

Annabel Loges


Aktuell bei Lippe Aktuell

Link zum Text

Sebastian Illigens


Katholische Kindergarten St.Marien Lügde

Nach 12 Jahren wieder ein Tag im Kindergarten

Lügde. Am 17. Oktober 2007 fand der Berufsschnuppertag am Hermann- Vöchtig- Gymnasium Blomberg für die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse statt. In diesem Zusammenhang suchte sich jeder Schüler einen Arbeitsplatz, in den er für einen Tag hineinschnuppern konnte.

Ich kann mich noch gut dran erinnern, als ich im zarten Alter von 3 Jahren das erste Mal in den Kindergarten gegangen bin. Ich war sehr aufgeregt, weil ich nicht wusste, ob die Erzieherinnen nett und freundlich sind und ob ich schnell andere Kinder kennen lernen werde. Gut, dass an diesem Tag meine Mutter dabei war und mir Halt gab.

Knapp 12 Jahre später bot sich mir fast dieselbe Situation allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass ich dieses Mal alleine war. Wieder stand ich vor dem großen Klostergebäude, in dem sich der "Katholische Kindergarten St. Marien Lügde" befindet. Doch alle Gedanken, die ich mir vorher gemacht, hatte waren umsonst. Schon als ich den Kindergarten betrat, hörte ich Kindergeschrei und grinste einigen Kindern zu, die über den Flur flitzten. Aber wo sollte ich jetzt hin? Ich folgte dem Geschrei und schon bald hatte ich Frau Rimmert und Frau Blum, die ich noch aus meiner Kindergartenzeit kannte, gefunden. „Ach du musst Lisa sein?!“ Ich nickte leicht „Dich hätte ich ja beinahe gar nicht mehr wieder erkannt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als du auch noch so ein kleiner Wurm warst.“, witzelte Frau Rimmert und zeigte auf die kleinen Kinder. „Also Lisa, herzlich Willkommen!“, begrüßte mich auch Frau Blum. Zusammen gingen wir in einen der Kindergartenräume währenddessen sie mir erklärte, dass sie heute mit den Schulkindern, also denen, die im nächsten Jahr in die erste Klasse kommen, in den Schlosspark Bad Pyrmont geht.

Schon kurze Zeit später kam ein kleines, gerade mal 2 jähriges Mädchen auf mich zu und fragte, ob ich nicht mit ihr frühstücken wolle. Auch andere Kinder setzten sich mit an den Tisch und aßen ihr mitgebrachtes Frühstück. Milch und Tee wurde vom Kindergarten bereitgestellt. Nach dem Essen musste jeder sein beschmutztes Geschirr selber abspülen. Dafür gab es sogar eine extra Spüle in Miniaturformat. Sowieso war hier alles etwas kleiner, was für mich bei einer Größe von 1,80m ein kleines aber nicht weiter gravierendes Problem darstellte. Plötzlich kam ein kleiner Junge auf mich zu. Er weinte, weil er wieder zu seiner Mutter wollte. Rocko, der Name des Jungen, war erst seit kurzer Zeit im Kindergarten und konnte sich noch nicht damit abfinden, dass seine Mutter ihn alleine ließ. Er fragte den ganzen Tag hindurch immer wieder nach seiner Mutter. Im weiteren Verlauf des Tages gingen alle Kindergartenkinder nach draußen in den Garten, um sich dort auszutoben. Nach einem großen Chaos aus Kindern, die ihre Schuhe oder Jacken angezogen haben wollten und der immer wiederkehrenden, geschrieenen Frage: „Kann ich schon raus gehen?“, waren endlich alle Kinder wohlbehalten draußen angekommen und konnten fröhlich auf Rutschen, Schaukeln und anderen Geräten spielen und toben. Bis zum Mittag spielte ich mit den Kindern draußen und passte auf, dass sich dabei keines weh tat.

Dann kam zeitgleich mit den Schulkindern auch das Mittagessen an. Es sollte Kartoffelsalat mit Bratwürstchen geben. Zusammen räumten alle schnell auf und liefen wieder in das geräumige Klostergebäude. Auch die anderen Kinder gingen sofort auf mich zu und wollten wissen, wer ich bin und was ich hier mache. Zwei Mädchen wollten mir sogar Zöpfe flechten, weil sie so begeistert von meinen Haaren waren.

Nach diesem anstrengenden Vormittag konnte ich den Kindergarten gegen 13.30Uhr verlassen, doch viele Kinder kamen zu mir, klammerten sich an meine Hose, fragten, wann ich wieder kommen würde, sie wollten mich nicht gehen lassen. Dennoch musste ich gehen.

Insgesamt hat mir dieser Tag sehr viel Spaß gemacht, obwohl er auch sehr anstrengend war. Jedem, der auch ein Praktikum absolvieren möchte, kann ich es daher nur empfehlen, sich bei diesem Kindergarten zu bewerben.

Fotos: http://www.google.de

Text von: Lisa Kurz


Atelier Art

Klichees, Siebdruck und andere "Katastrophen"

Ich habe mir "Atelier Art" in Blomberg ausgesucht und gefragt, ob ich einen Tag dort verbringen könnte. Da ich zufällig an den Chef, Uwe Brannolte, geraten war, war das auch schnell geklärt und ich sollte am Mittwoch um 8.00 Uhr erscheinen.

Als ich dann da war, empfing mich Heike D. freundlich und sagte, dass der Chef noch nicht da wäre, er aber jeden Moment kommen würde. Also nahm sie mich mit in ihr Büro und unterhielt sich nett mit mir. Ich erklärte ihr was das denn für ein Praktikum sei, das nur für einen Tag war.

Als "Uwe" dann aber immer noch nicht da war, sagte sein Bruder, dass er noch beim Zahnarzt sei. Also war ich zu dem Zeitpunkt doch sehr Fehl am Platz, aber Heike dachte sich eine Aufgabe für mich aus: ich durfte Aufträge sortieren. Das war gar nicht so leicht, da ich die Aufträge natürlich nach Firmen und Auftragsnummern sortieren musste und dann noch anderen Belegen zuordnen sollte. Dabei entstanden viele kleine Stapel, da der gesamte Berg von Aufträgen ca. 15 cm maß: 3 "Firmen-Stapel", ein "Fertig-Stapel", ein Stapel für fehlende Aufträge, ein Stapel für fehlende Belege und der Stapel, den ich noch zuordnen musste. Nach und nach wuchsen die anderen und letzterer wurde kleiner, jedoch blieb ein Beleg übrig. "Das macht nichts", sagte Heike und suchte nach neuer Arbeit für mich.

Nachdem ich nun eine Stunde mit dem Sortieren von Aufträgen verbracht hatte, es war 9.30 Uhr, verbrachte ich die Zeit nicht mit Warten, sondern mit Feuerzeugeeinsortieren. Nach fünf Packungen mit jeweils 25 silbernen Feuerzeugen, erschien auch Uwe Brannolte, der von allen seinen Mitarbeitern "der Chef" oder auch einfach nur "Uwe" genannt wird. Er nahm mich mit in die andere Abteilung mit vielen komplizierten Maschinen und erklärte mir in einem Seitenraum erst einmal die Grundlagen und die groben Informationen:

Siebdruck: auf allen Materialien nur auf geraden Flächen oder Zylinderformen, grüne Folie im Rahmen, licht- und wasserempfindlich Tampondruck: für unebene Flächen

Dann, pünktlich um 12.00 Uhr, war Mittagspause und Waldemar, den hier alle liebevoll "Waldi"nennen, nahm mich mit in den gemütlichen Mittagsraum mit Billardtisch und Aquarium. Nach etwa einer halben Stunde nahm mich Uwe wieder mit und ich konnte mich eine halbe Stunde selbst umschauen. Ich verstand nicht viel von den Maschinen, doch die Arbeiter daran habe mir alles freundlich erklärt. Eine Maschine zum Beispiel druckt mit weißer Farbe das Symbol für "anschnallen" auf ein graues Stück Plastik, eine andere druckt den Stern von Mercedes-Benz auf ein Stück Plastik.

Als es dann ca. 14.00 Uhr war, zeigte Uwe mir, wie man Klichees macht. Diese Platten aus Kunststoff und Stahl werden für das Drucken benötigt. Später musste ich dann ein Klichee allein machen, da der Chef natürlich auch andere Sachen zu tun hat. Damit hätte ich viele Probleme gehabt, wenn an der Wand nicht extra noch eine Anleitung gestanden hätte, weil da drei verschiedene Maschinen standen:

  1. Klichee auf Maschinenformat zuschneiden,
  2. Schutzfolie abziehen,
  3. Film auflegen,
  4. Vakuumfolie über Klichee und Film ziehen,
  5. Vakuum ausschalten,
  6. Belichten (1.Maschine),
  7. Vakuum abschalten und Folie zurückrollen,
  8. Raster auflegen,
  9. Wiederholung von Punkten 4 bis 7,
  10. Alkoholbad: Klichee an Magnetplatte (2.Maschine), dann 35 Sekunden rechts- und linksherumdrehen,
  11. mit einem weichen trockenen Tuch abwischen,
  12. 120 Takte Nachbelichten (1. Maschine),
  13. 20 Minuten Trockenofen (3.Maschine) bei 75° C

Danach durfte ich mir noch eine Quietscheente als Andenken aussuchen, der Rest eines Auftrags, denn auch solche Sachen werden bedruckt. Dann bin ich mit Waldi mitgegangen, der mir bei den Klichees geholfen hat. Er war gerade dabei Feuerzeuge zu bedrucken. Ich habe ihm dabei zugeschaut und festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. Meiner Meinung nach, sah jedes einzelne Feuerzeug gleich aus, doch Waldi nahm Maß (Abstand von der Schrift bis zur Kante), schüttelte den Kopf, wischte es ab und versuchte es noch einmal. "Man braucht ein gutes Augenmaß.", sagte er.

Danach schaute ich mich noch etwas um. Dann war der Tag war zu Ende und ich verabschiedete mich von Uwe Brannolte und seinen Mitarbeitern.

Clara Mittelgöker


Grundschule Schieder

Ein Blick in die Vergangenheit

Schieder. Am 17. Oktober 2007 fand für die Schülerinnen und Schüler der 10.Klasse im HVG ein Berufsschnuppertag statt, wo sie für einen Tag in einen Beruf ihrer Wahl "hineinschnuppern" konnten.

Vor 9 Jahren stand ich selbst das erste Mal vor der Grundschule in Schieder : bei meiner Einschulung. Damals wusste ich nicht, was mich erwartete, was von mir verlangt wurde und ob ich schnell neue Freunde finden würde. Zwar kannte ich damals schon einige aus der Kindergartenzeit, doch es waren auch viele neue Gesichter da.

Heute kam ich um 7:20 an der Grundschule an, wo ich meinen Berufsschnuppertag machen wollte. Ein komisches Gefühl, nach so vielen Jahren wieder vor der Schule zu stehen, wo man lesen und schreiben gelernt hat. Ich ging in das Lehrerzimmer, wo ich schon auf dem Weg dorthin einige meiner alten Lehrer wieder traf. Dort wurde mir der Lehrer Sebastian Seewald zugewiesen, der mich den ganzen Tag durch die Schule, in der ich selbst einmal Schülerin war, führen sollte und mir einen Einblick in den Unterricht gab. "Hallo, ähm Sandra Kaufeld? Ach, ich war einmal dein Tennislehrer. Dich hätte ich jetzt ja gar nicht wieder erkannt. Du hast dich aber verändert", grinste er. Gemeinsam gingen wir raus, wo schon die ganzen Kinder einer 3ten Klasse standen und mich erwartungsvoll ansahen.

In der ersten Stunde stand Sport auf dem Stundenplan. Die Schüler/innen durften mit sogenannten Teppichfliesen zu dritt abwechselnd Einen im Slalom durch die Halle ziehen. Herr Seewald erklärte mir, dass dies zum Muskelaufbau dienen sollte, da die Kinder heutzutage nur noch krumm vor dem Computer sitzen oder Nintendo/Playstation spielen. Um die Kinder versammelt zu kriegen, gab es das Ritual in die Hände zu klatschen, so muss der Lehrer nicht durch die ganze Halle schreien. Durch Herausforderungen sollten die Kinder zum Abbau und Wegräumen der Geräte motiviert werden. "Wer kann am schnellsten die Teppichfliesen wegräumen?"

In der darauffolgenden zweiten Stunde hatten die Kinder im Computerraum Sachunterricht und sollten sich bei www.blinde-kuh.de, einem Suchprogramm wie Google für Kinder, über Getreide informieren. Mit großem Spaß lasen sie sich die kindergerechten Texte über Weizen, Hafer und Mais durch. Gegen Ende der Stunde sollten alle Kinder die Computer herunterfahren. Da noch einige Zeit bis zum Klingeln war, die Kinder aber noch nicht raus durften, wurde ein kleiner Junge namens Nelson ein wenig unruhig und fing an Herrn Seewald zu ärgern. Er hingegen nahm es mit Humor und alberte ein wenig mit ihm herum.

Die Glocke ertönte. Kindermassen strömten an mir vorbei und einige Mädchen fragten mich, ob ich mit ihnen rauskommen wollte und ein bisschen spielen. Leider ging das nicht, denn ich sollte mit Herrn Seewald ins Lehrerzimmer kommen.

Ehe ich mich versah, klingelte es aber auch schon wieder zur dritten Stunde. Die Kinder liefen schnell in ihre Klassenräume. Jetzt hatten sie Deutsch doch die Stunde begann nicht mit dem Klingeln sondern mit einer Frühstückspause. "Die normale Pause sollen die Kinder zum Spielen auf dem Schulhof nutzen. Hinterher machen wir dann immer noch 10-15 Minuten eine Pause, wo sie essen und trinken könnten", erklärte mir Herr Seewald. Und als dann auch die Letzten ihre Butterbrote weggesteckt hatten, fing der Deutschunterricht an. Hausaufgabe war die wörtliche Rede gewesen.

Ein kleines Mädchen namens Caro hatte die wörtliche Rede noch nicht verstanden und somit keine Hausaufgaben. Jetzt war ich an der Reihe. Ich sollte mich mit ihr in einen Nebenraum setzten und zusammen mit ihr die Hausaufgaben erledigen. Und zwar so, dass sie es auch verstand. Zwar wusste ich genau, wie die wörtliche Rede ging, doch das zu erklären, fand ich ziemlich schwer. Nach ca. 20 Minuten hatten ich es aber dann doch geschafft und Caro hatte verstanden, wie es ging. Als wir wieder zu den anderen in die Klasse gingen, kam Herr Seewald schon mit einem Zettel auf mich zu und sagte mir, ich solle jetzt die neuen Hausaufgaben erklären und verteilen. "Aaaaaalso", fing ich an zu reden, "ihr müsst hier einfach immer die beiden Sprechblasen miteinander verbinden und vollständige Sätze mit den richtigen Zeichen bilden. Habt ihr das verstanden oder gibt es noch irgendwelche Fragen?" Ein Murmeln ging durch die Klasse aber alle Kinder schüttelten einstimmig den Kopf.

Die vierte Stunde verlief für mich relativ ruhig. Wir hatten in einer anderen Klasse Mathematik und die Kinder mussten gerade eigenständiges Stationenlernen machen. In dieser Stunde konnte ich lediglich ein bisschen umhergehen und einzelnen bei den Aufgaben helfen, die sie nicht verstanden.

Nach der vierten Stunde hatten nun alle offiziell wegen eines Seminars der Lehrer Schulschluss doch einige mussten noch zum Förderunterricht bleiben. Mit zwei Jungs setzte ich mich nach draußen in die Aula und sie lasen mir abwechselnd aus einem Buch vor um das laute Lesen zu trainieren. Herr Seewald meinte, dass ich nur eine viertel Stunde mit ihnen lesen sollte und dann in den Computerraum gehen, wo sie ein Sprachspiel machen durften. Sie waren immer wieder davon überzeugt, dass sie das Wort genau richtig in den Computer eingegeben hatten und dann war es doch wieder falsch und sie waren enttäuscht. Nach der fünften Stunde sollte es aber auch wirklich für alle Kinder nach Hause gehen.

Doch wie konnte es anders sein? Ein Junge kam weinend auf mich zugelaufen und erklärte mir schluchzend, dass er seinen Bus verpasst hatte. Ohje. Ich versuchte ihn zu beruhigen und ging zusammen mit ihm ins Lehrerzimmer, wo er seine Mama anrufen konnte, dass er erst eine Stunde später nach Hause kommen würde. Aber was sollte man jetzt mit einem 8-jährigen Kind anfangen, dass nicht unbeaufsichtigt sich irgendwo in der Schule aufhalten durfte. Herr Seewald erteilte mir die Erlaubnis im Computerraum Aufsicht zu führen, wo der Junge ein bisschen das Internet erforschen durfte und ich nur einen Blick darauf werfen sollte, dass er keinen Unsinn machte. So konnte ich in in der Stunde auch noch ein wenig im Internet rumstöbern und Musik hören.

Nach sechs Stunden durfte ich dann die Schule um 12:45 wieder verlassen. Das war ein lustiger, spannender aber auch anstrengender Tag, den ich so schnell bestimmt nicht wieder vergessen werde.

Text von: Sandra Kaufeld


Mein Berufsschnuppertag in der Buchhandlung Heuer

Lesen gefährdet die Dummheit

Es ist halb neun und ich komme in die Buchhandlung , es riecht nach Büchern und Gemütlichkeit, am liebsten würde ich mich in die Lese-Ecke der Buchhandlung setzen und gleich anfangen zu lesen, aber erst muss ich wohl "arbeiten".

Freundlich lächelnd stelle ich mich vor und Herr Fellen, mit dem ich schon vorab telefoniert hatte, erklärt mir, dass die Buchbestellungen vom Vortag schon heute morgen eingetroffen sind. Er versieht die Bücher mit Namen und bittet mich die Bestellungen schon einmal einzuordnen, in alphabetischer Reihenfolge...gut , dass ich des Abc´s schon mächtig bin....Während ich versuche die Bücher in das überquellende Regal zu packen, habe ich Gelegenheit einige Fragen zu stellen, die Herr Fellen mir dann auch beantwortet. Inzwischen ist Frau Siegmann da, der ich mich natürlich auch vorstelle. Sie sagt noch, dass sie meinen Namen sehr schön findet...Danke!

Die ersten Kunden kommen, um ihre vorbestellten Bücher abzuholen. Meine Aufgabe ist es jetzt, die zuvor einsortierten Bücher in Tüten zu packen und sie nett lächelnd den Kunden zu geben.

Anschließend ist ein wenig Zeit weitere Fragen zu stellen: Mich interessiert, welche Literatur bevorzugt gekauft wird, Frau Siegmann sagt, dass vor allem Krimis und "Frauenbücher" gut liefen, Frau Siegmann teilt mit mir die Meinung, dass solche Trivial-Literatur nicht besonders lesenswert ist, dass macht sie mir noch sympathischer, als sie ohnehin schon ist . Und Harry Potter ist natürlich der neue Bestseller überhaupt.

Als mehr Kunden kommen, können Frau Siegmann und ich uns leider nicht weiter über unsere Lieblingsbücher unterhalten, stattdessen darf ich die Reiseführer sortieren und im Bestellkatalog ankreuzen, welche fehlen. Das überforderte mich geistig zwar nicht unbedingt, ist aber trotzdem spaßig.

Dann kommt die Chefin, Frau Heuer begrüßt mich ganz herzlich und wünscht mir noch einen schönen Tag hier in der Buchhandlung.

Als ich fertig bin mit dem Sortieren von Reiseführern, schickt mich Herr Fellen mit einem Paket zur Post. Nicht ahnend, dass die Post sich inzwischen in einer Filiale der Postbank befindet, laufe ich gleich in die falsche Richtung, wo die Post sich vor ein paar Jahren noch befand. Glücklicherweise kann mir dann aber eine Verkäuferin von Douglas den richtigen Weg beschreiben. So komme ich dann auch in der Post an und kann das Paket trotz der widrigen Umstände letztendlich abgeben. Als ich dann sogar den Weg zurück in die Buchhandlung finde, fragt mich Herr Fellen "Hast du die Post überhaupt gefunden? Ich hatte ja ganz vergessen, dass du nicht von hier bist." Ich sage, dass sei gar kein Problem gewesen und kann mir ein Lächeln nicht verkneifen....

Danach kommen sehr viele Kunden und ich darf sogar einen jungen Herrn bei der Auswahl des richtigen Pilzbuches beraten. Ich glaube, ich werde noch der beste "Pilzbuch-Verkäufer"überhaupt.

Anschließend machen wir Mittagspause und Frau Siegmann bietet mir einen köstlichen Kakao an, mit eben diesem setze ich mich dann in die Lese-Ecke und bekomme tatsächlich noch Gelegenheit zu schmökern.

Zum Abschluss des Tages darf ich mir noch ein Buch aussuchen, ich bedanke mich artig und mache mich auf die Suche nach einem guten Roman. Das Buch "Der Fotograf", das ich mir nach langer "Hin -und her Gerissenheit" dann aussuche, kann ich jedem weiter empfehlen.

Dieser Berufsschnuppertag reichte leider nicht aus, um sich richtig in die Arbeit hinein zu finden, aber es war ein schönes und äußerst lehrreiches Erlebnis (schließlich weiß ich jetzt auch , wo sich die Post befindet), bei dem ich mein Hobby mit Arbeit verbinden konnte.

Und sollte euch der Geschmack nach guten Büchern stehen, besucht einfach mal die Buchhandlung Heuer in Bad Pyrmont! Oder besucht die Internetseite: Firma Heuer, Bad Pyrmont

Denn: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

Laura Petrasch


Ein Tag unterwegs mit Tierarzt Dr. Köhler

Einmal Hannover und zurück

Als ich am Morgen des 17.10.07 aufstand, wusste ich nicht wirklich, was mich an diesem Tag noch alles erwarten wird. Ich hatte mit Dr. Köhler, dem Tierarzt, vereinbart, dass er mich um 8 Uhr abholt. Dem war auch so. Nach einem kurzen Gespräch ging es dann los in Richtung Hannover."Ich fahre nicht oft dorthin, weil es ein langer Weg ist. Aber heute musst du einmal mitkommen nach Hannover", sagte Dr. Köhler zu mir.

Ich hatte kein Problem damit und wartete gebannt auf den ersten Patienten. Da Dr. Köhler auch der Tierarzt meiner Pferde ist, war mir klar, dass es sich bei seinen Patienten hauptsächlich um Pferde handeln wird.

Um kurz vor 9 Uhr kamen wir bei unserem ersten Fall an. Zwei junge Trakehner standen zusammen auf einer Weide. Der eine, der zweijährige Schwarze, hatte schon seit ein paar Tagen Mauke, eine Infektion, häufig an den Fesseln, verursacht durch zu schlammige Wiesen oder dergleichen. Dr. Köhler erklärte mir fachgemäß, dass Mauke schnell behandelt werden muss, weil es sonst möglicherweise durch die andauernde Bakterien- und Hefebildung zu einem Einschuss kommen kann.

Nachdem wir uns dann wieder ins Auto begeben hatten, ging es weiter in Richtung Rinteln. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt bei einer ebenfalls zweijährigen schwarzen Stute. Sie hatte sich schon seit etwas längerer Zeit die gesamte Mähne und den Rücken abgescheuert.

Dr. Köhler nahm von der jungen Stute eine Blutprobe. "Wir müssen einen Allergietest machen lassen. Es sieht ganz so aus als hätte sie eventuell Ekzeme", sagte er. Während die Besitzerin nun ihr ein wenig nervöses Pferd hielt, nahm Dr. Köhler eine Reihe von Kanülen aus seinem Auto, reichte sie mir und begann dem Pferd Blut abzunehmen. Das war eine etwas schmierige Angelegenheit, aber das Pferd hielt Gott sei Dank still und es gab keine weiteren Probleme.

Dann ging es weiter nach Hannover. Die Blutproben musste in die Klinik zur Untersuchung gebracht werden und andere Patienten warteten ebenfalls. Wir flogen also mit einem halsbrecherischen Tempo über die A2 und ich fing an, mir allmählich Sorgen zu machen, ob wir überhaupt noch heile ankommen würden. Doch Dr. Köhler war erfahren, was das Autofahren anging, und so kamen wir kurze Zeit später in Hannover an und besuchten den nächsten Patienten.

Dies war eine trächtige Stute, die Probleme mit ihren Hufen hatte, da der Hufschmied diese offenbar vor eineinhalb Woche zu kurz abgeschnitten hatte. "Da kann man jetzt nicht mehr viel dran machen, vor allem weil sie tragend ist", sagte Dr. Köhler zu der Besitzerin.

Während ich mich mit den anderen Großpferden beschäftigte, die noch auf der Weide standen und neugierig an meinen Händen schnüffelten, untersuchte Dr. Köhler noch einmal die Stute und drückte dann der Besitzerin noch die eben genommenen Blutproben in die Hand, damit sie sie zur Klinik brachte. Dann ging es auch schon wieder weiter.

Als nächsten hatten wir einen längeren Aufenthalt auf Schloss Riechling. Zuerst sah sich Dr. Köhler einen großen Braunen an, der ein Equines Sarkoid hat. Dies sind bösartige Hauttumore, jedoch für das Tier nicht weiter schlimm. "Sie sind eigentlich nur ein Schönheitsfehler",sagte er zu mir. Diese Schönheitsfehler treten immer mal wieder auf, jedoch wird das Pferd nicht krank.

Als nächstes sahen wir uns ein Großpferd mit einer Schlagverletzung an. Offenbar hatte es sich diese auf der Weide zugezogen und wurde so beim Gehen beeinträchtigt. "Hierbei muss entzündungshemmend gearbeitet werden, damit das Tier nicht lange bewegungseingeschränkt ist."

Der nächste Patient war ein Brauner, der ebenfalls nicht laufen konnte, was aber schon etwas länger her war. Dem Tier wurden die Nägel des Hufeisens in die Lederhaut geschlagen, so dass es 6 Stunden später fürchterlich angefangen hat zu lahmen. Dr. Köhler sah sich das Pferd aber nur noch einmal kurz zur Nachuntersuchung an.

Zum Schluss widmeten wir uns noch kurz einem Friesen, der mir vorher schon aufgefallen war wegen seiner auffallenden Eleganz und der tiefschwarzen Fellfarbe. Er hat eine chronische Bronchitis. Jedoch war dies nur eine Routineuntersuchung und Dr. Köhler stellte zufrieden fest, dass alles in Ordnung war. Währenddessen unterhielt ich mich kurz mit der Besitzerin des Friesen. Es war interessant einmal zu hören, was andere Leute so mit ihren Pferden machen. Sie erzählte mir etwas über den Ausbildungsstand ihres Tieres und ich muss gestehen, das Pferd hat mich wirklich beeindruckt.

Danach gönnten wir uns erst einmal einen Kaffee und ein Croissant. Zu uns gesellten sich andere Pferdebesitzer und ich lauschte interessiert dem Gespräch. Nachdem wir uns fast mehr als anderthalb Stunden auf Schloss Riechling aufgehalten hatten, ging es schließlich weiter zurück in Richtung Heimat.

Als nächstes hielten wir, immer noch in der Nähe von Hannover, mitten in einer kleinen Stadt an und besuchten die nächste Patientin. Ich war zuerst etwas überrascht, denn ich konnte nirgends ein Stallgebäude oder dergleichen erkennen. Doch als wir einen kleinen Innenhof betraten, sah ich die großen Ställe dreier Pferde. Unsere Patientin war eine sehr hübsche große Rappstute mit Namen Libelle. Sie hat Probleme mit ihren Hufen, weil sie ein sehr langgefesseltes flaches Pferd ist. Dies kann zu einer Fesselträgerentzündung führen. "Deshalb muss mit entzündungshemmenden Mitteln gearbeitet werden. Aber am besten sind homöopathische Mittel", sagte Dr. Köhler erklärend. Auch wird die Fessel orthopädisch unterstützt durch so genannte Eiereisen, Eisen, die hinten zu sind und eine Eierform haben.

Nachdem Libelle untersucht worden war bekamen wir wiederum Kuchen und Kaffee. Ich war wirklich erstaunt, jedoch auch froh darüber. Ich hatte mir vorsorglich Proviant mitgebracht, doch das hatte ich gar nicht nötig gehabt.

Während wir nun da standen und aßen, lauschte ich erneut den Gesprächen des Doktors und der Besitzer, die sich hauptsächlich um das Thema Pferd handelten. So konnte ich auch neue Informationen gewinnen und mir Geschichten über Libelle anhören. Nebenbei streichelte ich immer wieder ein kleines Shetlandpony, das nebenan in der Box stand. Es war wirklich zu süß mit anzusehen, wie es immer wieder den Kopf ausgestreckt hat um etwas Essbares zu erlangen. Auch Libelle war von Zeit zu Zeit neugierig. So war ich die meiste Zeit damit beschäftigt, die beiden Pferde zu streicheln. Eine Beschäftigung, die mir durchaus Spaß machte, obwohl ich damit zu Hause auch schon oft genug zu tun hatte.

Danach fuhren wir zu unserem letzten Patienten. Dies waren zwei Pferde in Thal, die nur eine Impfe benötigten. Dies war schnell erledigt und daraufhin brachte mich Dr. Köhler gegen 16 Uhr wieder nach Hause.

Ich kann mich nun nur wiederholen und erneut sagen, dass der Berufsschnuppertag für mich sehr informativ war und auch wenn ich nicht allzu viel zu tun hatte, meine Erfahrungen nur positiv waren.

Svenja Rissiek


Mein Berufschnuppertag im Buchhaus am Markt, Detmold

Hochleistungssport mal etwas anders...

Der Tag begann mit grauen Wolken und einem mulmigen Gefühl im Magen: Was wird dieser Tag bringen?

Am 17. Oktober gegen 9 Uhr fuhr mich meine Mutter nach Detmold. Sie setzte mich an einem Parkplatz aus und die restlichen 100 Meter lief ich zu der Buchhandlung Buchhaus am Markt (BAM). Ich war viel zu früh da, denn eigentlich sollte ich erst um 10 Uhr anfangen, dabei war es ca. 9. 30 Uhr. Etwas mies gelaunt schlenderte ich noch durch die Stadt und letztendlich ging ich in den Buchladen hinein.

An der Kasse sprach ich eine der netten Mitarbeiterinnen an und fragte, ob sie vielleicht wüsste, wo Frau Kloppenbog, meine "Buchhaus-am-Markt-Führerin" war. Ich musste nicht lange warten und da kam sie auch schon: Mit einem freundlichen Lächeln und der Anweisung, ihr zu folgen, begann mein erster Arbeitstag.

Zuerst zeigte sie mir den Aufenthaltsraum, der während der halbstündigen Mittagspause genutzt wird, und dann stellte sie mich den übrigen Mitarbeitern vor. Darunter waren Melanie, die erst noch Buchhändlerin werden wollte und Linda, Schülerin des Grabbe-Gymnasiums in Detmold, die ihr Praktikum im BAM absolvierte. Mit ihnen verbrachte ich die meiste Zeit, da sie in meinem Alter waren und so auch die anfänglichen Schwierigkeiten verstanden.

Damit ich mich aber nicht überflüssig fühlte, musste ich Linda beim Auspacken der Neulieferungen helfen. Erst da wurde mir bewusst, wieviel ungefähr 5 oder 6 Bücher wiegen! Wir hatten die Aufgabe, die Kochbücher nach draußen, aber vorerst auf einen Rollwagen zu stellen. Dabei trugen wir sie hin und her und nach einer kurzen Zeit spürte ich meine Arme nicht mehr und roch nur noch den Geruch von neuen Büchern. Melanie zwinkerte mir zu, als ob sie mir damit sagen wollte, dass dies erst der Anfang sei... und sie behielt recht.

Frau Kloppenbog bat mich mit ihr die übrigen Bücher zu sortieren und dabei erklärte sie mir ihr Berufsleben. "Eigentlich arbeitete ich in Münster, wo ich auch wohne, aber nun bin ich hier angestellt worden und muss täglich mit dem Zug von Münster nach Detmold fahren." Ich hatte keine Ahnung, warum sie in Münster nicht geblieben ist, aber ihrem Gesicht und dem Tonfall zu urteilen, wollte sie nicht darüber sprechen.

Also stellte ich eine neue Frage und zwar, welche Voraussetzungen dieser Beruf mit sich bringt. Sie antwortete, dass das schwer zu sagen sei. Der Hauptschulabschluss heutzutage ist nicht mehr das, was er früher mal war und deswegen bemühen sich die Leiter von Buchhandlungen Realschüler oder gar Abiturienten einzustellen. Es gäbe viele Studenten, die ihr Studium abbrechen und das Leben dem Verkauf von Büchern verschreiben, erzählte sie mir.

Ich konnte mir gut vorstellen einmal eine Buchhandlung zu führen und ständig Bücher zu lesen, doch es ist nicht so einfach, wie es klingt. Erstens liest man die Bücher nach der Arbeit, weil es währenddessen keine Zeit dafür gibt. Abgesehen davon dass Ketten wie Bertelsmann oder Weltbild große Konkurrenten für kleine Buchläden sind und somit die Finanzierung des Lokals und andere Ausgaben von selbständigen Händlern/ Verkäufern unterschätzt werden. Man benötigt viel Kraft, um diesen Beruf auszuüben, das ist auch mir aufgefallen.

Obwohl Frau Kloppenbog etwas älter war, flitzte sie durch das Geschäft, bediente Kunden und danach stapelte sie unzählige Bücher aufeinander. Das Gewicht machte sich im Rücken bemerkbar, aber auch die Füße taten nach 7 Stunden Arbeit weh. Wenn Kunden in der Nähe waren, sollte man sich nicht auf die Sitze setzen, da dies keinen guten Eindruck hinterlässt und der Kunde sich sonst nirgends hinsetzen kann.

Nachdem ich vorerst alle Aufgaben erledigt hatte, durfte ich in die Mittagspause gehen. Ich entschloss mich etwas zu trinken und so lange wie möglich sitzen zu bleiben."Diese Arbeit ist fast vollkommen anders als erwartet",dachte ich mir.

Langsam ging ich zurück zum Geschäft und machte mich an das Aufkleben von Preisen. Linda leistete mir Gesellschaft und so machte dies sehr viel Spaß. Hinterher veranstalteten wir sogar ein "Rennen". Wer am schnellsten die Preise "draufpeppen" kann und zu meiner Überraschung gewann ich. Melanie kam ebenfalls zu uns und wir unterhielten uns, warum und wieso ich mich für eine Buchhandlung entschieden habe. Ich erwiderte, dass dies mit meinem Hobby Lesen zusammenhinge. Sie nickten und sagten, dass sei auch ihr Grund gewesen.

Hinterher witzelten wir noch etwas herum und schließlich verstrich die Zeit und ich durfte um 17.30 Uhr gehen. Wir umarmten uns und ich versprach als Kundin auf jeden Fall Melanie zu besuchen. Auch Frau Kloppenbog und der Geschäftsleiter Herr Westermann lobten mich für mein Engagement. Ich bedankte mich höflich und fügte hinzu, dass ich an diesem Tag gelernt habe, dass Buchhändler viel mehr zu tun hat, als es von außen erscheint, aber ich empfand dies trotzdem als eine großartige Möglichkeit mein Wissen zu erweitern.

So ging der lange, harte, aber dennoch wirklich angenehme Tag zuende und nun kann ich jedem sagen, dass man als Kunde in der Buchhandlung auf die Frage "Kann ich Ihnen helfen?" nicht mit "Ich suche ein Buch",antworten sollte und auch hinterher, wenn es um das Genre geht, wäre es nicht verkehrt etwas detailliertere Informationen zu geben... ;-)

Link zum BAM: http://www.buchhaus-am-markt.de

Evelyn Urban


KfZ-Werkstatt in Bad Pyrmont

Ordentlich anpacken

Am 17.10.2007 besuchte ich im Rahmen meines Berufsschnuppertages die Kfz-Werkstatt „First Stop“ in Bad Pyrmont. Durch meinen Opa, der gute Kontakte zum Geschäftsführer hat, hatte ich keine Probleme bei der Anmeldung.

Mein Arbeitstag begann um 7.30 Uhr. Als erstes sprach ich mit dem Mitarbeiter A.Karp, der mir den groben Ablauf meines Tages erläuterte. Nachdem ich meine Kleidung den Umständen angepasst hatte, wurde mir eine grundlegende Regel für Mechaniker erklärt: Ein Mechaniker ist für seine Arbeit in vollem Umfang verantwortlich, d.h. wenn es aufgrund mangelnder Sorgfalt bei der Arbeit an einem Kraftfahrzeug später zu einem Unfall kommt, haftet er dafür und bekommt die gesamte Schuld zugewiesen.

Nach meiner Lektion wurde ich angewiesen in die Werkstatt zu gehen, in der ich anfänglich den dort beschäftigten Mitarbeitern über die Schulter schaute und Fragen beantwortet bekam. Aufgrund meiner Vorkenntnis, die ich zu Hause mit meinem bereits erwähnten Opa erwarb, war es mir jedoch nach kurzer Zeit möglich, selbst mit anzupacken und insgesamt bei ca. acht Kraftfahrzeugen einen Reifenwechsel vorzunehmen. Außerdem beobachtete ich oft die Kontrolle und meist erforderliche Rekonfiguration von Kfz-Komponenten, die sich unter der primären Abdeckung des Motorraumes und an der Unterseite des Automobils befinden.

Um 9.00 Uhr gab es dann Frühstückspause, die mir sehr gelegen kam. Nach dieser physischen Stärkung machten wir mit den anstehenden Arbeiten weiter, die sich als zahlreich erweisen sollten. Dazu gehörten auch logistische Arbeiten, die hauptsächlich das umplatzieren von Reifen betrafen. Im späteren Verlauf arbeitete ich auch bei Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten der Bremsanlagen mit.

Am späten Vormittag ging in der Verwaltungsabteilung schließlich ein Auftrag für die Wechselung eines Lkw-Reifens ein, der sich angeblich auf dem Betriebsgelände des Bad Pyrmonter Mineralwasserwerkes befand und manövrierunfähig war. Also machte sich ein Mitarbeiter mit mir in dem Firmenwagen auf den Weg, um dem Lkw zur Hilfe zu kommen. Doch als wir ankamen wusste niemand etwas von dem defekten Lkw. Nach längerer, erfolgloser Suche kehrten wir zur Werkstatt zurück. Der zuvor erwähnte Mitarbeiter A.Karp überprüfte den eingegangenen Auftrag mehrmals und schickte uns erneut auf den Weg. Nach zeitaufwändiger Suche begegneten wir endlich dem Lkw-Fahrer, der uns bereits erwartete. Nach Inspizierung des schwer beschädigten Reifens entschieden wir uns dafür, die Wechselung zu versuchen. Zu unserer positiven Überraschung stellten wir fest, dass sich dieser wider unserer Befürchtungen gut nach Entfernung der Radmuttern lösen ließ. Danach montierten wir den neuen Reifen, erledigten den Papierkram und wünschten dem Fahrzeuginhaber noch einen schönen Tag.

Als wir zurückkehrten mussten wir zu unserem Entsetzen feststellen, dass unsere Mittagspause schon lange vorüber war. Also nahmen wir schnell unsere Mahlzeit ein und setzten unsere Arbeiten fort. Am Nachmittag wurde mir ein Schnellkurs für die Auswuchtung von Rädern gegeben, sodass ich nach der erforderlichen Achsvermessung selbstständig die alten Gewichte entfernen und die neuen anbringen konnte.

Nach umfangreichen Arbeiten endete mein ereignisreicher Arbeitstag um 16.00 Uhr. Ich bin froh darüber diese Eindrücke erfahren und erste Erfahrungen im Berufsleben erlangt zu haben.

Text von: Ricardo Steiner


Stadtwerke Lemgo

Stadtwerke Lemgo

Internetadresse Stadtwerke

Dominik Edler


Messebau bei von Hagen in Blomberg

Ein einfacher Messestand! Oder doch nicht so einfach?

Am 17.10.07 war für alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen kein gewöhnlicher Schultag, denn sie sollten einen Tag in einem vorher ausgesuchten Betrieb verbringen.

Meine Wahl fiel auf die Messebau Firma „von Hagen“ im Blomberger Industriegebiet. Dort werden etwa 40 Leute beschäftigt. Trotz dieser geringen Arbeiterzahl ist die Firma international tätig.

Wie zu erwarten war, begann die Arbeit um 8 Uhr. Als erstes wurde ich von Frau Gröning, die für die Planung der Messestände zuständig ist, durch die gesamte Firma geführt, sodass ich mir ein kleines Bild über die Aufgaben der einzelnen Abteilungen verschaffen konnte. Mir wurde dabei erklärt, welche Arbeitsschritte erledigt werden müssen, um am Ende einen fertigen Messestand präsentieren zu können.

Als erstes wird der Auftrag eines Kunden von der Verwaltungsabteilung oder direkt dem Chef angenommen. Der Kunde erklärt dabei, wie er sich seinen Messestand vorstellt.

Als nächstes wird der Auftrag in schriftlicher Form an die Planungsabteilung weitergeleitet. Dort kümmern sich Architekten um die Planung des Standes. Dabei wird der Messestand am Computer mit Hilfe des Programms „Pytha“ erstellt und dem Kunden präsentiert. Sobald der Kunde mit dem Design einverstanden ist, werden alle Materialien, die für den Stand nötig sind, aufgelistet.

Nachdem die Materialien aufgelistet worden sind, kümmert sich ein Kaufmann um den Einkauf der nicht im Lager vorhandenen Waren. Im Lager werden inzwischen die vorhandenen Materialien zusammengesucht und für den Transport bereitgestellt. Sobald die bestellten Waren eintreffen, werden die LKW´s beladen und der Transport beginnt. Einige Arbeiter aus dem Lager fahren ebenfalls zur Messe, um letztendlich den Stand aufzubauen.

Ich selbst bin die meiste Zeit in der Planungsabteilung gewesen und habe dort ausprobiert, wie ein Messestand am Rechner erstellt wird. Nachdem ich fast den ganzen Vormittag damit verbracht hatte, das Programm zu verstehen, konnte ich am Nachmittag meinen Ideen freien Lauf lassen.

Um 5 Uhr war ich dann allerdings doch ziemlich kaputt und war froh, dass ich nach Hause gegen durfte, obwohl mir die Arbeit sehr viel Spaß gemacht hat.

Weitere Informationen gibt es unter der Internetadresse: von Hagen Design .


Tierarztpraxis

Auch mal ein Tierarzt sein…

Am 17.10.2007 fand für die Schüler ein Berufsschnuppertag statt, wo sie den ganze Tag in ein von den selbst ausgesuchten Berufen „ hineinschnuppern“ konnten.

Mittwoch. Es ist genau 7.30 Uhr und ich muss mich noch schnell fertig machen, denn um 8.00 Uhr muss ich beim Herrn Spick sein, bei dem Tierarzt den ich die nächsten Stunden begleiten darf.

Nicht 5 min. war ich da und schon ging es los. Der erste Patient war angetreten. Ein Hund. Er musste sehr unter seinen langen Krallen leiden und deswegen mussten die sehr schnell angeschnitten werden. Ich dachte mir es wäre eine sehr leichte Aufgabe, denn das mach ich auch alleine bei meinem Hund. Doch als der Hund schon die Krallenzange sah, hat er angefangen sich zu wären. Und es war nicht einfach einen 70 kg schweren Hund festzuhalten. Doch da der Tierarzt so viel Erfahrung damit hatte, wusste er was er macht. Er nahm einen Maulkorb und somit konnte er den Hund beruhigen. Wenigstens ein wenig. Ein paar mal : Zack! Und schon waren die Krallen weg.

Dann klingelt das Telefon. Die Säkreterin (Frau des Arztes) geht dran und schon hat der Tierarzt einen neuen Auftrag. Katzen impfen. Doch bevor er es macht, hat er noch einen Termin aufm Pferde-Hof. Ein Pferd soll sich sehr komisch benehmen. Nach einer kleinen Tasse Kaffe fuhren wir los. Im Auto haben wir uns über eine bestimmte Krankheit unterhalten. Imma als wir im Auto saßen oder eine kurze Pause gemacht haben, kamen wir immer wieder auf das Thema dieser Krankheit zurück. Es interessiert mich sehr. Die Blauzungenkrankheit. Wer sich dafür informiert kann sich gerne die Seite angucken: http://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/master/C25198119_L20_D0_I1535820.html So, dann waren wir irgendwann auch mal angekommen. Der Besitzer des Pferdes hat schon auf uns gewartet. Schnell nahm sich der Arzt sein Mantel, Schuhe und das dazugehörige Werkzeug. Er hatte jetzt schon einen Verdacht, was mit dem Pferd los ist. Und nach der Untersuchung hatte er auch Recht, das Pferd hatte Kolik. Er erzählte dem Besitzer was er jetzt machen soll und dass er sich in 3 Tagen melden soll, wenn es dem Pferd nicht besser geht. Dann muss der Tierarzt andere Maßnahmen ergreifen.

Von dort aus ging es zur Katzenimpfung. Der Tierarzt wusste sofort wo er hin soll, den die meisten die er Besucht kenn er schon länger. Sind schon mehrere Jahre seine Kunden. Er nahm 3-mal die gleiche Impfung, denn es war mehrer Katzen. Si wie bei jedem Kunden hat der Herr Spick mich vorgestellt und sagte mal wider: „ Es ist mein Nachfolger“. Dann Impfte er die 3 Katzen, es hat gar keine 5 min gedauert und schon war er fertig. Die Familie bedankte sich bei Ihm und wir fuhren weiter.

Die nächste Station war ein Bauernhof. Der Tierarzt musste eine Gebärmutter spülen und eine Kuh untersuchen, die gerade gekalbt hat. Hie habe ich wieder erfahren, wieso eigentlich eine Gebärmutter gespült wird.

Von dort aus ging es zurück zu mir nach Hause. Im Auto unterhielten wir uns noch über die Krankheit und Herr Spick erzählte mir mit stolz über sein Beruf: „ Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß, jetzt im dieser Jahreszeit habe ich nicht viel zu tun, denn die Krankheiten kommen erst im Winter. Ich finde es gut, wenn mir keiner sagt, wo ich jetzt hin muss und was ich als nächstes machen soll. Ich bin mein Chef!“

Somit endete mein Berufsschnuppertag, der mir sehr viel Spaß gemacht. Doch ich war froh, endlich zu Hause zu sein.

Artur Bednarski


Ing.- und Vermessungsbüro

GPS-Vermessung – Die Vermessungsmethode der Zukunft

Am 17.10.07 habe ich – im Rahmen des Berufsschnuppertages – das „Vermessungsbüro Wilfried Schmidt“ besucht. Nach Rücksprache mit dem Firmeninhaber Wilfried Schmidt sollte ich mich auf einen Außendiensttag einstellen...

Der Arbeitstag begann für mich um 7.00 Uhr. Nach der Ankunft in Hameln wurde ich allen Mitarbeitern vorgestellt. Wie mir nun schon im Vorgespräch mit Herrn Schmidt mitgeteilt wurde, sollte ich diesen Tag bei Vermessungsarbeiten im Außendienst verbringen. So fuhr ich dann, mit einem Vermessungstechniker, der die Leitung, des Messtrupps hatte, und einem Vermessungsgehilfen zu den verschiedenen Baustellen. Die Arbeit an diesem Tag bestand darin, Versorgungsleitungen (Gas und Strom) sowie Telekommunikationsleitungen für Telefon und Internet einzumessen. Außerdem sollten Grenzpunkte in der Örtlichkeit aufgesucht werden, damit die Verlegung der Leitungen auch in den richtigen Grundstücken vorgenommen werden kann.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen noch mit älteren Tachymetern und Messband gemessen wurde, finden die Vermessungen heute überwiegend mit hochmodernen GPS-Systemen statt. Bei diesem Verfahren wird ein GPS-Empfänger von Satelliten angesteuert und erlaubt eine Messgenauigkeit von 2mm. Geräte dieser Klasse kosten ca. 20000€. Die Bedienung erfolgt über einen Computer, der kaum größer als ein Handy ist.

Unser Arbeitsalltag begann im lippischen Ort Talle. Dort bestand unsere Aufgabe darin, verschiedene Rohrsysteme einzumessen, in die dann später Leitungen eingezogen werden. Die Aufnahme erfolgt mit dem GPS-Verfahren. Anschließend fuhren wir in den Ort Alverdissen, wo eine Grenze gesucht und angezeigt werden musste. Die Grenzpunkte, die koordinatenmässig bekannt waren, hatte der Vermessungstechniker schon am Vortag in den Steuerungscomputer des GPS-Gerätes eingelesen und konnte sich nun nach der Anwahl des Satelliten zu den Grenzpunkten navigieren. Die Punkte, meist Grenzsteine, wurden vom Vermessungsgehilfen freigelegt und abgepflockt. Bei einer weiteren Baustelle in Schloss Holte/Stuckenbrock haben wir dann noch eine Vermessungsmuffe auf einer Stromleitung eingemessen. Da hier Grenzpunkte vorhanden waren, konnte dies mit dem Messband geschehen. Von dieser Einmessung mit dem Messband, fertigte der Vermessungstechniker ein sogenanntes Feldbuch in der Örtlichkeit an. Bei der GPS-Messung kann so etwas entfallen, da der Computer alle Messungen registriert und abspeichert. Diese Entfernungen werden dann im Büro am PC weiterverarbeitet. Nach Beendigung der letzten Baustelle, fuhren wir nach Hameln zurück, wo wir gegen 16.00 Uhr eintrafen. Insgesamt war dieser Tag sehr interessant und hat mich um viele weitere Informationen bereichert.

von Laura Schulte


Vermessungsingenieur

Gemarkung, Flur, Flurstück

Am 17. Oktober 2007 fand für die Schülerinnen und Schüler der 10.Klasse im HVG ein Berufsschnuppertag statt, wo sie für einen Tag in einen Beruf ihrer Wahl „hineinschnuppern“ konnten.

Um halb acht in der Frühe wartete ich im Büroraum des Vermessungsingenieurs Maerten in Lothe auf die Sekretärin. Am Anfang bekam ich eine Führung durch das Büro und genauere Beschreibung der Aufgaben Bereiche in der Vermessungstechnik. Im Internet gibt es eine Seite für Vermessungstechniker, auf der ganz Deutschland detailliert auf Karten zu finden ist; dass so genannte Liegenschaftskataster. Natürlich sind die Informationen nur unter Berücksichtigung des Datenschutzgesetzes zu bekommen und dürfen nicht an Dritte weiter gegeben werden. Die Sekretärin erklärte mir, dass es verschiedene Arten von Karten gibt. Die häufigste Art ist die Topographische Karte, die zur Ortskunde und Lagebeschreibung dient und die Höhenkarten. Ich erfuhr, dass ganz Deutschland in viele kleine Teile aufgeteilt ist. Jeder Kreis ist vom Liegenschaftsamt in Gemeinden eingeteilt, welche aus Gemarkungen bestehen die dann in Flure eingeteilt sind. Die Flure bestehen wiederum aus Flurstücken, sozusagen die kleinste Einheit der Vermessung. Ein Grundstück kann aber auch aus mehren Flurstücken zusammen gestellt sein.

Nach zwei Stunden Theorie durfte ich mich endlich selbst mal am Karten zeichnen versuchen. Als erstes versuchte ich eine alte Karte von Lügde abzuzeichnen um ein Gespür für diese Arbeit zu bekommen. Besonders wichtig für die Vermessung und Überprüfung von außen gemessenen Daten ist der Satz des Pythagoras. Als Training bekam ich Aufgaben in denen ich alle Strecken berechnen musste. Danach ging es nach draußen. Die Sekretärin und ich bauten eine Art Parcour auf, den ich zu bewältigen hatte bzw. zu vermessen hatte. Hierzu benutze ich allerdings nicht die modernen digitalen Tachimeter, da diese schwer zu bedienen sind und ein einziges ca.22000 Euro kostet. Mit alten Prismen, die man bis 1995 benutzte, vermaß ich die Strecken. Nach einer kurzen Mittagspause um zwölf Uhr behandelte ich die Vermessungsarbeit am Computer. Alles was ich vorher mit Taschenrechner und per Hand gemacht habe, erledigte ich jetzt mit einem speziellen Programm. Meine Karten konnte ich mir dann mit dem Plotter ausdrucken, ein Spezialdrucker, der bis zu zwei Meter breite und bis zu fünf Meter lange Karten drucken kann. Ein Vergleich von handgezeichneten und gedruckten Karten mit normalem Papier zeigte, dass die handgezeichneten Karten um bis zu 2mm genauer sind. Erst unter der Verwendung von Papier mit eingearbeiteten Bleistreifen, änderte sich das Ergebnis.

Damit ging dann auch der Tag im Vermessungsbüro Maerten um vier Uhr zu Ende. Länger hätte man sowieso nicht dem Informationsüberfluss standhalten können! Insgesamt war es ein ausgesprochen interessantes Erlebnis, auch wenn der Außendienst durch Verhinderung von Herrn Maerten leider nicht stattfinden konnte.

Text von Ludwig Hausmann


Psychosomatische Fachklinik Bad Pyrmont

Ein Tag im Leben eines Therapeuten

Am 17.10. konnten die 10. Klassen des Hermann-Vöchting Gymnasiums sich für ein 1 tägiges Berufspraktikum in einem selbst gewählten Beruf bewerben. Da ich mich sehr für den Beruf des Psychologen und für das Leben anderer Menschen interessiere, wählte ich die psychosomatische Fachklinik in Bad Pyrmont. [http://www.fkbp.de]

Dort traf ich gegen 7 Uhr ein und wurde gleich herzlich durch den Therapeuten Herrn K. aus dem Gebiet der Ergotherapie empfangen. Er erklärte mir die Aufgaben und den Sinn und Zweck dieser Therapie, die viel mit Gestaltung und Kreativität zu tun hat. Sehr viele Infos auf einmal! Doch es war sehr interessant! Dieses Gespräch hat mir schon viel Vorfreude auf meine kommenden Aufgaben und Tätigkeiten gegeben. Um halb 9 konnte ich dann endlich an einer Materialgruppe teilnehmen. Dort ging es darum, dass die Patienten mit Ton, Speckstein oder Holz etwas herstellten. Durch dieses produktorientierte Arbeiten kann ein Therapeut schon die Charaktere der Patienten erkennen und mit ihnen über entstehenden Erfolge oder Misserfolge sprechen. Ich konnte bei diesen Gesprächen zuhören und miterleben, wie Herr K. den Patienten gegenübertritt und mit ihnen umgeht. Schon durch diese 90 Minuten habe ich viele Erfahrungen sammeln können, die ich nach der Sitzung mit Herrn K. besprochen habe.

Von 12 bis 13 Uhr habe ich zusammen mit anderen Therapeuten und einer Praktikanten in der Kantine gegessen und die kommenden Aufgaben des Tages besprochen. Überraschend für mich war, dass mir die Kollegen sehr freundlich und offen gegenübertraten. Ich hatte das Gefühl, als ein neuer Mitarbeiter und nicht als ein „ lästiger Praktikant“ aufgenommen zu werden. Dies war sehr hilfreich für mich, denn so konnte ich beruhigt meine Fragen stellen, die mir dann die Therapeuten auch freundlich und geduldig beantworteten.

Der zweite Teil des Tages konnte ich Frau B. kennen lernen. Sie ist ebenfalls eine Therapeutin im Bereich der Ergotherapie. Sie war sehr freundlich und aufmerksam und erklärte mir, was nun meine nächste Aufgabe war. Um 15 Uhr stand die Gestaltungstherapie auf dem Plan. Eine große Herausforderung für mich, denn ich sollte selber an dieser Sitzung teilnehmen. Zusammen mit der Praktikantin Frau R. und einer Patienten gestalteten wir zu dem vorgebenden Thema ein Plakat. Ich war sehr nervös, denn ich wusste nicht wie ich mit den anderen Patienten umgehen sollte. Doch Frau R. unterstützte mich sehr und gab mir viele Tipps. In dieser Therapiesitzung mussten die Patienten offen und ehrlich ihre Meinung auf Plakaten festhalten. Durch ihr Auftreten kann die Therapeutin Ängste oder andere Probleme feststellen, die sie dann später mit jedem Einzelnen bespricht. Dabei konnte ich die Therapeutin gut beobachten und auch feststellen, wie man z.B. eine Störung therapiert. Ich war sehr überrascht von der Offenheit und Kritikfähigkeit der Patienten. Frau B. und ich diskutierten später über meine Beobachtungen und Erfahrungen, die für mich mehr als hilfreich waren.

Durch diese 2 Sitzungen, die ich hautnah miterleben konnte, durch die Ruhe und Vertrauenswürdigkeit, die jeder, Herr K. und Frau B. besaßen, wurde mir erst klar, was es heißt ein guter Therapeut zu sein!

Text von Lea Isenberg


Karl-Ernst Brinkmann: Antriebselemente

Berufschnuppertag bei KEB

Am 17. Oktober 2007 fand für die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Hermann-Vöchting-Gymnasiums in Blomberg ein Berufsschnuppertag statt. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler einen ersten Eindruck von dem Berufsalltag kennen lernen, in einem Beruf, in dem sie später vielleicht einmal anfangen möchten zu arbeiten.

Einige Schülerinnen und Schüler verbrachten diesen Tag in der Karl E. Brinkmann GmbH in Barntrup (KEB). Dieses war sehr spannend, da die Schülerinnen und Schüler sich von vielen Bereichen einen ersten Eindruck verschaffen konnten. Wie zum Beispiel von Industriemechanikern, Elektronikern, Industriekaufleuten, Fachinformatikern und Bürokommunikationskaufleuten. Die Schülerinnen und Schüler konnten sehen, wie aufregend so ein Berufsalltag ist aber auch, wie anstrengend so etwas sein kann. Zuerst wurde den Schülern des Hermann-Vöchting-Gymnasiums die ganze Firma gezeigt. Dieser Rundgang fing in der Abteilung „Einkauf“ an, ging über „Entwicklung/Konstruktion“ und „Qualitätsmanagement“ bis zur „Fertigung“. Außerdem wurden die Schülerinnen und Schüler auch über Allgemeines der Firma KEB informiert. Zum Beispiel, dass das Unternehmen weltweit verbreitet ist und zwar in 17 Ländern. Auch durften alle mitwirken und so konnten die Schülerinnen und Schüler sich einen guten Überblick über das verschaffen, was sie später vielleicht einmal im Berufsalltag erwartet. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es eine wichtige und spannende Erfahrung für die Schüler des Hermann-Vöchting-Gymnasiums war und dass dieser Berufschnuppertag bei der Mehrheit gut angekommen ist. Den Schülern hat es eine Menge Spaß bereitet und sie würden so einen Berufschnuppertag jederzeit wieder machen.

Von: Jaqueline Depping


Ein Tag in der Volksbank Blomberg

Das Spiel mit den Zahlen

Am 17.Oktober hatten die Schüler der 10. Klassen erstmals die Gelegenheit einen Einblick in das Berufsleben bekommen. Für den Berufsschnuppertag konnte jeder einen Betrieb wählen, in dem er diesen Tag verbringen wollte. Ich entschied mich für die Volksbank in Blomberg.

Mein Tag in der Volksbank begann erst um 9, so dass ich mich, nach dem mein Vater mich mit nach Blomberg genommen hatte, noch in ein Café setzen konnte. Um viertel vor 9 ging ich dann, zusammen mit einem weiteren Mädchen meiner Stufe, dass ich zuvor zufällig getroffen hatte, in die Volksbank, wo wir später auf weitere 6 Schülerinnen und Schüler unserer Stufe trafen, die sich ebenfalls für einen Schnuppertag in der Volksbank entschieden hatten.

Um 9 Uhr waren alle 8 SchülerInnen eingetroffen. Wir wurden in einen mit Getränken, Snacks und Unterlagen ausgestatteten Raum gebeten, in dem uns ein vorbereiteter Vortrag erwartete. Nach der Begrüßung durch den Filialleiter begann der Vortrag durch Erläuterungen zum Geschäftsgebiet der Volksbank Ostlippe eG und allgemeinen Informationen wie Zahlen zur Organisation und zum Umsatz. Zwei weitere Mitarbeiter übernahmen den Vortrag und erklärten uns den Zahlungsverkehr und die Aufgaben eines Bankkaufmanns, wobei wir das erworbene Wissen durch kleinere Aufgaben auch sofort testen konnten. Zudem bekamen wir eine Führung mit ausführlichen Erläuterungen zum Gebäude und den Funktionen einzelner Räumlichkeiten. Wir konnten zum Beispiel einen Blick in den Tresor werfen, auch wenn man in diesem selbstverständlich nicht mehr zu sehen bekam als die Schließfächer.

Von 12 bis halb zwei hatten wir Mittagspause, in der wir, nach kurzem Besuch in der Schule zum Abholen der Sporthelferurkunden, in die sich direkt nebenan befindende Eisdiele gehen, in der uns von der Volksbank freundlicherweise ein Eis spendiert wurde.

Dass wir durch aktive Teilnahme keinen direkten Einblick in das Berufsleben eines Bankkaufmanns erhalten würden, war uns von Anfang an klar, da das Personal einer jeden Bank der Schweigepflicht unterliegt und natürlich keine Daten, wie z.B. über Kredite an andere Personen weiter geben dürfen.

Obwohl wir nicht wirklich arbeiten konnten, so haben wir doch einen ausführlichen und gut erklärten Einblick in das Berufsfeld des Bankkaufmanns erhalten. Durch den einwandfreien Vortrag durch Volksbank und die einträgliche Führung mit ergänzenden Erklärungen durch das Gebäude ging unser Tag wie im Flug vorbei, wobei dieser uns durch die Großzügigkeit in der Eisdiele noch versüßt wurde.

Weitere Informationen zur Volksbank Ostlippe eG finden Sie bei Interesse unter folgender Internetadresse: http://www.vbostlippe-immobilien.de

(Louisa Hasse)


Ein Tag in der Zahnarztpraxis

Zwischen Füllung und Gebiss

Nina Führer


Volksbank, Blomberg

Theorie - Interressant wie nie

Am 17. Oktober besuchte ich gemeinsam mit 7 weiteren Schülern für einen Tag die Volksbank in Blomberg. Aufgrund des Datenschutzes war uns ein Einblick in Akten verwehrt und so war es an der Volksbank uns auch die Theorie interessant rüberzubringen. Was anhand von POWER POINT Präsentation, einem vorbereitetem Ordner und aktiver Arbeit gut gelang.

Um 9 Uhr begann der „Arbeitstag“ in der Volksbank, dessen Personal bereits für unser leibliches wohl, mit bereitgestellten Getränken und Keksen vorgesorgt hatte. Nun wurden uns mit einem knappen Vortag, von einem der beiden Vorstände, die Volksbank ein wenig näher gebracht.

Als 2. Tagespunkt war der Zahlungsverkehr angedacht, dies beinhaltete viel Theorie. Jedoch wurden wir auch mit Aufgaben wie Geldrollen betraut, was wir alle meisterhaft lösten. Als nächstes stand die Mittagspause an, zu der wir von der Volksbank in die Eisdiele eingeladen wurden.

Nach der Stärkung in der Eisdiele wurden wir ausgiebig durch die Volksbank geführt und bekamen Einblick in verschiedenste Abteilungen. Wir durften sogar einmal den Tresor begehen und die 4 Tonnen Tür bewegen, ein highlight des Tages. Mit einer weiteren Power Point Präsentation und anschließender Auffüllung und Bearbeitung eines Musterkreditantrages im Bereich der Kredit Abteilung endete der Berufsschuppertag um 16.00. so verließen wir mit Werbegeschenken und der Meinung einen schönen und interessanten Tag verbracht zu haben die Volksbank

Hauke Lütkehaus


Brax, Herford

Von drei Kisten und zwölf Bügeln

Eine leere Designer-Wüste lichtet sich im flackerndem Licht von durchleuchteten Postern. In der hinterste Ecke liegen noch ein halbes Dutzend Gürtel aus der letzten Collection und die Poster müssen heute noch ausgetauscht werden. Einen ganzen Tag Zeit, den Mustershop von Brax in Herford zu bestücken. Einmal die komplette Winter-Collection auspacken und auf 200m² verteilen.

Als erstes werden die Isometrie-Zeichungen vom Architekturbüro gesichtet. Wohin kommen die Wollhosen? Welches Licht wird angemacht? Welche CD soll laufen? Woher schaut der Kunde auf den Shop? Wieviel Dekoration haben wir im Lager? Und... Sind die neuen Poster schon da?

Nachdem die vier Auszubildenen und ich die alten Sachen abgenommen haben, geht es von der 5. Etage runter in den Werbekeller. Zwei Großwandposter und vier kleine, dazu zehn Kartons voll mit Christbaumkugeln und anderer Weihnachtsdekoration, dazu mehr Bügel als einer von uns tragen kann und vor allem die neue Ware für die Wintersaison.

Aus dem anderen Mustershop im Logistikzentrum noch mehr Bügel geholt, während die Ersten anfangen, die Poster auszutauschen. Nachdem unsere Daumen taub sind vom Poster-In-Rahmen-Stopfen, machen wir uns daran, die Vorgabe der Merchandiser und des Architekten umzusetzen: Der Kunde ist König und jeder König möchte bedient werden um fleißig einzukaufen. Die Wollhosen werden gehangen und kommen neben die braunen Pollunder, die Jeans werden gefaltet und finden sich neben Polo-Shirts wieder. Die Gürtel werden kunstvoll verschnürt und dekorieren mit blauen Christbaumkugeln die obersten Regalreihe. Da, wo eh kein Kunde hingreifen würde, die teureren Hosen nach hinten, die dunklen Farben nach unten. Bügel so drehen, dass der Kunde ihn leicht rausnehmen kann.

Licht an. Licht aus. Die Poster austauschen. Vom Transport haben sie Falten bekommen, die man jetzt durch das Licht durchscheinen sieht.

Unser Wagen leert und verteilt sich auf mannshohen Regalen aus Plexiglas, weißen, glänzenden Kunststofftischen mit Holzeinsätzen oder unter, über, neben Vitrinen.

Und als wir das letzte Hemd auf einen gummi-beschichteten Bügel gehängt haben, um es auf einen Vierarmständer zu hängen, fühlt man sich bei all den weihnachtlichen Motiven und dem verteilten Kunstschnee gleich in Weihnachtsstimmung.

Die CD machen wir uns noch an und binden noch ein paar Schleifen um Werbegeschenke, die noch als Geschenke drapiert werden.

Die Wintersaison kann bei BRAX kommen.


Grundschule Am Paradies

Zirkusschule

Als wir erfahren haben, dass am 17.10.07 der Berufschnuppertag ist, wusste ich sofort ,dass ich mich für eine der beiden Grundschulen in Blomberg interessiere. Ich entschied mich für die Grundschule am Paradies, weil ich selbst mal Schülerin dieser Schule war. Also rief ich am Tag danach sofort an und einige Tage später erhielt ich die Nachricht, dass es in Ordnung ist, wenn ich ein bisschen „reinschnuppern“ komme.

Am 17.10 bin ich also zur Grundschule am Paradies gegangen und wurde sofort von der Schulleiterin Fr. Schmidt freundlich begrüßt. Danach hatte ich 2 Std. lang die Chance einer 4 Klasse beim Arbeiten zuzuschauen. Da gerade die Projektwoche „ Zirkus“ in der Schule lief, handelte der Unterricht von Zirkus.

Die Schüler und Schülerrinnen waren damit beschäftigt, eine Zeitung über ihre Erlebnisse mit dem Zirkus zu verfassen. Die Klassenlehrerin band mich sofort nett mit ein und so wurde auch ich zum Ansprechpartner an diesem Morgen und durfte kurzzeitig in den Beruf des Lehrerseins reinschauen.

Ab der 3 Std. ging die Klasse dann in den Nahe gelegenen Zirkus, der zurzeit in Blomberg gastierte und dort konnte ich bei den Proben für den großen Auftritt am Samstag, den 20.10.07 zuschauen.

Die Kinder waren in Kleingruppen von 3-5 Schülern eingeteilt und übten ihre Nummer auf dem Pferd, mit dem Hula-Hoop reifen oder am Trapez. Die Kinder zeigten mir ihre Übungen am Trapez, also konnte ich zusehen, wie 2 Mädchen stolz ihre Nummer am Trapez probten.

Als ich mich dann verabschiedete, sagte die Schulleiterin, dass sie sich sehr über ein Wiedersehen freuen würde. Das rundete meinen Einblick in den Beruf des Lehrers ab.

(Ann-Cathrin Müller)


Einen Tag bei KreativeWerbung

Der Name ist Programm

Als wir im Deutschunterricht Berufe vorstellen sollten, habe ich mir den Mediengestalter für Digital- und Printmedien ausgesucht. Und da ich mich sehr für einen kreativen Beruf interessiere, habe ich mich auch über die Firmen in Blomberg informiert, die etwas mit Werbung zu tun haben. Doch zufällig entdeckte ich im Industriegebiet von Lügde eine kleine Werbeagentur, in der ich sofort um einen Platz am Berufsschnuppertag fragte.

Am 17.Oktober kam ich um 9.00Uhr in das Büro der KreativenWerbung, in dem mir der Besprechungsraum und die kleine Küche gezeigt wurde. Dann wurde ich runter in die Werkstatt geschickt. Dort besprachen die beiden Chefs, die sehr freundschaftlich miteinander umgehen, den ganzen Tag. Auch als wenige Augenblicke später die Auszubildende Beccy dazukam, war die Atmosphäre sehr entspannt, familiär und locker. Einer der Chefs zeigte mir dort in der Wekstatt die verschiedenen Drucker, die zum einen zum Ausstanzen von Beschriftungen da sind und zum anderen zum Bedrucken von Plakaten und Folien. Außerdem erzählte er mir auch, dass sie nicht alles dort drucken, sondern auch manches einer Druckerei zum Auftrag geben und das Teuerste am Drucken die Probedrucke seien.

Den ganzen restlichen Tag habe ich Becky bei ihren Aufgaben geholfen, bei denen sie sonst allein in der Werkstatt steht. Zuerst wurden Plakate für ein Autohaus in Hameln und dann welche für die Volksbank in Bad Pyrmont zusammengerollt und verpackt, danach hatten wir die Aufgabe Plakate für eine Party, die in der Nähe von Detmold stattfand, auszuschneiden. Diese Aufgabe und die Klebebeschriftung für das Autohaus in Hameln von der restlichen Folie zu trennen beschäftigten uns bis ca. 13.30 Uhr.

Danach nahm mich Becky mit ins Büro, da sie dort noch eine Werbeeinlage für DVD´s fertig ausrichten musste. Dabei war ich sehr erstaunt, da diese Aufgabe sehr schwierig ist und man dies nie erwarten würde. Man muss auf jeden Milimeter achten und es dauert sehr lange, bis man jede einzelne Werbung in die korrekte Position gerückt hat.

Gegen 15.30Uhr wurde uns die Aufgabe zugeteilt ein neues Schild für das Dorfgemeinschaftshaus in Rischenau zu entwerfen. Dabei durfte und sollte ich sogar meine eigenen Ideen mit einwirken lassen.

Becky hat mir erzählt, dass sie auch öfters noch abends zu Hause am Computer sitzt und weiter an irgendwelchen Projekten arbeitet. So wie den vorherigen Tag, denn sie hatte den Auftrag kleine Plakate für einen Frisörsalon in Bad Pyrmont zu entwerfen und zu gestalten. Als sie diese fertig bearbeitet hatte, gingen wir noch einmal runter in die Werkstatt um sie auszudrucken. Obwohl es schon längst nach Feierabend war, wartete ich trotzdem noch ab, bis die Frisörplakate endlich aus dem Drucker kamen. Um 17.30Uhr ging ein erlebnisreicher und ungewohnter Arbeitstag zu Ende.

Vanessa Köhring


Fotostudio "Trendwerk Schönlau"

3, 2, 1...Shot!

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Mein Kopf war voller Gedanken. Ich war aufgeregt, wegen dem Tag der mich erwarten würde. Der Berufsschnuppertag 2007.

Früh am Morgen fuhr mich meine Mutter im strömenden Regen nach Horn- Bad Meinberg zum Fotostudio „ Trendwerk Schönlau Studios GmbH & Co. KG“. Zuerst suchte ich den Eingang und klingelte. Nach kurzer Zeit wurde mir die Tür vom Geschäftsführer Frank Chabowski geöffnet. Ich wurde, für diese Zeit, freundlich begrüßt und folgte ihm durch mehrere Gänge direkt in eines der Fotostudios. Es war viel größer, als ich es mir vorgestellt hatte. In einer kleinen Küche konnte ich meine Sachen ablegen und danach wurde ich den Mitarbeitern vorgestellt. Es dauerte noch eine Weile, bis alle da waren und das Team mit der Arbeit beginnen konnte.

Kurz darauf wurde ich von einem Auszubildenden durch das komplette Gebäude geführt. Es bestand aus einem sehr großen und einem kleineren Studio, in denen noch verschiedene Kulissen der vergangenen Arbeiten aufgebaut waren. Hinzu gehörten noch viele verschiedene Räume in denen die Bestandteile der Kulissen aufbewahrt wurden. Ein ganzer Raum nur für Teppiche, Fliesen, Laminat und andere Bodenbeläge, ein anderer nur für Dekorationen, Plastikäpfel, Vasen, Pflanzen, Lampen und vielem mehr. Die einzelnen Wände für die jeweiligen Kulissen konnte man auf Rädern bewegen und jeder Zeit neu streichen um sie jedem Foto anzupassen. Anschließend wurde ich noch durch das Stoffzimmer( Nähzimmer) geführt, bei dem der Azubi nur einen abfälligen Kommentar übrig hatte: „ Das Frauenzimmer“. Umso mehr freute er sich darauf, mir die kleine Werkstadt für Zimmermannsarbeiten zu zeigen, wo z.B. das Zuschneiden der Böden erledigt wird.

Danach folgte ich ihm eine Treppe hinauf, wo sich noch weitere Räume, wie z.B. ein kleines „Bearbeitungsstudio“ mit mehreren Computern, befanden. Dort werden mit teuren Programmen die Bilder, die unten in den Studios aufgenommen wurden, bearbeitet, d.h. Fehler werden wegretuschiert, Hintergründe ( Fensterbilder) werden eingesetzt und andere Möbel werden hinzugefügt.

Als wir wieder nach unten gegangen sind, musste ich aufpassen, keine Scheinwerfer oder andere Geräte umzuwerfen, die quer im ganzen Studio verteilt waren. Auch auf einen großen Kabelsalat musste ich acht geben, damit ich nicht ein riesiges Chaos in den Studios anrichten konnte.

So langsam kam das Team in Schwung und war zügig dabei, die Aufträge der Kunden, zu denen z.B. auch Schieder Möbel gehörte, im Zeitplan zu bearbeiten. Allein für ein einziges Foto von einer Sitzgarnitur benötigte der Fotograf viel länger als, ich es gedacht hätte. Der Aufwand, der für eine Aufnahme betrieben wird, war für mich unvorstellbar. Allein die Einstellung der Scheinwerfer, die auf Dauer unerträglich heiß wurden, benötigte eine gewisse Spanne an Zeit.

Für mich gab es immer wieder kleinere Aufgaben, denn um richtig mitzuarbeiten, war der Tag einfach zu kurz. Es gibt viele verschiedene Aufgabenbereiche im Beruf eines Fotografen. Es gibt Designer, Innenarchitekten, Handwerker, Stylisten usw. Und jeder Mitarbeiter, der in einem der verschiedenen Bereiche tätig war, hat versucht, mir einiges zu zeigen. Ich durfte bei der Gestaltung einer Kulisse mithelfen (Dekoration) oder auch bei der Aufnahme eines Schlafzimmers tätig werden. Als ich kurz in dem Bearbeitungsstudio Platz nahm und mir die Arbeit der Mitarbeiterin anschaute, durfte ich ihr helfen, ein altes Foto aus mehreren Ordnern herauszusuchen, welches benötigt wurde. Dies war auf Anhieb auch nicht einfach, da ich nach mehreren Suchkriterien arbeiten musste.

Ich hatte an dem Tag auch das Glück, bei einer Aufnahme dabei zu sein, wo ein Fotomodel Bestandteil des Fotos war. Zuerst war es eine Frau, die es sich auf einer Wohnzimmergarnitur mehr oder weniger bequem machen durfte. Ich war froh, nicht an ihrer Stelle sein zu müssen, denn ihre Körperhaltung sah alles andere als bequem aus! Danach traf ein Herr im Studio ein. Er sollte ebenfalls auf einer anderen Wohnzimmergarnitur Platz nehmen und wie ein legerer Geschäftsmann aussehen. Nach dieser Aufnahme musste der Herr noch für einen Hocker sein Bild hergeben. Damit das Licht und die Schärfe richtig eingestellt sind und der Fotograf später schneller arbeiten kann, musste ich solange neben dem Hocker Model stehen und abwarten, bis die Einstellungen korrekt waren.

So langsam neigte sich der Tag dem Ende zu und der Chef sagte zu mir, dass ich um 16:30Uhr schon gehen könnte, da das Team mit Sicherheit noch bis in den späten Abend hineinarbeiten müsse, um den Auftrag rechtzeitig erledigt zu haben.

Ehrlich gesagt war ich auch froh darüber gehen zu dürfen, da ich sehr erschöpft von dem vielen laufen war und es eh nichts weiter für mich zu tun gab. Meine Mutter holte mich darauf hin pünktlich wieder ab. So, wie der Tag für mich begonnen hatte, endete er auch….Im strömenden Regen.

Annabelle Vejmelka


Bei Werbeagentur Komma in Paderborn, Technologiepark 13.

Was muss man in einer Werbeagentur machen und was muss ich dafür können?

In der Werbeagentur Komma arbeiten 2 Grafikdesigner, 2 Mediengestalter und ein Auszubildender. Die Agentur bekommt viele verschiedene Aufträge vom einfachen Visitenkarten-Design und Druck, Anzeigen und Logos bis hinzu kompletten Werbetafeln oder Werbekatalogen.

Die meiste Zeit verbringen die Angestellten vor ihrem Computer und entwerfen mit Hilfe von Programmen wie Photoshop und Freehand diese Produkte. Bei jeder Tätigkeit sind ein großer Ideenreichtum, Geduld und vor allem ein grafisches Grundwissen gefragt.

Wenn zum Beispiel ein Staatsanwalt eine Werbetafel angefertigt haben möchte, wird dieser Job einem der Mitarbeiter zugeteilt. Der Mitarbeiter braucht nun ein paar Angaben, wie Adresse, Name, Telefonnummer u.s.w., die er z.B. telefonisch von seinem Kunden bekommt und beginnt dann am Computer mit dem ersten Entwurf. Wenn der Entwurf fertig ist kann man ihn faxen oder der Kunde kommt selbst vorbei und schaut ihn sich an, danach wird das fertige Werbeblatt mit einem speziellen Drucker gedruckt und in einem Rahmen gelegt.

Das Internet spielt auch eine wichtige Rolle ,da man dort Tausende von Bildern, Logos und andere Sachen benutzen oder sich inspirieren lassen kann. Den Umgang mit den Programmen lernt man recht schnell, wenn man sich mit ihnen auseinandersetzt. Zu den Arbeitsutensilien gehören nicht nur Drucker und Computer, auch Scanner, Wandtafeln für Zeichnungen oder Digitalkameras werden benutzt.

Um ein Grafikdesigner zu werden, muss man das Abitur haben, da man 9 Semester studieren muss. Die Arbeitsgeber gucken hier nicht so streng auf die Noten des Abschlusszeugnisses, natürlich sind Englisch-Kenntnisse und eine gutes Grundwissen gefragt, jedoch ist die Facharbeitsmappe am wichtigsten. Diese Mappe enthält alle Arbeiten und Dokumente, die der Student während des Studiums angefertigt hat und daran kann der Arbeitsgeber sehen, ob man für den Job qualifiziert ist.

Trotzdem ist das Studium zum Grafikdesigner nicht notwendig um in einer Werbeagentur zu arbeiten, da man auch nur die Ausbildung zum Mediengestalter machen kann, die auch kein Abitur voraussetzt. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

von Lauritz


Bei der Lippischen-Landesbrandversicherung

Das würde ich doch nie machen

Am 17.Oktober2007 war ich in dem ServiceCenter der Lippischen-Landesbrandversicherung in Blomberg, um dort einen Einblick in diesen Job zu bekommen.

Viele denken, dass der Job eines Versicherungskaufmanns langweilig wäre, doch dies ist nicht der Fall. Als Versicherungskaufmann hat man auch viel Abwechslung und wenn keine Kunden vorbeikommen, hat man immer noch die Arbeitskollegen, die hier in Blomberg sehr freundlich und lustig waren.

Mein Tag begann um 8.00 Uhr morgens. Als ich in das ServiceCenter kam, war es fast leer, bis auf Frau Schulze, die schon da war. Am Anfang führte mich Frau Schulze durch das Gebäude. Dann habe ich gesehen, dass dort ohne Computer nichts läuft, denn alles wird dort abgespeichert und dann nach Detmold in die Zentrale geschickt. Kurz darauf kamen auch die Mitarbeiter Herr Schmidt und Herr Grönnert.

An diesem Tag, sagten die Angestellten, sei es sehr leer, denn es kamen den ganzen Tag nur ca. 10 Kunden. Dann war Zeit für andere Sachen wie z.B die Unterlagen einzutragen und dann nach Detmold zu schicken. Ich durfte 8 Mofa-Anmeldungen eintragen und dann abschicken. Das ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. Es gibt in diesem Formular um die 50 Felder und in 10 musste man die richtigen Sachen, wie z.B. die Anmeldungsnummer, Versicherungsnummer oder Kennzeichen des Fahrzeugs eintragen. Ich machte ein paar Fehler, doch Frau Schulze zeigte es mir sofort und ich berichtigte diese danach.

Gegen 1 Uhr hatte ich Mittagspause und durfte nach Hause gehen. Um 3 Uhr war ich wieder da und schaute weiter zu. Es war schade, dass ich nur einen Tag da war. denn erst gegen Ende des Schnuppertages verstand ich alles und konnte bis dann nichts alleine machen, bis auf eine E-Mail an einen Kunden zu schreiben. dass dieser vergessen hatte. Unterlagen zum Objekt mit zu schicken.

Gegen 6 Uhr war der Berufsschnuppertag zu Ende und ich finde nicht, dass es langweilig ist als Versicherungskaufmann, sondern ganz im Gegenteil, ich würde es gerne selber zu meinem Beruf machen.

von Eduard Penner


Ein Tag in der Stadtverwaltung Schieder

Am 17.10.07 sollte der Berufsschnuppertag stattfinden, wo Schülerinnen und Schüler zu einem Betrieb ihrer Wahl gehen konnten. Natürlich musste man vorher eine Bewerbung schreiben oder sich anders anmelden. Ich wählte die Stadtverwaltung in Schieder und fragte, ob ich an diesem Tag kommen könnte und bekam die Zusage...

Der Tag in der Stadtverwaltung fing damit an, dass ich zu früh kam, denn ich wusste nicht mehr, wann ich genau kommen sollte. Doch dies war nicht weiter schlimm und ich durfte mich an einen Schreibtisch setzen.

Zuerst bekam ich einige Informationen zur Stadtverwaltung. Mir wurde ein Ornigramm ausgedruckt, woran ich die Verteilung der Angestellten erkennen konnte.

Die Aufgabengliederung besteht aus drei Fachbereichen. Fachbereich1: Finanzen und Organisation, Fachbereich2: Stadtenrwicklung, Fachbereich3: Ordnung und Soziales. Interessant fand ich die Akten, die ich mir anschauen durfte:Erstens:Führung von Dienstsiegeln,zweitens: Bewerbung als Auszubildender und drittens: Bertriebspraktikum von Schülern. Nach einer längeren Zeit im Bereich des Personalwesens konnte ich zur ,,Information! gehen. Dort durfte ich eineige Briefe öffnen und auch das Telefon abheben.

Nun machte ich einen Postgang mit, denn die Stadtverwaltung in Schieder ist in zwei oder drei Gebäude unterteilt und die Post muss dabb von einem Gebäude zum anderen gebracht werden. Später bin ich dann noch bei einem Gang zur Sparkasse und Volksbank mitgekommen.

Nach der Mittagspause konnte ich zur Stadtkasse gehen wo ich sehr viele Informationen erhieltund unter anderem auch den Tresor sehen konnte. Dabei lernte ich, dass dort nicht bares Geld liegt, wie man vermuten könnte, sondern Sachen, die einen Geldwert haben, z.B: Eintrittskarten für das Freibad.

Insgesamt konnte ich an diesem Tag sehr viel lernen.

Evelyn Pankraz


Ein Vormittag in einer Apotheke

Im Innern einer Apotheke

Meinen Berufsschnuppertag verbrachte ich in der Arminius-Apotheke in Lügde (arminiusapotheke-luegde).

Mein ,,Arbeitstag" begann um 8 Uhr morgens. Außer mir war dort noch ein Mädchen aus der Parallelklasse. Eine der PTA, Pharmazeutisch- technische Assistentin, machte mit uns eine Führung. Sie zeigte uns u.a. den Verkaufs-/ Vorraum in dem alle normalen Apothekenbesucher logischerweise schon einmal waren. Doch wer kommt schon selber mal in das Innere einer Apotheke? Später machte der Chef, Dr. Gerd Münnighof, auch noch eine Führung mit uns.

Doch uns wurde nicht nur was erzählt, wir durften auch selber etwas machen. Da waren Medikamente die an ihren Platz eingeordnet werden sollten. Manchmal fand man das Gesuchte aber ab und zu war es einfach nicht zu finden.Dann, wenn der Platz , wo das Medikament hin sollte, nicht zu finden war, konnten wir eine Angestellte fragen, die uns half. Oder da waren sogenannte Laufzettel, auf denen Medikamente verzeichnet waren, die zusammengesucht werden sollten.

Als eine der PTA einen Salbe herstellte, duften wir beim Mixen helfen.Ein Mixstab war durch den Deckel der Cremedose an einen Mixer angesteckt. Unsere Aufgabe war, mit Mixer in Betrieb, die Dose hoch und runter zu bewegen. Eine andere Aufgabe, die wir bekamen, war ein Rezept unter anderen zu suchen.

Um 12:45 endete unser Berufsschnuppertag in der Arminius-Apotheke in Lügde.

Caroline Giesbrecht